
Künstlerische Forschung
Potenziale, Probleme, Perspektiven- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
In den 1990er Jahren etablierte sich der Begriff »artistic research« bzw. »künstlerische Forschung«, der heute in aller Munde ist. Konzepte wie »Modell«, »Experiment« und »Labor« erhielten Gewicht in der Diskussion westlicher Kunstpraxis und wurden im Verhältnis zur wissenschaftlichen Forschung neu ausgehandelt. Die Ausstellung Laboratorium, kuratiert von Hans Ulrich Obrist und Barbara Vanderlinden, leitete 1999 einen Paradigmenwechsel ein: Mithilfe innovativer Inszenierungsstrategien wurden Gemeinsamkeiten zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeitsweisen augenfällig. Das erlaubte es etwa dem Künstler Olafur Eliasson, sein Atelier als »Studio-Labor« auszuweisen und es zum Schauplatz einer interdisziplinär-künstlerischen Forschungspraxis zu machen. Über Jahre hinweg prägte er damit die Debatte bis sich der Anspruch wandelte: Forderungen nach einem anderen, subversiven, nicht an naturwissenschaftliche Methoden angelehnten, sondern mit genuin künstlerischen Mitteln erzeugten Wissen wurden laut. Die Schwierigkeit aber war, solche neuen Formen der Wissensproduktion diskursiv zu fassen. Christina Landbrecht zeichnet den Verlauf dieser Auseinandersetzungen nach und zeigt ihre Durchschlagskraft in der zeitgenössischen Kunst- und Ausstellungspraxis auf. Anhand exemplarischer Kunstwerke und künstlerischer Praktiken erörtert sie die Wirkmacht, die von der prognostizierten Synthese von Kunst und Forschung ausging und macht auf die Brüche und Ungereimtheiten aufmerksam, die sie stets begleiteten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-9178-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9772-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 370
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung: Idee, Entwicklung und Perspektive der künstlerischen Forschung Kein Zugriff Seiten 9 - 32
- Das kuratorische Konzept Kein Zugriff
- Das Museum als Labor Kein Zugriff
- Idee und Realität Kein Zugriff
- Labor der Sinne Kein Zugriff
- »Kunst forscht« Kein Zugriff
- Kunst ›über‹ Forschung: Mark Dion und Henrik Håkansson Kein Zugriff
- Perspektivwechsel im 21. Jahrhundert: Kunst ›als‹ Forschung Kein Zugriff
- Neue Allianzen von Kunst und Wissenschaft seit den 1980er Jahren Kein Zugriff
- Ein Künstler mit naturwissenschaftlichem Hintergrund: Carsten Höller Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Die Installation ›Model room‹ Kein Zugriff
- Modelltypen im ›Model room‹ Kein Zugriff
- Einar Thorsteinn Kein Zugriff
- Variationen und Erweiterungen des ›Model room‹ in den Jahren 2005 bis 2010 Kein Zugriff
- Das Experiment in Kunst und Wissenschaft Kein Zugriff
- Experimentieren im Studio Olafur Eliasson I: Frequenzen, Vibrationen, Schwingungen Kein Zugriff
- Experimentieren im Studio Olafur Eliasson II: Sound studies Kein Zugriff
- Experimentieren im Studio Olafur Eliasson III: Farbwahrnehmung Kein Zugriff
- ›Take your time‹ – Die Inszenierung des Ateliers als Labor Kein Zugriff
- Genussvolles Forschen im Kollektiv Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Das Labor im Garten: Experimente mit Eis und Licht Kein Zugriff
- Die Kritik am BMW Art Car und das Unbehagen an Eliassons Forschungsbegriff Kein Zugriff
- Gegen-Wissen, Nichtwissen, subversives Wissen Kein Zugriff
- SymbioticA: Künstlerische Forschung mit den Methoden der Biotechnologie Kein Zugriff
- Sissel Tolaas: Geruchkunstforschung mit den Werkzeugen von Chemie und synthetischer Biologie Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 335 - 348
- Dank Kein Zugriff Seiten 349 - 350
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 351 - 368
- Abbildungsnachweise Kein Zugriff Seiten 369 - 370




