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Schrift und Gesellschaft

Die Kraft der Inskriptionen in der Produktion des Sozialen
Autor:innen:
Verlag:
 21.08.2017

Zusammenfassung

Im vorliegenden Buch wird der Frage nach dem möglichen Zusammenhang zwischen Schrift und Verhalten nachgegangen, und zwar aus einer interdisziplinären Perspektive. An den philosophischen Problemlagen der Kraft der Sprache (Austin) ansetzend, werden Bedeutungsprozesse (Derrida) als Metaphern für die Produktion des Sozialen analysiert. Damit einher geht der Versuch, die hartnäckige, immer noch bestehende Schriftvergessenheit heutiger Sozialtheorie (am Beispiel von Habermas, Bourdieu und Butler) zu überwinden. Zwei Schriftparadigmen werden gegeneinander abgewogen, um die Rolle der Schrift in der Produktion sozialer Ordnung zu erklären: Ansätze des sogenannten Überlieferungsparadigmas der Schrift, nämlich die erste Generation der Schriftforschung (Havelock, McLuhan, Goody und Ong), das Mündlichkeits-Schriftlichkeits-Paradigma, Luhmanns Systemtheorie und die funktionale Pragmatik von Ehlich und Rehbein werden kritisch erörtert, um die Umstellung auf ein Dokumentationsparadigma der Schrift zu rechtfertigen, welches anhand von Bruno Latours Inskriptionstheorie skizziert wird. Durch das vorgeschlagene Dokumentationsparadigma der Schrift wird einerseits das Verständnis der Schrift als Kommunikationsmedium zwischen Abwesenden, andererseits der konstitutive Individualismus-Bias der Schriftforschung definitiv verabschiedet. In den institutionellen Räumen, in denen Dokumente kollektiv erstellt werden müssen, gründet Schrift Sozialität; dort erbringt sie ihre Vergesellschaftungsleistung dadurch, dass Kognitionen, Wahrnehmungen, Interaktionen und die unterschiedlichsten sprachlichen und nicht sprachlichen Handlungen kraft des zu produzierenden Dokuments synchronisiert werden. Dies strukturiert das menschliche Verhalten, so entsteht soziale Ordnung.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2017
Erscheinungsdatum
21.08.2017
ISBN-Print
978-3-95832-105-2
ISBN-Online
978-3-8452-8742-3
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
360
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
    1. Handlung und Interaktion: Schriftvergessenheit Kein Zugriff
    2. Wozu eine soziologische Schrifttheorie? Kein Zugriff
      1. Die performativen Äußerungen und die Ritualisierung der normalen Sprache Kein Zugriff
      2. Die Wende zur Sprechakttheorie Kein Zugriff
      3. Der Gesamtsprechakt in der Gesamtsprechsituation Kein Zugriff
      1. Schrift und Dekonstruktion: Die textuelle Parasitierung metaphysischer Probleme Kein Zugriff
      2. Iterabilität und die konstitutive Instabilität des Zeichens Kein Zugriff
      3. Restance und die Stabilität des Zeichens Kein Zugriff
      1. Die texttheoretische Kluft der Diskurstheorie Kein Zugriff
      2. Die ideale Sprechsituation als Grundlage des Diskurses Kein Zugriff
      3. Texttheoretische Überlegungen Kein Zugriff
      1. Was heißt Sprechen? Sprachlicher Habitus und die Soziologie der Rede Kein Zugriff
      2. Die kritische Kraft des häretischen Diskurses Kein Zugriff
      1. Die performative Iterabilität der Geschlechtsidentität Kein Zugriff
      2. Resignifizierung zwischen logos und phone Kein Zugriff
      3. Zwischenbilanz: Handeln als Sprechen Kein Zugriff
      1. Das Medium Schrift Kein Zugriff
      2. Das griechische Alphabet Kein Zugriff
      3. Die sozialen Folgen der Schriftlichkeit Kein Zugriff
      4. Schrift und die Umstrukturierung des Denkens Kein Zugriff
      5. Fazit und Überblick Kein Zugriff
      1. Mündlichkeit und Schriftlichkeit Kein Zugriff
      2. Die literarische Schreibszene Kein Zugriff
      1. Schrift und die Ausdifferenzierung von Funktionssystemen Kein Zugriff
      2. Schrift und Evolution Kein Zugriff
      3. Schemata Kein Zugriff
      1. Interaktion in Institutionen: Sprechhandlungsmuster Kein Zugriff
      2. Der Text als Zerdehnung der Sprechsituation Kein Zugriff
      3. Zwischenbilanz: Schrift als Medium der Überlieferung – Distanz und Abwesenheit Kein Zugriff
        1. Das Referenzmodell Kein Zugriff
        2. Das Intertextualitätsmodell Kein Zugriff
      1. Bilanz: Dokumentation als gesellschaftliche Praktik Kein Zugriff
      1. Das Problem der performativen Kraft von Texten Kein Zugriff
      2. Die kollektive Arbeit an Inskriptionen Kein Zugriff
      3. Die soziologische Schreibszene und die Produktion des Sozialen Kein Zugriff
  2. Schlussbemerkungen – Gesellschaftskritische Implikationen Kein Zugriff Seiten 327 - 330
  3. Literatur Kein Zugriff Seiten 331 - 360

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