
Die Spur der Gesellschaft
Reflexionen zur Gesellschaftstheorie nach Luhmann- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Angesichts gegenwärtiger Krisenerfahrungen erlebt die Soziologie ein comeback des Gesellschaftsbegriffs. Hatte man diesen zunächst verabschiedet, weil seine häufig normativ überfrachteten Ganzheitsvorstellungen dem pluralistischen Anspruch der westlichen Welt nicht gerecht wurden, so stellt sich heute erneut die Frage nach der Einheit des Sozialen.
Das Problem mit radikalem Fokus gerade auf die Differenz des Sozialen zu bearbeiten, war Niklas Luhmanns Strategie. Seine Systemtheorie sollte Gesellschaft möglichst abstrakt und komplexitätsbewusst beschreiben. Ihr formal-funktionalistischer Blick kann den neuen Herausforderungen jedoch nicht mehr adäquat begegnen. Tobias Arenz’ These lautet deshalb, dass Luhmann zu überwinden ist – jedoch von innen heraus, um nicht hinter ihn zurückzufallen. Entscheidend dafür ist die Reflexion der impliziten Normativität der Systemtheorie, die im Anschluss an das Theorieprogramm Mediale Moderne und das formkritische Rechtsverständnis Christoph Menkes erfolgt.
Die Studie entwickelt dergestalt ein neues, mit Pluralität zu vereinbarendes Normativitätskonzept. Ihre hochaktuelle Pointe lautet, dass jede wissenschaftliche Analyse sozialer Verhältnisse notwendig innerhalb eines normativen gesellschaftstheoretischen Rahmens durchgeführt wird, der in der Moderne inhaltlich durch die interne Verknüpfung von Freiheit und Herrschaft bestimmt ist.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2020
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95832-206-6
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1166-1
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 272
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 9
- Theorien der modernen Gesellschaft: Leitfrage und Bezugsproblem Kein Zugriff
- Paradoxie, Zeit und Geltung Kein Zugriff
- Gegenbewegungen der Gesellschaftstheorie Kein Zugriff
- Übergreifende These und Gang der Argumentation Kein Zugriff
- Erste Annäherung an den Begriff der Gesellschaft Kein Zugriff
- Die Komplexität der Ordnung Kein Zugriff
- Die Kontingenz der Mitwelt Kein Zugriff
- Das normative Gefälle der Moderne Kein Zugriff
- Komplexität-und-Normativität: Die Form der Differenz Kein Zugriff
- Zwischenfazit: Theorie und Praxis der Gesellschaft Kein Zugriff
- Die Geburt des Beobachters Kein Zugriff
- Zum Verhältnis von Theorie und Methode Kein Zugriff
- Steuerung von Systemen Kein Zugriff
- Ansprüche an Lernfähigkeit Kein Zugriff
- Evolution und Revolution Kein Zugriff
- Praxis gegen System Kein Zugriff
- Die Funktion der Herkunft Kein Zugriff
- Zeitspiel Kein Zugriff
- Zwischenfazit Kein Zugriff
- Neoliberalismus als (inadäquate) Gesellschaftstheorie (Bude, Marchart) Kein Zugriff
- Praxistheorie als Gesellschaftstheorie (Reckwitz) Kein Zugriff
- Integrative Theorie der modernen Gesellschaft (Schimank) Kein Zugriff
- Das Projekt der Kritischen Systemtheorie Kein Zugriff
- Das Paradoxieproblem des (Welt-)Rechts Kein Zugriff
- Das Politische des modernen Rechts Kein Zugriff
- Das Konzept der subjektlosen Rechte Kein Zugriff
- Zwischenfazit Kein Zugriff
- Die Theorie Medialer Moderne I: Erste Lesehinweise Kein Zugriff
- Geltung und Genese Kein Zugriff
- Zur Unterscheidung von Gesellschafts- und Sozialtheorie Kein Zugriff
- Exkurs: Theorie sozialer Systeme Kein Zugriff
- Rückkehr: Mediale Moderne Kein Zugriff
- Das Anliegen: Rechtsinterner Bruch mit dem Liberalismus Kein Zugriff
- Methodologische Anschlüsse Kein Zugriff
- Falschheitsbewusstsein Kein Zugriff
- Kritische Theorie als Theorie der »Rechtshaftigkeit« Kein Zugriff
- Ansprüche an Selbstreferenz Kein Zugriff
- Das neue (selbst-)kritische Recht Kein Zugriff
- Kritik der Kritik I: Mediale Moderne Kein Zugriff
- Kritik der Kritik II: Die bürgerliche Gesellschaft der bourgeois Kein Zugriff
- Zwischenfazit Kein Zugriff
- Freiheit im politischen Liberalismus Kein Zugriff
- Exkurs: Geistbewusstsein Kein Zugriff
- Zwei Dimensionen der Befreiung: Ästhetisierung und Politisierung Kein Zugriff
- Freiheit als Konstruktion Kein Zugriff
- Der Grund der Freiheit: Die Antinomie der (politischen) Moderne Kein Zugriff
- Die Aufgabe: Freiheits- und Herrschaftsbewusstsein Kein Zugriff
- Schlussbemerkungen Kein Zugriff Seiten 242 - 250
- Literatur Kein Zugriff Seiten 251 - 272




