Rechtliches Verhalten und die Idee der Gerechtigkeit
Ein anthropologischer Entwurf- Autor:innen:
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Im Mittelpunkt dieser Rechtsphilosophie steht die Entdeckung, durch welche das Recht seine Autonomie gegenüber ethisch-moralischer oder geschichtlich positivistischer Letztbegründung erhält. Sie entwickelte sich aus der Entlastung von ethischen Ansprüchen durch performativ-rituelle Sprechakte, die als symbolische Handlungen ein eigenes System schaffen, in dem alle sozialen Verhaltensweisen auf einen gerechten Ausgleich geprüft werden können.
Inhaltlich werden in Fortentwicklung der transzendentalen Rechtslehre Kants und Fichtes die Rechtsstrukturen aus ihren Bedingungen und zugleich in Auseinandersetzung mit der vergleichenden Verhaltenslehre anthropologisch begründet. Rechtlicher Ausgleich zeigt sich zurückführbar auf den Grundsatz des gegenseitigen Vorteils oder Nutzens, der – nicht utilitaristisch verstanden – sich im Vertragsverhältnis manifestiert.
Das Urmodell des Vertrags begründete trotz seiner Unzulänglichkeit – besonders deutlich erkennbar am Strafrecht – alle Rechtszweige, so auch die Rechtsgemeinschaft des Staates (Gesellschaftsvertrag), der sich als Rechtsstaat jedoch erst aus der Gewaltherrschaft entwickeln musste. Die verschiedenen Vertragstypen, also der Kaufvertrag, der Arbeitsvertrag und der auf das Marktgesetz von Angebot und Nachfrage beschränkte Wirtschaftsvertrag, geraten jedoch in ein schwierig zu erhaltendes Gleichgewicht bei der sozialen Gerechtigkeit und bei den völkerrechtlichen Verträgen mit den eine universale Geltung beanspruchenden Menschenrechten.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5477-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3161-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 689
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 14
- Erläuterung der titelgebenden und vorausgesetzten Begriffe Kein Zugriff Seiten 15 - 23
- Rechtliches Verhalten und Handlungslogik Kein Zugriff Seiten 23 - 29
- Die Methode einer „transzendierenden Analyse“ Kein Zugriff Seiten 29 - 38
- Rechtsgeltung Kein Zugriff Seiten 39 - 57
- Tausch als Ursprung des Rechtsverhältnisses Kein Zugriff Seiten 57 - 65
- Das Förmliche im Recht und die Ritualisierung der Transzendenz Kein Zugriff Seiten 65 - 69
- Der förmliche Charakter des Rechts als symbolische Handlung Kein Zugriff Seiten 69 - 75
- Die Tabuisierung von Rechten durch das Gewissen Kein Zugriff Seiten 75 - 83
- Die Idee der Gerechtigkeit und die Frage nach den Werten Kein Zugriff Seiten 83 - 88
- Legitimation des Rechts durch die Religion und die Idee der Utopie Kein Zugriff Seiten 88 - 94
- Praktizierte Begriffe Kein Zugriff Seiten 94 - 122
- Die Bundestheologie und das Gebot Kein Zugriff Seiten 123 - 135
- Das Erlaubnisgesetz Kein Zugriff Seiten 135 - 145
- Recht und Pflicht Kein Zugriff Seiten 145 - 152
- Norm und Pflicht Kein Zugriff Seiten 152 - 154
- Sanktion und Rechtsvollzug Kein Zugriff Seiten 154 - 160
- Wie ist Gerechtigkeit durchsetzbar? Kein Zugriff Seiten 161 - 168
- Die aristotelische Einteilung der Rechtssphären und die Gewaltenteilung Kein Zugriff Seiten 168 - 170
- Kritische Erörterung der ausgleichenden Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 170 - 174
- Die geschichtliche Transformationen des aristotelischen Modells Kein Zugriff Seiten 174 - 179
- Die Entstehung der Gewaltenteilungslehre Kein Zugriff Seiten 179 - 185
- Die Gewaltenteilungslehre und die Verrechtlichung des Lebens Kein Zugriff Seiten 185 - 189
- Die Durchführung der ausgleichenden Gerechtigkeit im Vertragsmodell Kein Zugriff Seiten 189 - 192
- Nichtvertragliche Formen des Zivilrechts Kein Zugriff Seiten 192 - 200
- Gerichtswesen: anthropologische Grundlagen Kein Zugriff Seiten 201 - 206
- Das Subjektive im Urteil Kein Zugriff Seiten 206 - 208
- Das Gericht und der Richter Kein Zugriff Seiten 208 - 214
- Das Gericht als Instanz Kein Zugriff Seiten 214 - 216
