Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
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Ausgabe
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Seite 1 - 3
Abstract
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2021
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Seite 4 - 4
Als sich das Deutsche Reich 1871 das Elsass einverleibte, begann sogleich der Ausbau Straßburgs zur modernen Grenzfestung. Nur wenige Monate später wurde die Kaiser-Wilhelms-Universität gegründet. Man könnte von «Leuchtturmprojekten»...
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Seite 5 - 13
Solange ich denken kann, ist Straßburg für uns Deutsche die in schmerzlicher Liebe umworbene, sich immer wieder entziehende und versagende «wunderschöne Stadt». Es war nicht nur die Melancholie der Straßburg-Lieder, sondern es war zugleich...
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Seite 14 - 20
Als der deutsche Staatsrechtler Ernst Rudolf Huber am 24. November 1941 im Alter von achtunddreißig Jahren die Rede zur Eröffnung der Reichsuniversität Straßburg hielt, war dies ein besonderer Moment. Für ihn selbst bedeutete dies ganz sicher...
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Seite 21 - 32
Am 8. Mai 1945 war Hermann Heimpel mit seinem Kollegen und Freund Ernst Rudolf Huber zum Holzen im Wald gewesen, hinter dem Heimpel’schen Haus zu Falkau im Schwarzwald. Das Dorf war zu diesem Zeitpunkt schon seit zwei Wochen französisch besetzt...
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Seite 33 - 43
Pierre Noras Werk Les lieux de mémoire enthält in seinem zweiten Teil La Nation einen Artikel, der sich mit dem Elsass als «Erinnerungsgrenzraum» befasst, der «von den Erinnerungen an eine zwischen Frankreich und Deutschland hin- und...
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Seite 44 - 54
Historiker und die Beteiligten selbst haben oft die Verbindung zwischen der Gründung der Annales d’histoire économique et sociale im Jahr 1929 und dem konkreten Ort, an dem dies geschah, betont – nämlich an der 1919 «wiedererlangten»...
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Seite 55 - 60
Nichts hatte sich Yvan Goll in Brooklyn sehnlicher gewünscht als das Ende des Zweiten Weltkriegs. Dennoch fiel es dem Lyriker, Dramatiker und Erzähler schwer, im Juni 1947 nach Europa zurückzukehren. In dieser Hinsicht ging es ihm nicht anders...
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Seite 61 - 68
Meine persönliche Annäherung an Claude Vigées Weg vom Elsass nach Jerusalem und darüber hinaus erfolgt in drei Etappen.Am Beginn steht das Land der Sümpfe, des Nebels und des Regens, das er 1939 verlassen musste. Es folgt das unverhoffte Ende...
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Seite 69 - 94
«In Pforta als die Felder leer waren und der Herbst kam.» --- Friedrich Nietzsche (Sommer 1875) Preußen polarisiert, damals wie heute. Im 19. Jahrhundert entzweiten sich europäische Beobachter in der Frage, ob die Hohenzollern-Monarchie an der...
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Seite 95 - 106
1958 erschien der erste gedruckte Katalog von Goethes Bibliothek. Darauf hatte die Forschung seit Jahrzehnten gewartet. Goethes Büchersammlung ist nicht nur eine der ältesten erhaltenen Autorenbibliotheken im deutschen Sprachraum, sie gilt auch...
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Seite 107 - 112
[1] MASCHKE AN SCHMITT Lieber Herr Prof. Schmitt! Dr. Münkler, Judengasse 11, 636 Friedberg/ H. bat mich, Ihnen diesen Aufsatz zuzusenden! Herzlich und bis auf bald Ihr Maschke ...
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Seite 113 - 118
«Dr. Münkler, Judengasse 11, 636 Friedberg/H»: Im Februar 1982 weist Günter Maschke Carl Schmitt auf die Schriften eines jungen Politikwissenschaftlers hin. Maschke war bereits von der radikalen Linken konvertiert, wenn auch noch nicht der...
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Seite 119 - 124
Pascale Hugues: Deutsches Glück, München: DVA 1999, 237 S. – Marthe und Mathilde. Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2008, 286 S. – Ruhige Straße in guter Wohnlage. Die Geschichte meiner Nachbarn,...
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Seite 125 - 128
In einem kleinen Museum in Wörth, etwa 50 Kilometer nördlich von Straßburg gelegen, ruht der eindrucksvolle Bronzekopf des Deutschen Kaisers Friedrich III. in einer Vitrine. Er ist das Werk Max Baumbachs und das einzige Überbleibsel einer...
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Seite 129 - 129
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