Freie Anerkennung übergeschichtlicher Bindungen
Katholische Geschichtswahrnehmung im deutschsprachigen Raum des 20. Jahrhunderts- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Catholica, Band 2
- Verlag:
- 07.05.2010
Zusammenfassung
Der Weg zur Geschichte im »langen« 19. Jahrhundert war für deutsche Katholiken mühsamer als für ihre protestantischen Konfessionsverwandten. Er verlief mit anderen Sicherungen und Rücksichten, unter größeren Vorbehalten und stärkeren Anfeindungen, insgesamt in langsamerem Tempo und unter Rückschlägen und Verspätungen, die die Folge kirchengeschichtlicher, nationalstaatlicher und säkularer kultureller Entwicklungen waren. Dennoch bildete sich im Verlauf des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum eine nach Medien und Gattungen reich differenzierte katholische Geschichtskultur heraus. Ihre Zeugnisse aus der Zeit nach den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts waren Gegenstand einer Tagung im Mai 2007 in Dresden, deren Ergebnisse der vorliegende Berichtband dokumentiert. Dabei zeigt sich: Die Wendung katholischer Autoren zur Geschichte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ruhte auf historischen Bedingungsgefügen, Erfahrungsprozessen und Reaktionsmustern, die im Umgang mit und der Erfahrung von Geschichte im 19. Jahrhundert ausgebildet wurden.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2010
- Erscheinungsdatum
- 07.05.2010
- ISBN-Print
- 978-3-96821-346-0
- ISBN-Online
- 978-3-98858-079-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Catholica
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 532
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Geschichtskulturen des deutschsprachigen Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 9 - 44 Thomas Pittrof, Walter Schmitz
- Entfremdung und Bewahrung. Zum Kultur- und Geschichtsverständnis der deutschen Katholiken im 19. und 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 45 - 60 Hans Maier
- »Die Idee der Ganzheit« Historismus und Katholizismus bei Franz Schnabel (1887-1966) Kein Zugriff Seiten 61 - 88 Daniel Fulda
- Helene Weber (1881-1962) als katholische Publizistin Kein Zugriff Seiten 89 - 106 Annett Büttner
- Das Reich zwischen Mythisierung und Heilserwartung Katholische Deutungen des Heiligen Römischen Reiches und des Habsburgerreiches in Deutschland und Österreich 1919-1933/1938 Kein Zugriff Seiten 107 - 130 Elke Seefried
- »Um das neue Deutschland«Geschichtsdiagnose und politische Vision in der katholischen Publizistik der Rhein-Mainischen Volkszeitung (1923-1933) Kein Zugriff Seiten 131 - 140 Christoph Michel
- »Seher und Rufer zu nationalem Selbstbewußtsein« Zur Görres-Rezeption in der Zeit der Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 141 - 160 Florian Krobb
- Das christliche Abendland und das Ringen um Europa Erich Przywaras SJ (1889-1972) Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus Kein Zugriff Seiten 161 - 180 Volker Kapp
- Joseph Bernhart (1881-1969) Vom Mysterium der Geschichte Kein Zugriff Seiten 181 - 194 Daniel Hoffmann
- »Die kleine Hure, die heute in Deutschland Geschichte heißt«Geschichtsreflexion als Zeitkritik bei Theodor Haecker (1879-1945) Kein Zugriff Seiten 195 - 212 Guido Bee
- Christus Priester und König Über das Gottesreich auf Erden nach Alois Dempf (1891-1982) Kein Zugriff Seiten 213 - 228 Thomas Ruster
- Geschichtsbewältigung als FamiliendramaIlse von Stachs (1879-1941) Schauspiel Melusine (1922) und das Konzept des christlichen Sozialismus Kein Zugriff Seiten 229 - 252 Claudia Steinkämper
- Enrica van Handel-Mazzetti (1871-1955)Anmerkungen zu Produktionsästhetik, Geschichtsbild und Gender anhand von Johann Christian Günther (1928), Das Rosenwunder (1924-1927) und Der deutsche Held (1929) Kein Zugriff Seiten 253 - 272 Bettina Gruber
- Reinhold Schneider (1903-1958) Geschichtspoetik und Reichsidee Kein Zugriff Seiten 273 - 298 Walter Schmitz
- Das »Hotel« als Chiffre der Reichsästhetik von Reinhold Schneider (1903-1958) Kein Zugriff Seiten 299 - 324 Klaus Schuhmacher
- Massenwahn und BarbareiGeschichtsdeutung und Zeitkritik in Reck-Malleczewens (1884-1945) Bockelson (1937) Kein Zugriff Seiten 325 - 336 Wilhelm Haefs
- Karl Ottens (1889-1963) allegorische GeschichtsdeutungDie Siebenschläfer (1918), Der schwarze Napoleon (1931), Torquemadas Schatten (1938) Kein Zugriff Seiten 337 - 350 Dieter Breuer
- Nach der Geschichte? Erinnerung und Erlösung in Stefan Andres’ (1906-1970) Werken aus der ›Inneren Emigration‹ – am Beispiel der Novelle Wir sind Utopia (1942/43) Kein Zugriff Seiten 351 - 366 Michael Braun
- »Ich habe das Historische nie als eine Flucht aus der eigenen Zeit empfunden« Wahrnehmung und Deutung der Geschichte bei Gertrud von le Fort (1876-1971) Kein Zugriff Seiten 367 - 380 Joël Pottier
- Erfahrung von Zeitgeschichte und religiöse Bekehrung in Alfred Döblins (1878-1959) Schicksalsreise (1949) Kein Zugriff Seiten 381 - 392 Günter Niggl
- Der Logos und das FleischAktualität und Geschichtsdeutung in der Märkischen Argonautenfahrt (1950) von Elisabeth Langgässer (1899-1950) Kein Zugriff Seiten 393 - 404 Ludwig Stockinger
- Streit um RomWerner Bergengruen (1892-1964), Wolfgang Koeppen (1906-1996), Gertrud von le Fort (1876-1971) und Reinhold Schneider (1903-1958) im Vergleich Kein Zugriff Seiten 405 - 432 Richard Faber
- »Die Zeit macht aus ihren Zeugen immer Vergessende«Katholizismus und Nationalsozialismus im Werk von Thomas Bernhard (1931-1989) Kein Zugriff Seiten 433 - 464 Josef Mautner
- Auf der Suche nach der konkreten geschichtlichen StundeDie »Rundfunkarbeit von Christen« – am Beispiel des NWDR-Köln Kein Zugriff Seiten 465 - 478 Hans-Ulrich Wagner
- Geschichtsdeutung und VergangenheitspolitikDie Kommission für Zeitgeschichte und das Netzwerk kirchenloyaler Katholizismusforscher 1945-2000 Kein Zugriff Seiten 479 - 522 Olaf Blaschke
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 523 - 532