- Das Gericht als Institution Kein Zugriff Seiten 216 - 219
- Die Gerichtsverfassung und die freiwillige Gerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 219 - 223
- Zivilrechtliche Verfahren als Abwicklung „enttäuschter Erwartungen“ Kein Zugriff Seiten 223 - 226
- Der Rechtsanwalt als Verteidiger Kein Zugriff Seiten 226 - 230
- Gedanke und Tat im menschlichen Verhalten und die Schuldfrage Kein Zugriff Seiten 231 - 238
- Begriffliche Verwirrung und menschliche Verirrung im Abtreibungsrecht Kein Zugriff Seiten 238 - 244
- Rechtfertigungstheorien der Strafe Kein Zugriff Seiten 244 - 250
- Die wissenschaftliche Erkenntnis und die strafrechtliche Gesetzgebung Kein Zugriff Seiten 250 - 258
- Die Tötungsdelikte: Aufhebung der Todesstrafe Kein Zugriff Seiten 258 - 260
- Rechtlich verbindliche geschichtliche Elemente im Strafrecht Kein Zugriff Seiten 260 - 264
- Das Strafverfahren Kein Zugriff Seiten 264 - 268
- Strafprozeß und Strafverfahren Kein Zugriff Seiten 268 - 269
- Institutionalisierte Rechtsberatung Kein Zugriff Seiten 269 - 270
- Strafrechtlich verfolgte politische Delikte Kein Zugriff Seiten 270 - 272
- Bekenntnis und Geständnis Kein Zugriff Seiten 272 - 275
- Die Tötungsdelikte und die Begnadigung Kein Zugriff Seiten 275 - 278
- Das Gewissen im Strafrecht Kein Zugriff Seiten 278 - 280
- Das Strafmonopol des Staates und das Ermittlungsverfahren Kein Zugriff Seiten 280 - 283
- Das Disziplinarstrafrecht und die Fortgeltung ethischer Tugenden im Recht Kein Zugriff Seiten 283 - 290
- „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ Kein Zugriff Seiten 291 - 298
- Die »Habeas-Corpus-Akte« Kein Zugriff Seiten 298 - 300
- Schutz des Eigentums Kein Zugriff Seiten 300 - 305
- Eigentum verpflichtet Kein Zugriff Seiten 305 - 306
- Schutz der Privatsphäre Kein Zugriff Seiten 306 - 310
- Ehe und Familie Kein Zugriff Seiten 310 - 323
- Gleichheit vor dem Recht und Gleichheit an Rechten Kein Zugriff Seiten 323 - 326
- Recht auf freie Berufswahl Kein Zugriff Seiten 326 - 328
- Religionsfreiheit Kein Zugriff Seiten 328 - 331
- Das Recht auf freie Religionsausübung Kein Zugriff Seiten 331 - 336
- Die rechtliche Sonderstellung der christlichen Kirchen Kein Zugriff Seiten 336 - 345
- Die Bürgerfreiheiten Kein Zugriff Seiten 345 - 349
- Freie Berufswahl und „Recht auf Arbeit“ Kein Zugriff Seiten 349 - 352
- Freizügigkeit Kein Zugriff Seiten 352 - 353
- Meinungsfreiheit Kein Zugriff Seiten 353 - 359
- Meinungsfreiheit und Toleranz Kein Zugriff Seiten 359 - 360
- Meinungsfreiheit und andere Freiheitsrechte Kein Zugriff Seiten 360 - 363
- Die Medien und die Freiheit Kein Zugriff Seiten 363 - 364
- Demonstrationsrecht Kein Zugriff Seiten 364 - 378
- Der Gesellschaftsvertrag und die Machtfrage Kein Zugriff Seiten 379 - 384
- Das Verhältnis von Macht und Recht Kein Zugriff Seiten 384 - 387
- Der Souverän und die Macht Kein Zugriff Seiten 387 - 390
- Das Gewaltmonopol des Souveräns und die Vertragsstruktur Kein Zugriff Seiten 390 - 392
- Der Vertrag als Grundmodell der Rechtfertigung der Staats-Macht Kein Zugriff Seiten 392 - 396
- Der Volkssouverän als „Dritter im Bunde“ Kein Zugriff Seiten 396 - 398
- Die Transzendenzbefugnis des Souveräns Kein Zugriff Seiten 398 - 400
- Die rechtliche Selbsteinholung der Transzendenz in der Demokratie Kein Zugriff Seiten 400 - 405
- Die rechtliche Bindung des repräsentativen Volkssouveräns Kein Zugriff Seiten 405 - 407
- Der Verfassungsstaat Kein Zugriff Seiten 407 - 410
- Die souveräne Gewalt des Staates Kein Zugriff Seiten 410 - 411
- Die Sonderstellung der Gewaltenteilung in der Demokratie Kein Zugriff Seiten 411 - 413
- Die Vollziehung der souveränen Gewalten durch den Staat Kein Zugriff Seiten 413 - 414
- Grenzen der Macht Kein Zugriff Seiten 414 - 416
- Die Jurisdiktion im demokratischen souveränen Staat Kein Zugriff Seiten 416 - 421
- Das Gewohnheitsrecht und der souveräne Staat Kein Zugriff Seiten 421 - 425
- Volkssouverän und repräsentativer Souverän Kein Zugriff Seiten 425 - 428
