Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
ISSN-Print
1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2016
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Seite 4 - 4
«Demokratisch wird man in Russland auch in den nächsten zwei Generationen noch nicht regieren können. Ein wohlwollender Absolutismus, verbunden mit langsamer Gewöhnung an parlamentarische Formen, wäre für dieses Land die einzige Möglichkeit...
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Seite 5 - 19
I. Europäischer Roman mit tragischem Finale Russlands tückisches Liebeswerben um Europa begann mit Iwan dem Schrecklichen. Der Herrscher, der sich als erster den Titel «Zar» zulegte – die Russifizierung von «Cäsar» – und seine Abstammung...
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Seite 20 - 32
Im «Streit der Fakultäten» erklärte Immanuel Kant 1798, die Begeisterung für die Französische Revolution auf der ganzen Welt sei ein Vorbote der Möglichkeit des Fortschritts. Über die globale Reaktion auf den Sturz der Autokratie des...
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Seite 33 - 43
Als im Frühjahr 2015 in Minsk über die Zukunft der Ukraine verhandelt wurde, ging es nicht allein um Krieg und Frieden. Zur Debatte stand auch die innere Organisation des Landes, denn die Einigung von «Minsk II» schrieb die Autonomie der Gebiete...
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Seite 44 - 52
Die Russische Revolution erlebte Rosa Luxemburg in deutschen Gefängnissen. Im Juli 1916 war sie in Berlin verhaftet worden, verbrachte Wochen im Frauengefängnis in der Barnimstraße und im Polizeipräsidium am Alexanderplatz, bevor sie im Oktober...
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Seite 53 - 68
Michel Houellebecqs Romansatire Soumission entfaltet ein filigranes Palimpsest, in dem in einem kommenden, weltumgreifenden islamischen Reich nach dem Modell des augusteischen Imperiums eine Republik nach einem Bürgerkrieg in eine orientalisch...
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Seite 69 - 82
Johann Wilhelm Schele ist heute weitgehend vergessen, und er war es schon im späteren 18.Jahrhundert. Immerhin hat man in den letzten Jahren seine Vornamen eruiert, seine Lebensdaten bleiben aber nach wie vor unbekannt. Dennoch kann er unser...
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Seite 83 - 96
Im Nachlass von Claire Goll, der seit November 1978 im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt wird, findet sich eine russische Klapp-Ikone im handlichen Reiseformat (10,3 x 14,5 cm). Das bronzene Relief auf himmelblau emailliertem Grund zeigt...
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Seite 97 - 106
Die Aufregung war groß. Medienvertreter aus dem In- und Ausland waren Anfang des Jahres in die Münchener Leonrodstraße gekommen, um der Präsentation der Edition von Adolf Hitlers Programmschrift "Mein Kampf" beizuwohnen, die das Institut für...
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Seite 107 - 111
Fünfzehn Jahre zwischen der unveröffentlicht gebliebenen Habilitationsschrift und der ersten gedruckten Monographie – eine solche Lücke im Publikationsverzeichnis könnten sich heutige Philosophen kaum leisten. Im Fall Hans Blumenbergs aber...
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Seite 112 - 117
Im Mai 1985 hatte Myles Burnyeat in der New York Review of Books ketzerisch notiert, dass Strauss eine «Sphinx Without a Secret» sei. Doch was sich bei der Arbeit im Nachlass, der in der "Special Collection der Regenstein Library" in Chicago...
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Seite 118 - 126
In dem von Hans Robert Jauss im Jahre 1994 erschienenen und den Zyklus seiner zu Lebzeiten publizierten Monographien abschließenden Buch "Wege des Verstehens" gibt es eine Passage, die man gleichsam als Leseanweisung für den eigenen Band verstehen...
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Seite 127 - 127
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