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Jahrgang 28 (2021), Heft 3

Industrielle Beziehungen
Autor:innen:
Zeitschrift:
Industrielle Beziehungen
Verlag:
 2024

Über die Zeitschrift

Industrielle Beziehungen sind jene Netzwerke, Institutionen und Systeme, in die die verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Arbeitswelt eingebunden sind und mit denen sie ihre wirtschaftlichen Austauschverhältnisse und sozialen Konfliktbeziehungen faktisch gestalten und normativ regeln. Es reicht heute nicht mehr aus, diese Akteurinnen und Akteure mit dem traditionellen dichotomischen Modell von Kapital und Arbeit zu beschreiben; ihre mannigfache Ausdifferenzierung in Rollen, Koalitionen und Organisationen sowie ihre zunehmende Interdependenz machen komplexere Analysekonzepte erforderlich. In angelsächsischen Ländern konnten sich Industrial Relations schon früh als eigenständiges Wissenschafts- und Praxisgebiet etablieren. Im deutschen Sprachraum fand dieses Feld nur bei einem kleinen Kreis von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen Aufmerksamkeit, obwohl die deutsche institutionelle Lösung des industriellen Konflikts wegen seines Erfolgs in vielen Ländern mit großem Interesse studiert wurde. In jüngster Zeit wird den industriellen Beziehungen auch in Deutschland größere Aufmerksamkeit gewidmet. Es sind vor allem die organisatorischen und technischen Umwälzungen in der Arbeitswelt und die politischen Veränderungen in Europa, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker vor neue Herausforderungen stellen. Die europäische Einigung provoziert den Vergleich der historisch herausgebildeten nationalen Systeme industrieller Beziehungen und wirft die Frage auf nach ihrer Leistungsfähigkeit für die Konflikt- und Problemverarbeitung in einer dynamischen, vom globalen Wettbewerb bestimmten Wirtschaft. Industrielle Beziehungen werden nunmehr auch als zentrale Aufgabe des Managements gesehen. Der Untertitel – Arbeit, Organisation und Management – trägt diesen Veränderungen Rechnung. Die Zeitschrift will den genannten Wandel zum Thema machen und bietet allen an den industriellen Beziehungen Interessierten ein aktuelles Forum der Analyse und Diskussion. Es erscheinen 4 Ausgaben pro Jahr. Zielgruppen: Wissenschaft: Industriesoziolog:innen, Wirtschaftssoziolog:innen, Arbeitsoziolog:innen, Organisationssoziolog:innen, Betriebswirt:innen, Volkswirt:innen; Praktiker aus den Bereichen Management, Digitalisierung, Industrie.

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Bibliographische Angaben

ISSN-Print
0943-2779
ISSN-Online
1862-0035
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Produkttyp
Ausgabe

Artikel

Cover der Ausgabe: Industrielle Beziehungen Jahrgang 28 (2021), Heft 3
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Seite 235 - 236
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden 2021

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Seite 237 - 238
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden 2021

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Seite 239 - 259
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage, wie es der Gewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen seit 2012 gelungen ist, Beschäftigte im Wach- und Sicherheitsgewerbe zu mobilisieren und zu organisieren. In Folge einer strategischen...
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Seite 260 - 282
Fehlende formale Qualifikationen wirken sich negativ auf Erwerbschancen aus, insbesondere für Frauen. Während die Forschung bisher vor allem makrostrukturelle Faktoren beleuchtete, nimmt dieser Beitrag die Mesoebene in den Blick und fragt danach,...
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Seite 283 - 316
Die US-amerikanische Philosophin Elizabeth Anderson behauptet, dass Unternehmen Diktaturen sind: Die Kapitaleigner herrschten über die Beschäftigten. Kritik an solchen Verhältnissen gäbe es kaum. Das läge daran, dass eine in den...
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Seite 317 - 341
Von Pfadabhängigkeit wird gesprochen, wenn Entscheidungen in der Vergangenheit die Handlungsoptionen heute beeinflussen oder sie sogar einengen. Der am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung entwickelte Mitbestimmungsindex (MBix)...
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Seite 342 - 360
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden 2021
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Cover der Ausgabe: Industrielle Beziehungen Jahrgang 28 (2021), Heft 3
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Seite 361 - 364
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden 2021
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