- Die legislative Gewalt im souveränen Staat Kein Zugriff Seiten 428 - 431
- Die ausübende und ausführende Gewalt (Exekutive) des Souveräns Kein Zugriff Seiten 431 - 433
- Der souveräne Staat als politische Größe Kein Zugriff Seiten 433 - 434
- Der Souverän als Regierungs- und Verwaltungsinstanz Kein Zugriff Seiten 434 - 439
- Die „innenpolitischen“ Rechte der Exekutive Kein Zugriff Seiten 439 - 440
- Polizei und Verwaltung – ausführende oder vollziehende Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 440 - 443
- Die Gewaltenteilung und die Verwaltung Kein Zugriff Seiten 443 - 445
- Die Unterwerfung unter den förmlichen Amtseid Kein Zugriff Seiten 445 - 447
- Die öffentlich-rechtliche Organisation der Verwaltung Kein Zugriff Seiten 447 - 451
- Militär als „Exekutive“ Kein Zugriff Seiten 451 - 453
- Der Staat als Rechtsgemeinschaft- Übergang zur austeilenden Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 453 - 462
- Das „Zuteilungsrecht“ des Staates Kein Zugriff Seiten 463 - 468
- Ableitung der Rechtsstruktur in der Wirtschaft Kein Zugriff Seiten 468 - 471
- Gemeinwohl im Wirtschaftsprozess Kein Zugriff Seiten 471 - 475
- Wirtschaftlichkeit und Steuer als soziale Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 475 - 481
- Das Steuerrecht Kein Zugriff Seiten 481 - 488
- Die Haftung. Pflichtversicherung und die Sozialgesetzgebung Kein Zugriff Seiten 488 - 494
- Die indirekten Steuern Kein Zugriff Seiten 494 - 495
- Öffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsfreiheit Kein Zugriff Seiten 495 - 497
- Grundversorgung und die Privatisierung der öffentlichen Aufgaben Kein Zugriff Seiten 497 - 506
- Die Grundversorgung und das bedingungslose Grundgehalt für Jeden Kein Zugriff Seiten 506 - 511
- „Chancengleichheit“ Kein Zugriff Seiten 511 - 518
- Der Arbeitskampf und die Rolle der Gewerkschaften Kein Zugriff Seiten 518 - 521
- Das Problem der Arbeitslosigkeit und die soziale Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 521 - 532
- Die Gliederung des Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 533 - 537
- Weltbürger und Friedensreich Kein Zugriff Seiten 537 - 542
- Die Legalität aufgrund der Allgemeinverbindlichkeit der Menschenrechte Kein Zugriff Seiten 542 - 546
- Die Menschenrechtscharta und ihr geschichtlich begründeter Geltungsanspruch Kein Zugriff Seiten 546 - 553
- Menschenrechte und Grundrechte Kein Zugriff Seiten 553 - 557
- Die völkerrechtliche Funktion der Religion Kein Zugriff Seiten 557 - 565
- Menschenrechte als Grundlage der Maßnahmen der UNO Kein Zugriff Seiten 565 - 567
- Kriegsrecht und Menschenrechte Kein Zugriff Seiten 567 - 574
- Weltfriedensordnung ethisch oder rechtlich begründet? Kein Zugriff Seiten 574 - 579
- Völkerrechtliche Zuständigkeiten nach den „Gewalten“ Kein Zugriff Seiten 579 - 584
- Weltbürgerstrafrecht Kein Zugriff Seiten 584 - 586
- Völkerstrafrechtsprobleme des Terrorismus Kein Zugriff Seiten 586 - 590
- Internationale Schiedsgerichtshöfe als Appellationsgerichte? Kein Zugriff Seiten 590 - 593
- Die Rechtmäßigkeit der UNO und die Gewaltenteilungslehre Kein Zugriff Seiten 593 - 597
- Die Rechtsform der Vielstaatengebilde, und der Nationalstaat Kein Zugriff Seiten 597 - 599
- Staatengemeinschaften und ihre nationalstaatlichen Grundlagen Kein Zugriff Seiten 599 - 600
- Legislative Überschreitungen der Volkssouveränität im internationalen Recht Kein Zugriff Seiten 600 - 602
- Die Europäische Union: Staatenbund oder ein Bundesstaat? Kein Zugriff Seiten 602 - 619
- Die Weltwirtschaft und ihre völkerrechtlichen Grundprobleme Kein Zugriff Seiten 619 - 624
- Völkerrechtliche Möglichkeiten einer Steuerung der Finanzmärkte Kein Zugriff Seiten 624 - 640
- Zu den Abbildungen Kein Zugriff Seiten 641 - 642
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 643 - 671
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 672 - 683
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 684 - 689





