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Aufklärung und Religion

Perspektiven der kantischen Religionsphilosophie
Autor:innen:
Verlag:
 28.06.2023

Zusammenfassung

Sapere aude. Versuche dich Deiner eigenen Vernunft zu Deinen wahren absoluten Zwecken zu bedienen. So beantwortet Kant in einer späten Formulierung die Frage, was Aufklärung sei. Deutlich wird darin einerseits deren Bezug zu seinem ›Weltbegriff der Philosophie‹, den er als Lehre von den ›wesentlichen Zwecken‹ und vom ›höchsten Zweck der Vernunft‹ bestimmt. Andererseits rückt Aufklärung in unvermutete Nähe zu Kants Kennzeichnung der Religion als ›höchste Angelegenheit des Menschen‹. Eine ausschließlich religionskritische Akzentuierung des Themas Aufklärung und Religion verliert damit an Plausibilität. Ausgehend von diesem Befund weist Rudolf Langthaler die Bedeutung der ›aufgeklärten‹ Religion in der Philosophie Kants nach und untersucht im Ausgang vom Problem der Existenz Gottes das Verhältnis von Religion und moralisch-praktischer Vernunft, das im Denken des Aufklärers mit dem Thema der ›Selbsterhaltung der Vernunft‹ eng verbunden ist. Es zeigt sich, dass dies ebenso eine Erörterung des komplexen Zusammenhangs von Vernunft und Offenbarung erfordert. Abschließend wird Kants erstaunlich distanziertes Verhältnis zu Lessing thematisiert, dessen dramatisches Gedicht Nathan der Weise jener bemerkenswerterweise sehr kritisch beurteilt.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2023
Erscheinungsdatum
28.06.2023
ISBN-Print
978-3-95832-341-4
ISBN-Online
978-3-7489-1745-8
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
324
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
        1. Die »Welt, darin wir leben« (III 647): »Bewusstes Leben«, das vernunft-orientiert »geführt« werden muss Kein Zugriff
        1. Die im Dienst der Aufklärung (und im Kampf gegen »Vermessenheit«) stehende »Selbsterhaltung der Vernunft« – im Kontext des »Weltbegriffs der Philosophie« Kein Zugriff
      1. Anmerkung 1: Zu Schellings (indirektem) Rekurs auf den kantischen »Weltbegriff der Philosophie« Kein Zugriff
      2. Anmerkung 2: Kants »Weltbegriff der Philosophie« in der Rezeption (a) Dieter Henrichs und (b) Jürgen Habermas’ Kein Zugriff
        1. Ein erster Schritt: Die »Moralisierung des Gottesgedankens« – der durch »größere Bearbeitung sittlicher Ideen« erst herausgebildete (»von uns selbst gemachte«) Gottesbegriff des »moralisch bestimmten... Kein Zugriff
        2. Ein notwendiger weiterer Schritt: Das – assertorisch-»Gott-setzende« – Vernunftpostulat: »Ich will, dass ein Gott sei« als Fundament des »Hoffnungsglaubens« Kein Zugriff
        3. Das »minimum der Erkenntnis«: »es ist möglich, dass ein Gott sei« und Kants postulatorischer Satz, es sei »moralisch notwendig«, »dass ein Gott sei« Kein Zugriff
      1. Der in dem »Ich will, dass ein Gott sei…« sich manifestierende »Zuwachs« durch »praktische Vernunft« Kein Zugriff
        1. Weshalb jenes assertorische »Ich will, dass ein Gott sei«, sich keinem bloßen »Wunschdenken« verdankt und auch kein »Produkt des Wahnes« und der »leeren Sehnsucht« ist Kein Zugriff
        1. Der »Zweifelglaube« im Kontext der »authentischen Theodizee« Kein Zugriff
        2. Eine abschließende Anmerkung: Eine späte Notiz Kants über den »Zweifel« Kein Zugriff
      1. Eine Korrektur des bloßen »Vehikelglaubens«? Zutage tretende Spannungen – und Widersprüche? Kein Zugriff
      1. Der »theoretische Mangel des Vernunftglaubens« und der Mangel des »moralischen Unvermögens« angesichts des »radikal Bösen«, das »nicht sein sollte und doch ist« (Schelling) Kein Zugriff
      1. Exkurs: »Was dürfen« und »was sollen wir hoffen?« – und ein Blick auf Kants Lehre vom »höchsten gemeinschaftlichen Gut« Kein Zugriff
      1. Die notwendige »Selbstbegrenzung der (praktischen) Vernunft«: Problematische spekulative »Vernunftideen«, assertorische »moralische Ideen« und die reflektierenden »moralisch transzendenten Ideen« – i... Kein Zugriff
      1. Eine daraus resultierende Kritik an Lessings undifferenzierter Gesinnung »gegen alle positiven Religionen« in der Ringparabel – und ein Widerspruch zu Lessings »Erziehung des Menschengeschlechts« Kein Zugriff
        1. Und ein vermutlicher Einwand Kants gegen den Spruch des »weisen Richters« in der Ringparabel Kein Zugriff
        2. Mögliche kantische Vorbehalte gegen Lessings Motiv eines »Wettstreits der Religionen« Kein Zugriff
  3. Literatur Kein Zugriff Seiten 311 - 320
  4. Register Kein Zugriff Seiten 321 - 324

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