Ankommen in der Republik
Thomas Mann, Nietzsche und die Demokratie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Die deutsche Revolution von 1918 hat mit Thomas Manns Bekenntnis zur Weimarer Republik eine Affirmation erhalten, die für das Verhältnis von Kultur und Politik von großer Bedeutung ist. In dieser Zeit avanciert Thomas Mann zu einem prominenten Anti-Faschisten und Kritiker des Nationalsozialismus, wobei seine politischen Überzeugungen und Stellungnahmen durch das Werk Friedrich Nietzsches inspiriert werden. Dabei erfährt Nietzsche durch Thomas Mann eine republikanische Zähmung, die ihn von faschistischen Vereinnahmungen entlastet. So fordern Thomas Manns Kritik und Verteidigung Nietzsches zu einer philosophischen Bestandsaufnahme am Leitfaden von historischer Erfahrung auf, die neue Einsichten zum analytischen Potenzial von Nietzsches Philosophie (z. B. der Wille zur Macht) für das 20. Jahrhundert erschließt. Dies führt zu systematischen Unterscheidungen zwischen Zentrum und Peripherie eines radikalen Philosophierens mit der These, dass nicht der »ganze« Nietzsche, aber ein liberaler Nietzscheanismus auch für das 21. Jahrhundert besondere Relevanz besitzt. Der Satz Adornos, dass Nietzsche von Thomas Mann für die Humanität gerettet wurde, erlangt dadurch seine philosophische Vertiefung.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-495-48904-8
- ISBN-Online
- 978-3-495-81354-6
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 352
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 20
- 1.1 Kulturkrieg mit und gegen Nietzsche Kein Zugriff
- 1.2 Thomas Mann und die »Ideen von 1914« Kein Zugriff
- 1.3 Offenes Problem: »Demokratie des Herzens« versus realpolitische Form Kein Zugriff
- 2.1 »Deutsche Demokratie« mit Nietzsche Kein Zugriff
- 2.2 Republik und Humanität: Ressourcen der Romantik Kein Zugriff
- 2.3 Republikanische Wende: Politische Identifikation und ästhetische Distanz Kein Zugriff
- 2.4 Zwischenbilanz: Thomas Mann und Nietzsche in der Republik Kein Zugriff
- 3.1 Wille zur Macht und politische Ambivalenz bei Nietzsche Kein Zugriff
- 3.2 Dionysischer Radikalismus und Politik: vier Modelle Kein Zugriff
- 3.3 Wille zur Macht, Krieg und historische Erfahrung: Nietzsche, Max Weber und Thomas Mann Kein Zugriff
- 4.1 »Militante Demokratie« gegen Faschismus Kein Zugriff
- 4.2 Nietzsche contra Wagner – Thomas Mann contra Hitler Kein Zugriff
- 4.3 Nietzsche und Doktor Faustus Kein Zugriff
- 4.4 Nietzsche, Leverkühn, deutsche Politik Kein Zugriff
- 5.1 Nietzsche-Kritik und ästhetische Würdigung Kein Zugriff
- 5.2 Hintergrund: Georg Lukács und die »marxistische Scholastik« Kein Zugriff
- 5.3 Hintergrund: Der »fürchterliche« Alfred Bäumler Kein Zugriff
- 6.1 Thomas Mann: Nietzsche als Seismograph des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 6.2 Nietzsche und das 20. Jahrhundert: Moral-Kriege und große Politik Kein Zugriff
- 6.3 Neue Moralen im weltpolitischen Kampf Kein Zugriff
- 6.4 Nietzsche und die Transformation des Menschen Kein Zugriff
- 7.1.1 Nietzsche im Kontinuitäts-Modell Kein Zugriff
- 7.1.2 Nietzsche und das Differenz-Modell Kein Zugriff
- 7.2.1 Übermensch, ewige Wiederkehr, amor fati Kein Zugriff
- 7.2.2 Ausnahmemenschen und menschliche Perfektion Kein Zugriff
- 7.3.1 Zentrum und Peripherie Kein Zugriff
- 7.3.2 Historische Realität, philosophische Revisionen und Nietzsches Relevanz Kein Zugriff
- 8.1.1 Historischer Atheismus und die Metaphysik der menschlichen Selbstbejahung: Nietzsche und Charles Taylor Kein Zugriff
- 8.1.2 Kunst und fragmentierte Moderne: Adorno, Nietzsche, Thomas Mann Kein Zugriff
- 8.2 Liberaler Nietzscheanismus und Konflikt-Demokratie Kein Zugriff
- 8.3 Thomas Mann und Nietzsche: Kulturelle Elite in der Demokratie Kein Zugriff
- Thomas Mann Kein Zugriff
- Friedrich Nietzsche Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 347 - 352





