Weile und Weite
Zur nicht-metrischen Erfahrung von Zeit und Raum- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Raum und Zeit sind Grundprobleme der abendländischen Philosophietradition. Beide sind vielfach als zusammengehörig betrachtet worden, und beide sind als messbare Dimensionen Teil einer Ordnung, die uns in unserem Wahrnehmen und in unserem Handeln Orientierung und Sicherheit gibt. So verlassen wir uns bei jeder Verabredung darauf, dass der Treffpunkt und der Zeitpunkt der Verabredung eindeutig sind.
Doch gibt es neben der linearen Zeit und dem metrischen Raum auch andere Weisen, Raum und Zeit zu erleben. Wenn man die Welt als offenes Zusammenspiel von Dingen und Geschehnissen und Beziehungen versteht, so verlangt dies auch eine andere Auffassung von Raum und Zeit: Wir weilen und verweilen in Räumen, die uns umfangen und beherbergen. Wir empfinden kurze oder lange Weile. Und wir erfahren Weite, etwa in ihrem Gegenspiel zu Enge und Bedrängnis, wir stehen vor einer weiten Landschaft oder am weiten Meer – unser Herz wird weit. Indem wir uns einer Weile anvertrauen oder eine Weite in uns aufnehmen oder uns ihr überlassen, behandeln wir das uns Begegnende nicht als Objekt unseres Tuns und Erkennens, sondern realisieren, dass wir in die uns umgebende Welt mit ihren je unterschiedlichen Weilen und Weiten je schon eingebettet sind.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-495-48869-0
- ISBN-Online
- 978-3-495-81371-3
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 160
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten i - 8
- Vorblick Kein Zugriff Seiten 9 - 18
- Ein erinnerter Ort Kein Zugriff Seiten 19 - 28
- Weile und Verweilen Kein Zugriff Seiten 29 - 38
- Einige Gedanken zur Weite Kein Zugriff Seiten 39 - 46
- Ausgekostete Zeit Kein Zugriff Seiten 47 - 53
- Zögerndes Verweilen Kein Zugriff Seiten 54 - 58
- »Aber schön ist der Ort« Kein Zugriff Seiten 59 - 70
- Orte als Augenblicke des Raumes Kein Zugriff Seiten 71 - 78
- »Zeit eilt hin zum Ort« Kein Zugriff Seiten 79 - 89
- »Die Zeit ist auch Raum« Kein Zugriff Seiten 90 - 96
- Zeit und Raum, Weile und Weite bei Heidegger Kein Zugriff Seiten 97 - 107
- Nächtliche Weile und Weite Kein Zugriff Seiten 108 - 113
- Abschiedliche Weile Kein Zugriff Seiten 114 - 121
- Zur Je-weiligkeit von Inseln in der Weite des Meers Kein Zugriff Seiten 122 - 130
- Unbestimmte Weite und lange Weile des Alters Kein Zugriff Seiten 131 - 138
- Der Schild des Achill (Ilias) Kein Zugriff Seiten 139 - 149
- Das Weilen im Haus und die Weite des Draußen Kein Zugriff Seiten 150 - 154
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 155 - 160





