Die Handlungsmacht des Betrachters
Kunstausstellungen und ihr Publikum- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Die Kunstgeschichte und verwandte Disziplinen schweigen sich meist über die Vorgänge aus, die im Inneren eines Betrachters visueller Kunstwerke stattfinden, wobei unterstellt wird, dass der Betrachter lediglich passiv auf die jeweiligen Reize reagiert. Jede menschliche Wahrnehmung ist jedoch ein aktiver Vorgang, bei dem der Wahrnehmungsapparat nach Maßgabe seiner Spezifik eine Wahrnehmung erst konstruiert. Das wird in der Kunstgeschichte zwar theoretisch zugestanden, aber inhaltlich nicht weiter ausgeführt. Inzwischen haben Neuropsychologen versucht, mit ihren neu entwickelten Methoden diesbezüglich zu gesicherten Resultaten zu kommen, aber sie stehen erst am Anfang und sind weit davon entfernt, erschöpfende Antworten liefern zu können. Unter anderem werden in beiden Wissenschaftszweigen die Faktoren „set“ und „setting“ nicht genügend berücksichtigt. Im vorliegenden Buch wird nicht nur das „setting“, das unser gegenwärtiges westliches Kunstausstellungswesen bietet, eingehend untersucht, sondern auch der „set“, das heißt die jeweiligen Zustände des Gehirns. Dabei werden sowohl stabile bauartbedingte Eigenheiten der menschlichen Wahrnehmung beschrieben als auch Faktoren wie Motivation, Expertise oder Aufmerksamkeit, die je nach Kultur, Situation und Individuum einem starken Wandel unterliegen. Es zeigt sich, dass gerade bei der Rezeption von Kunst unser offenbar nach ästhetischen Prinzipien operierendes Gehirn stärker zur Geltung kommt als bei alltäglichen Wahrnehmungsvorgängen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-95773-321-4
- ISBN-Online
- 978-3-95895-074-0
- Verlag
- BUV, Ilmtal-Weinstraße
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 472
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 24
- 2.1 Kritik an der allzu simplen Anwendungdes Reiz-Reaktions-Schemas bei der Kunstrezeption Kein Zugriff
- 2.2 Die Besonderheiten des Publikums von Kunstausstellungen Kein Zugriff
- 3.1 Der imaginative Modus im Verhältnis zur ästhetischen Einstellung Kein Zugriff
- 3.2 Wahrnehmung als kontrollierte Halluzination und die Fiktionalität von Kunstwerken Kein Zugriff
- 3.3 Framing – die Kategorisierung eines Stimulus als Kunst Kein Zugriff
- 4.1 Das gegenwärtige Ausstellungswesen als setting – Einführung und Allgemeines Kein Zugriff
- 4.2 Soziokulturelle Faktoren des settings von Kunstausstellungen Kein Zugriff
- 4.3 Die Einflüsse des konkret-räumlichen settings von Kunstausstellungen Kein Zugriff
- 5.1 Die perzeptuelle Stufe der Kunstbetrachtung Kein Zugriff
- 5.2 Die Rolle der Emotionen bei der Rezeption von Kunst Kein Zugriff
- 5.3 Kognitive Aspekte – die Suche nach Erklärungen bei der Kunstrezeption Kein Zugriff
- 5.4 Kritik am Modell der ästhetischen Triade und Anmerkungen zum Belohnungssystem Kein Zugriff
- 6.1 Die Rolle der Aufmerksamkeit beim Besuch von Kunstausstellungen Kein Zugriff
- 6.2 Die Rolle von Dopamin und des Salienz-Netzwerks Kein Zugriff
- 6.3 Die Rolle veränderter Bewusstseinszustände bei der Rezeption von Kunst Kein Zugriff
- 6.4 Veränderte Bewusstseinszustände und ihre Beziehung Träumen Kein Zugriff
- 6.5 Überlegungen zur allgemeinen und zur gegenwärtig üblichen Kunstrezeption Kein Zugriff
- 7.1 Flow und chills Kein Zugriff
- 7.2 Schönheit Kein Zugriff
- 7.3 Das Erhabene Kein Zugriff
- 7.4 Das ‚Interessante’ als Schlüsselbegriff der zeitgenössischen Kunst Kein Zugriff
- 8 Ausblick – die soziale Seite der Kunstbetrachtung Kein Zugriff Seiten 433 - 454
- 9 Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 455 - 472





