
Selbstbehauptung
Autobiographisches Schreiben vom Krieg bei Goethe, Heine, Fontane, Benn, Jünger, Handke- Autor:innen:
- Reihe:
- Das Abendland N.F., Band 39
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Autobiographische Texte vom Krieg sind bislang oft als "Memoiren" abgestempelt oder lediglich von Historikern als "Quellen" herangezogen worden. Jan Röhnerts umfangreiche Studie zeigt an kanonischen Autoren und Texten von Johann Wolfgang Goethe über Heinrich Heine, Theodor Fontane, Gottfried Benn und Ernst Jünger bis zu Peter Handke, dass die moderne Gattung der Autobiographie aufs engste mit der Darstellung des Krieges verbunden ist. Unter dem von Hans Blumenberg entlehnten Begriff der Selbstbehauptung werden literarische Strategien der Objektivierung, Ästhetisierung und Anekdotisierung zusammengefasst, die seit der 1822 veröffentlichten "Campagne in Frankreich 1792" Goethes unter wechselnden historischen und biographischen Vorzeichen in unterschiedlichen poetologischen Konstellationen wiederkehren - in Heines "Buch Le Grand" ebenso wie in Fontanes "Kriegsgefangen", Benns "Doppelleben", Jüngers "Strahlungen" und nicht zuletzt Handkes "Winterliche Reise". Auf diese Weise entsteht das fesselnde Panorama einer in dichten Lektüren nachgewiesenen Verwandtschaft von Autobiographen, die sich am Krieg abarbeiten und dabei letztlich ein Ziel verfolgen: die Rettung des Ich.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-465-03851-1
- ISBN-Online
- 978-3-465-13851-8
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Das Abendland N.F.
- Band
- 39
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 554
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 36
- 1. Heteronomie und Selbstbehauptung im Kontext der "Campagne" Kein Zugriff
- 2. Zur "Campagne" in der Forschung und dem eigenen Ansatz Kein Zugriff
- 3. Die "Campagne" als Modell autobiographischer Selbstbehauptung Kein Zugriff
- 1. Autobiographie ohne Gattungscharakter Kein Zugriff
- 2. Einflussangst als Katalysator autobiographischer Selbstbehauptung Kein Zugriff
- 3. "Das Buch Le Grand" als Auftakt zum autobiographischen Projekt Kein Zugriff
- 4. Die "Helgoländer Briefe" Kein Zugriff
- 5. Der autobiographische Augenzeuge der "Französischen Zustände" Kein Zugriff
- 6. Politische Anekdotik und ästhetische Camouflage in der "Lutezia" Kein Zugriff
- 1. Ich-Behauptung hinter der Front Kein Zugriff
- 2. "Kriegsgefangen" Kein Zugriff
- 3. Lektionen in Realismus Kein Zugriff
- 4. "Aus den Tagen der Okkupation" Kein Zugriff
- 5. Das Moment der Nachträglichkeit Kein Zugriff
- 6. Ausweichmanöver ins Anekdotische Kein Zugriff
- 1. Zur Polemik der Selbstbehauptung in Nietzsches "Ecce homo" Kein Zugriff
- 2. Der Kriegstopos in Benns autobiographischer Poetik Kein Zugriff
- 3. Benn als Leser von Goethes "Campagne" Kein Zugriff
- 4. Formbehauptung als Selbstbehauptung Kein Zugriff
- 1. Selbstentgrenzung durch Technik Kein Zugriff
- 2. Das Tagebuch Kein Zugriff
- 3. Objektivierung des Schreckens Kein Zugriff
- 4. Der ästhetische Diskurs Kein Zugriff
- 5. Metamorphosen des Anekdotischen Kein Zugriff
- 6. Geträumte Synthesen Kein Zugriff
- 7. "Siebzig verweht" Kein Zugriff
- 1. Utopische Selbstbehauptung im wiederholten Schrift-Raum Kein Zugriff
- 2. "Noch einmal für Thukydides" Kein Zugriff
- 3. "Eine winterliche Reise" Kein Zugriff
- 4. "Die Kuckucke von Velika Hoča" Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 535 - 548
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 549 - 554




