Moderne und Antimoderne
Der Renouveau catholique und die deutsche Literatur- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Catholica, Band 1
- Verlag:
- 02.12.2008
Zusammenfassung
Diese Beiträge eines Heidelberger Colloquiums zu Autoren, Vermittlern, Zeitschriften und großen Werken im sozialen Feld des deutschen Katholizismus schließen klaffende Lücken der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht dabei die Verflechtung der markanten katholischen Literaturbewegung mit wichtigen Vertretern des „Renouveau catholique“. Personelle Kontakte und die Rezeption von Autoren wie Huysmans, Bloy und Claudel zeichnen freilich nicht die Umrisse einer geschlossenen literarischen Kampfformation, sondern setzen Zeichen für eine auffällige ästhetische Pluralisierung: zwischen Konrad Weiß und Heinrich Böll, zwischen Hermann Bahr, Heinrich Lersch, Elisa beth Langgässer, Reinhold Schneider und Stefan Andres. So erstreckt sich das thematische und mentale Spektrum vom christlichen Sozialismus bis hin zum metaphysischen Monarchismus, von franziskanischer Frömmigkeit und christlicher Arbeiterdichtung bis zum tragischen Geschichtsdenken und bis zur Suche nach integralen Sinnstiftungen. Moderne und Antimoderne sind keine Gegensätze, sondern gehören dialektisch zusammen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2008
- Erscheinungsdatum
- 02.12.2008
- ISBN-Print
- 978-3-96821-313-2
- ISBN-Online
- 978-3-98858-078-8
- Verlag
- Rombach Wissenschaft, Baden-Baden
- Reihe
- Catholica
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 608
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- Joris-Karl Huysmans’ ›Supranaturalismus‹ im Zeichen Grünewalds und seine deutsche Rezeption Kein Zugriff Seiten 17 - 42 Achim Aurnhammer
- Der Gralbund und seine Rezeption des Renouveau catholique Facetten des literarischen Katholizismus in Österreich Kein Zugriff Seiten 43 - 66 Rolf Parr
- Hochland-Konstellationen Programme, Konturen und Aporien des literarischen Katholizismus am Beginn des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 67 - 100 Friedrich Vollhardt
- Hermann Platz als Vermittler des französischen Renouveau catholique nach Deutschland Kein Zugriff Seiten 101 - 130 Thomas Pittrof
- Die Epoche der Entscheidungen Peter Wust und der Elsässer Charles/Karl Pfleger als Übersetzer und Vermittler des Renouveau catholique Kein Zugriff Seiten 131 - 166 Wilhelm Kühlmann
- Auferstehung der Metaphysik oder Rückkehr ins Dorf Rheinischer Renouveau catholique in konservativ-revolutionärem Kontext Kein Zugriff Seiten 167 - 186 Richard Faber
- Hermann Bahrs Auseinandersetzung mit Maurice Barrès im Kontext seiner ›Konversion‹ Kein Zugriff Seiten 187 - 204 Stephanie Arend
- Zwischen Décadence und Katholizismus Franz Blei als früher Vermittler des Renouveau catholique in Deutschland und Österreich Kein Zugriff Seiten 205 - 218 Barbara Beßlich
- Demut als Aufbruch Ernst Stadlers Übertragungen von Francis Jammes und Charles Péguy im Kontext des Expressionismus Kein Zugriff Seiten 219 - 234 Roman Luckscheiter
- »Trostelixier für betrübte Zeiten« Zur Rezeption Léon Bloys bei Carl Schmitt und Ernst Jünger Kein Zugriff Seiten 235 - 256 Maximilian Gröne
- Schatten des Leviathan (1933) Carl Schmitt und Konrad Weiß Kein Zugriff Seiten 257 - 306 Wilhelm Kühlmann
- Heinrich Bölls Léon Bloy-Lektüre Ursprünge eines radikalen Katholizismus Kein Zugriff Seiten 307 - 324 Gerhard Sauder
- Katholizismus, Nationalismus, Sozialismus Zur Interferenz weltanschaulicher Formationen im Werk des Arbeiterdichters Heinrich Lersch Kein Zugriff Seiten 325 - 360 Ralf Georg Czapla
- Ruth Schaumann – Autorin und Künstlerin des katholischen Milieus Kein Zugriff Seiten 361 - 380 Wolfgang Braungart
- »War es nicht zum Katholischwerden?« Über die Vorbehalte gegen Döblins Konversion Kein Zugriff Seiten 381 - 396 Marcel Krings
- Die katholischen Dichter in Frankreich und das deutsche Geistesleben Hans Urs von Balthasar als Deuter und Mittler des Renouveau catholique Kein Zugriff Seiten 397 - 412 Volker Kapp
- Renouveau catholique zwischen den Fronten Orte und Strategien produktiver Claudel-Rezeption im deutschen Nachkriegsdrama Kein Zugriff Seiten 413 - 432 Wolf Gerhard Schmidt
- »Vom Felsengrund allgemeiner Ideen« Musil und Kassner als Leser Paul Claudels Kein Zugriff Seiten 433 - 446 Hartmut Cellbrot
- »Wie ein kristallenes Bad« Elisabeth Langgässers Claudel-Lektüren Kein Zugriff Seiten 447 - 474 Daniel Hoffmann
- Elisabeth Langgässers Modernitätsanspruch Kein Zugriff Seiten 475 - 488 Carsten Dutt
- Ein Anti-Claudel? Gertrud von le Fort und der französische Renouveau catholique Kein Zugriff Seiten 489 - 510 Joël Pottier
- Literarische Menschenrechtsproklamationen in finsterer Zeit … Reinhold Schneiders Las Casas vor Karl V. und Heinrich Manns Die Vollendung des Königs Henri Quatre im Vergleich Kein Zugriff Seiten 511 - 542 Theodor Verweyen
- »… das Erdengeschehen zu Gott zu führen« Religiöse Programmatik am Beispiel Reinhold Schneiders Kein Zugriff Seiten 543 - 568 Burckhard Dücker
- Klaus Mann und der Renouveau catholique Kein Zugriff Seiten 569 - 586 Thomas Richter
- Endzeitliche Parabolik Stefan Andres’ Synesios-Roman (1971) Kein Zugriff Seiten 587 - 598 Wilhelm Kühlmann
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 599 - 608





