Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
ISSN-Print
1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
Ausgabe
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2012
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Seite 4 - 4
Der Kalte Krieg war ein Zustand der äußersten Polarisierung. Die Unterscheidung von Freund und Feind war planetarisch geworden. Carl Schmitt begrüßte die Spaltung der Welt in zwei unversöhnliche Lager als letztgültige Bestätigung seines...
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Seite 5 - 18
Obwohl hinreichend bekannt, versetzen die schieren Daten und Fakten immer wieder in Erstaunen. Auf Kuba landeten im Oktober 1962: eine aus fünf Regimentern bestehende Raketendivision; zwei Luftabwehrdivisionen mit sechs Regimentern, die neben 144...
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Seite 19 - 25
Der Kalte Krieg führte nicht nur zum Wettrüsten und zum Wettlauf ins Weltall, es gab auch einen weniger bekannten, doch nicht weniger bedeutsamen Wettstreit zwischen den beiden Welten – ein Wettrennen um die Infrastruktur der...
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Seite 26 - 40
1962 schien für einen Augenblick das Ende der Welt gekommen. Die Dramatik des Politischen hinter den geschlossenen Türen der Machtzentralen ist mittlerweile im Detail ausgeleuchtet, die fragile Balance zwischen Vernichtung und Verantwortung,...
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Seite 41 - 48
Von meiner Reise durch Südamerika mit einem Filmprogramm des Goethe-Instituts, zu dem auch mein Film Zeit der Götter über den Bildhauer Arno Breker gehört hatte, war ich im Herbst 1995 mit einem Sammelsurium aus Fotos, Büchern, Videokassetten...
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Seite 49 - 66
«War es schon Herbst neununddreißig oder erst Sommer vierzig? Die Jungen hatten plötzlich ein neues Spiel erfunden. Das konnte es vorher nicht gegeben haben. Buchstäblich über Nacht hatte es nämlich diese in allen Farben funkelnden Steine vom...
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Seite 67 - 82
Hier soll grundsätzlich über das Verhältnis von Religion und Gewalt nachgedacht werden, auch wenn ich meine Beispiele weitgehend aus dem Alten Testament – dem Deuteronomium und den ersten beiden Makkabäerbüchern – beziehe. Mein Interesse an...
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Seite 83 - 100
«Es gibt keinen amerikanischen Philosophen, der sich so intensiv mit der Scholastik auseinandergesetzt hat wie Peirce», so hat der unvergessene John Michael Krois die überraschende Nähe von Charles Sanders Peirce zum Mittelalter charakterisiert....
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Seite 101 - 108
Seit Gottfried Benn 1912 mit seinem schmalen Debüt Morgue und andere Gedichte furios auf der literarischen Bühne erschienen war, galt er als entschiedener Modernist. Wenn er auch oft über die prekären Verhältnisse klagte, die seinen Alltag fast...
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Seite 109 - 118
Mit "Alte Welten, neue Bilder – Jüdische Mystik und die Gedankenwelt des 20. Jahrhunderts" hat Moshe Idel, der namhafte Jerusalemer Experte für jüdische Mystik, ein bemerkenswert gelehrtes und scharfsinniges Werk vorgelegt. Leider ist es in...
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Seite 119 - 123
Eines der brennenden politischen Themen im Jahr 2011 war «Occupy Wall Street», ein Experiment der radikalen Demokratie, das sich als eine Bewegung ohne Anführer verstand. Dementsprechend war der Prozess der Entscheidungsfi ndung als breite...
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Seite 124 - 125
Es hat den Anschein, als ob die Versuche eingestellt worden sind, die Ideengeschichte der großen Ideologien zeithistorisch fortzuschreiben. Im Gefolge des Koselleckschen Sattelzeittheorems trifft man häufig auf den Befund einer Verwässerung oder...
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Seite 126 - 127
Im häuslichen Raum steht die weibliche Rückenfigur am geöffneten Fenster und blickt in die Ferne. Der Himmel ist klar. Sowohl das Interieur als auch die beobachtete Landschaft lassen sich allenfalls erahnen. Eine anekdotische Einbettung fehlt:...
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Seite 128 - 128
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