Vernunft, Mitgefühl und Körperlichkeit
Eine phänomenologische Rekonstruktion des politischen Raumes- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
In dem Maße, in dem wir nicht mehr bezeugen, sondern nur beobachten, keine sozialen Erfahrungen machen, sondern als Voyeur den Anderen objektivieren, verschwindet der Mensch in seinem lebendigen Dasein aus dem öffentlichen Raum. Der politische Teilnehmer wird zum bloßen Betrachter, der sich in die Anonymität der Privatsphäre zurückgezogen hat. Das Sichtbarwerden des konkreten Menschen in seiner Körperlichkeit und Verletzlichkeit ist jedoch das Fundament für ethisches Bewusstsein und politische Verantwortung. Dieses Buch ist ein emphatisches Plädoyer für die Bedeutung des Körpers und der Gefühle: Der öffentliche Raum ist auf das Sehen und das Gesehenwerden angewiesen, weil sich erst hieraus ein gemeinsamer Sinn sowie eine Sensitivität für das Dasein des Anderen entwickeln können. Ein Rückzug in die Monade des Selbst führt hingegen zur Destruktion des Politischen: Denn das auf den privaten Raum reduzierte Individuum ist seiner sozialen Funktionen beraubt. In diesem Sinne ist diese Studie eine »phänomenologische Rekonstruktion des politischen Raumes« auf der Grundlage des Körpers. Damit ist sie mehr als nur die Antwort auf ein Forschungsdesiderat: Sie ist vielmehr die Offenlegung eines geistesgeschichtlichen blinden Flecks und führt in der Konsequenz zu einer Bedeutungsumkehrung wesentlicher politischer Begriffe wie »Freiheit«, »Macht« oder »politischer Raum«.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48595-8
- ISBN-Online
- 978-3-495-86061-8
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 228
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1.1 Zielsetzung Kein Zugriff
- 1.2 Phänomenologische Arbeitsweise, Argumentationsverlauf und Literaturbericht Kein Zugriff
- 2.1 Zur ideengeschichtlichen Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl Kein Zugriff
- 2.2 Die Emotion-Kognition-Debatte in den Sozialwissenschaften Kein Zugriff
- 2.3 Der Bedeutungspluralismus des Empathiebegriffs als Begünstigung der Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl Kein Zugriff
- 2.4 Fazit: Begriffliche und thematische Abgrenzung Kein Zugriff
- 3.1 Architektonischer Grundriss: Der Körper als Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichem Raum Kein Zugriff
- 3.2 Lebenswelt und Herstellungswelt: Die offene Struktur des Leibes Kein Zugriff
- 3.3 Innenraum: Der Chiasmus zwischen Selbst und Anderem Kein Zugriff
- 3.4 Mit- und Handlungswelt: Der politische Raum zwischen Ausdruck und Geste, Identität und Pluralität Kein Zugriff
- 4.1.1 Der vorsubjektive Raum: Sympathie und Gefühlsansteckung Kein Zugriff
- 4.1.2 Der intersubjektive Raum: Mitgefühl und Perspektivenwechsel Kein Zugriff
- 4.1.3 Der private Raum: Strategisches Denken und perlokative Handlung Kein Zugriff
- 4.2.1 Desiderat einer leibfundierten Vernunft Kein Zugriff
- 4.2.2 Leibfundierte Vernunft als Ermöglichung von Intersubjektivität Kein Zugriff
- 4.2.3 Mitfühlende Vernunft als Ermöglichung von Sinngenese Kein Zugriff
- 4.2.4 Intersubjektivität und Interkorporeität: Das Problem des Fremdpsychischen Kein Zugriff
- 4.2.5 Wider die Privatheit des Gefühls: Das Ineinandergreifen von Leib-, Sinn- und Gefühlsraum Kein Zugriff
- 4.2.6 Fazit: Der Leib als Fundament einer öffentlich-intersubjektiven Sinngenese Kein Zugriff
- 5.1 Selbstaktualisierung, Freiheit und intersubjektive Sinnkonstitution Kein Zugriff
- 5.2 Ökonomisierung des Öffentlichen als Folge der strategischen Rationalität Kein Zugriff
- 5.3 Körper, Schuld und Strafe Kein Zugriff
- 5.4 Die entkörperlichte Sprache der Medien Kein Zugriff
- 5.5 Gefühl, Ethik und Sensitivität Kein Zugriff
- 6.1.1 Die drei Generationen der Menschenrechte zwischen Recht und Anspruch Kein Zugriff
- 6.1.2 Kultivierung globaler Solidarität versus Einsetzung eines universalen Rechtskatalogs Kein Zugriff
- 6.1.3 Menschenrechte: Universale Ethik oder kulturimperialistische Entfremdung? Kein Zugriff
- 6.2.1 Menschenrechte als Fundament der Selbstverwirklichung Kein Zugriff
- 6.2.2 Grausamkeit und Gefühlskälte: Möglichkeiten der Entmenschlichung Kein Zugriff
- 6.2.3 Die Kultivierung der Menschenrechte auf der Grundlage von Vernunft und Mitgefühl Kein Zugriff
- 6.2.4 Menschenrechte als Menschenpflichten: Die Pflicht zur Sorge um den Anderen Kein Zugriff
- 6.2.5 Rekonstruktion des Verhältnisses zwischen Recht und Geltung Kein Zugriff
- 6.2.6 Menschenrechte zwischen Mitgefühl und Vernunft: Problematisierung des mediatisierten öffentlichen Raumes Kein Zugriff
- 7. Abschließende Gedanken Kein Zugriff Seiten 213 - 214
- 8. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 215 - 228





