Zwischen Vernunft und Mitgefühl
Jürgen Habermas und Richard Rorty im Dialog über Wahrheit, politische Kultur und Menschenrechte- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Einerseits ist die Idee der Menschenrechte aus westlicher Perspektive zunächst so eingängig, dass zu fragen bleibt, warum die globale Durchsetzung auf solche Widerstände stößt. Andererseits scheint es, als würde der Dialog darüber, welche konkreten Rechte mit dem Menschsein einhergehen, die globalisierte Gesellschaft an den Rand ihrer Fähigkeiten bringen. Philosophisch betrachtet stehen sich hier zwei Diskursmodi globaler Verständigung gegenüber: der auf kommunikativer Vernunft basierende »ideale« Diskurs (Habermas) und die auf Mitgefühl setzende »Kultur der Menschenrechte« (Rorty). Dieses Buch ist jedoch mehr als ein bloßer Vermittlungsversuch: Vielmehr begibt sich die Autorin auf eine Art Spurensuche und führt die divergierenden politischen Visionen auf deren zugrundeliegende Epistemologien zurück. Erst hierdurch wird verständlich, warum Habermas und Rorty folgende Fragen so unterschiedlich beantworten: Müssen wir uns zunächst in rationalen Diskursen annähern, um für Menschen fremder Kulturen Solidarität zu empfinden? Oder aber gelingt die Kultivierung eines umfassenden Mitgefühls, um von dort zu einer transkulturellen Solidarität vorzudringen? Ist eventuell die Substitution der Vernunft durch Mitgefühl ein Gestus der Aufrichtigkeit einer Disziplin, die sich ihrer Grenzen bewusst geworden ist: ein »selbstloser Akt«, der das Eingestehen des eigenen Unvermögens über die Denunziation anderer stellt? Oder aber ist der rationale Diskurs im multikulturellen Dialoggefüge aktueller politischer Diskurse unersetzlich?
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48594-1
- ISBN-Online
- 978-3-495-86060-1
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 328
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Einleitende Gedanken: Menschenrechte in Zeiten der Globalisierung – Probleme, Profile, Perspektiven Kein Zugriff Seiten 13 - 26
- 1.1.1 Zum methodischen Vorgehen Kein Zugriff
- 1.1.2 Verwendete Werke Kein Zugriff
- 1.1.3 Sekundärliteratur und Rezeption Kein Zugriff
- 1.2.1 Konfliktlinien Kein Zugriff
- a. Faktizität und Geltung Kein Zugriff
- b. Moralische und positive Rechte Kein Zugriff
- c. Demokratie und Rechtsstaat Kein Zugriff
- a. Dialog mit dem Westen Kein Zugriff
- b. Dialog mit dem Osten Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Charakteristika der deliberativen Demokratie Kein Zugriff
- c. Strategien der Einbeziehung des Anderen Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Charakteristika der Diskurstheorie und Diskursethik Kein Zugriff
- c. Einbeziehung des Anderen Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Charakteristika der kommunikativen Vernunft Kein Zugriff
- c. Resümee Kein Zugriff
- 1.4.1 Die kommunikative Vernunft als theoretisches Fundament der universalistischen Menschenrechtskonzeption Kein Zugriff
- 1.4.2 Kommunikative Vernunft als Garant der Einbeziehung des Anderen Kein Zugriff
- a. Kommunikative Vernunft und Diskursethik in der Kritik: themenbezogene Strömungen Kein Zugriff
- b. Das Übergehen des Körpers in der Engführung des Intersubjektivitätsbegriffs Kein Zugriff
- c. Die Frage nach der Handlungsmotivation und illokutionären Absicht Kein Zugriff
- d. Möglichkeiten und Grenzen interkulturellen Verstehens Kein Zugriff
- 2.1.1 Zum methodischen Vorgehen Kein Zugriff
- 2.1.2 Verwendete Werke Kein Zugriff
- 2.1.3 Sekundärliteratur und Rezeption Kein Zugriff
- 2.2.1 Konfliktlinien Kein Zugriff
- 2.2.2 Zentrale Thesen Kein Zugriff
- 2.2.3 Aktuelle Kontroversen Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Kritik: Kernprobleme des Essentialismus Kein Zugriff
- c. Therapie: Bildung statt Begründung Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Kritik: Kernprobleme der politischen Kultur Kein Zugriff
- c. Therapie: die Trennung von privater Ironie und liberaler Hoffnung Kein Zugriff
- a. Konfliktlinien Kein Zugriff
- b. Kritik: Kernprobleme der Vernunft Kein Zugriff
- c. Therapie: Empfindung statt Vernunft Kein Zugriff
- 2.4.1 Nischen für Mitgefühl Kein Zugriff
- 2.4.2 Grenzen des Mitgefühls Kein Zugriff
- a. Jürgen Habermas und das Janusgesicht der Wahrheit Kein Zugriff
- b. Richard Rorty und der Abschied von der Philosophie Kein Zugriff
- a. Philosophische Denkbewegungen zwischen Wahrheit und Rechtfertigung Kein Zugriff
- b. Möglichkeiten und Grenzen des epistemischen Zweifels: phänomenologische versus sprachphilosophische Restriktionen Kein Zugriff
- c. Objektivität, Solidarität oder Intersubjektivität? Kein Zugriff
- d. Funktion und Stellenwert der Vernunft Kein Zugriff
- 3.1.3 Bleibende Differenzen zwischen Überzeugen und Überreden Kein Zugriff
- 3.2.1 Methodische Unterschiede Kein Zugriff
- a. Die Gewichtung von Vernunft und Mitgefühl im öffentlichen Raum Kein Zugriff
- b. Perspektivenwechsel als Chiasma zwischen Vernunft und Mitgefühl Kein Zugriff
- 4.1 Die Kultivierung von Menschenrechten in Abhängigkeit von Vernunft und Mitgefühl Kein Zugriff
- 4.2 Perspektivenwechsel ohne Körper? Eine phänomenologische Fußnote Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 317 - 328





