
Figura als Bild
Streiflichter zu Dürer und zum Mediendiskurs in Mittelalter und früher Neuzeit- Autor:innen:
- Reihe:
- BildEvidenz
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Im Diskurs um »figura« kristallisieren sich in Mittelalter und früher Neuzeit vielzählig facettenreiche Vorstellungen von der Medialität bildlicher Figurenevidenz, die sich exemplarisch im Werk von Dürer fassen lassen. Entstammt »figura« als Begriffskategorie der Rhetorik und der biblisch-theologischen Exegese, so ist sie doch zugleich auch den vielfältigen Diskursen um die bildliche Formschaffung aus der Kraft einer figurierenden Imagination verknüpft. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche visuelle und materielle Konkretheit der figuralen Bildlichkeit und ihrer ästhetischen Gestalt zukommt. Mit »figura« werden gleichsam die medialen Bedingungen und Effekte der bildlichen Evidenz mit all ihren Interferenzen von Repräsentation und Präsenz, dem ‚Was‘ und dem ‚Wie‘ des Bildes aufgerufen. Diese Evidenz reicht über die Figürlichkeit im Sinn einer gegenständlich fassbaren und motivisch definierten Repräsentation hinaus und hebt auf eine Sinnfülle und Erfahrungsdimension des Dargestellten ab, die sich wesentlich aus der Präsenz seiner bildlichen Erscheinung selbst ergibt und jenseits des ästhetischen Soseins dieser bildnerisch-medialen Ausprägung nicht zu fassen ist. Das facettenreiche Spektrum dieses Diskurses umfasst mittelalterliche Kontroversen um Christi figurale Gegenwart im Bild oder Entwürfe der »imago figurata« im Barock ebenso wie künstlerische Praktiken der Renaissance, etwa bei Leonardo und in exemplarischer Weise bei Albrecht Dürer.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5406-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8412-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- BildEvidenz
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 224
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1. Inwendig voller Figur: Der Künstler und sein Werk Kein Zugriff
- 2. Vom Unsichtbaren in die Sichtbarkeit: ›figura‹ als poietisches und bildmediales Dispositiv Kein Zugriff
- 3. ›figura‹, ›pictura‹, ›representacio‹: Christi Erscheinungsgegenwart im Bild Kein Zugriff
- 4. Ordnungen der bildlichen Bedeutungsproduktion: Typologische und figurale Sinnoptionen Kein Zugriff
- 1. Blick und Gegenblick, Immersion und Reflexion: Ästhetische Erfahrungsmodi der Passion und der Bedrängnis, der Verheißung und der Gnade Kein Zugriff
- 2. Figurale Augenscheinlichkeit: Goldgrund und Eule, Ornament und Allegorie Kein Zugriff
- 3. Sichtbare Unersichtlichkeit: Energetische Farbpräsenz im Medium des Nichtfigurativen Kein Zugriff
- 4. ›infigurabilis in figuram‹: Marmorfiktionen im Diskursfeld von Medienästhetik, Kunstreflexion und Bildtheologie Kein Zugriff
- III. Gestörte Sichtbarkeit und Defiguration: Dürers amorphe Felslandschaft mit einem Drachen Kein Zugriff Seiten 95 - 100
- 1. Visionserlebnis – Bilderlebnis: Augenzeugenschaft des Unsehbaren Kein Zugriff
- 2. Das Wunderwerk der himmlischen Prodigien: Bildliche Figuren im Mediendiskurs Kein Zugriff
- 3. Naturbild und Fiktion, Mimesis und Imagination: Ästhetische Modi der Figurenevidenz Kein Zugriff
- V. Sechs Kissen und ein Selbstbild: Energetische Textur und zeichnerische Autoreferenz Kein Zugriff Seiten 119 - 124
- 1. Oberflächenreiz und Bildfeldordnung: Diskrepante Modi der sensorischen Farbtextur Kein Zugriff
- 2. Schreckensbild und Faszinosum: Komplementäre Wirkungen der figuralen Bildlichkeit Kein Zugriff
- VII. Bild und Text als autografische Figuren: Dürers Albtraum einer Sintflut Kein Zugriff Seiten 143 - 150
- 1. Schriftbild und semantische Textur: Notate der Übergänglichkeit Kein Zugriff
- 2. Fluide Figuren: Das Kreuz und seine bildliche Ersichtlichkeit Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 173 - 221
- Abbildungsnachweise Kein Zugriff Seiten 222 - 222
- Dank Kein Zugriff Seiten 223 - 224




