
Wilderness
Innere Landschaften in amerikanischer Literatur- Autor:innen:
- Reihe:
- Konstanz University Press
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Seit Henry David Thoreaus »Walden, or, Life in the Woods« (1854) etabliert sich das Nachdenken und Schreiben über Wildnis als Dreh- und Angelpunkt des geschichtlichen, kulturellen und politischen Selbstverständnisses der USA.
Arno Heller stellt die Formen dieser Auseinandersetzung von ihren Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart vor und entfaltet ein kulturhistorisch ungemein aufschlussreiches Panorama, das in der europäischen und deutschen Kultur keine Entsprechung hat. Nicht nur die großen Erinnerungsorte in Neuengland, wo die zentralen Fragen nach nationaler Identität erstmals gestellt wurden, sondern auch diese Wilderness-Texte widerlegen eindrucksvoll das europäische Vorurteil eines geschichtslosen Amerikas.
Vor nur 200 Jahren war die gesamte Westhälfte des amerikanischen Kontinents eine spärlich bewohnte Wildnis. In einem gewaltigen Kraftakt gelang es der berühmt-berüchtigten ›Westexpansion‹, dieses riesige Territorium zu ›erobern‹ und der ›westlichen Zivilisation‹ zugänglich zu machen. Diese Erfahrung blieb als prägendes Urerlebnis im kollektiven Bewusstsein Nordamerikas lebendig. Sie brachte einen spezifischen Mythos der Wildnis hervor, der bis heute in zahllosen Büchern und Filmen nachwirkt. Trotz der enormen Vielfalt von Schauplätzen, Charakteren und individuellen Zugängen zeichnet sich dabei ein wiederkehrendes Strukturmuster ab: Die Protagonisten sind wilderness-Enthusiasten, Einzelgängerinnen, survival-Abenteurer, zivilisationsmüde Aussteiger, patriarchalisch traumatisierte Frauen, Naturforscherinnen und spirituelle Sinnsucher. Sie unternehmen eine äußere Reise aus der Zivilisation in eine unberührte Wildnis, die sich zu einer »inneren Landschaft« ausweitet und einen tiefgreifenden persönlichen Wandel auslöst.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8353-9152-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9748-4
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Konstanz University Press
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 269
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Zu diesem Buch Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- Das Trauma der Puritaner Kein Zugriff
- Der Utilitarismus der Pioniere Kein Zugriff
- Die Romantisierung der Wildnis Kein Zugriff
- Wildnis in amerikanischer ›mainstream‹-Literatur Kein Zugriff
- ›Nature Writing‹ Kein Zugriff
- Counter Culture und New Ecology Kein Zugriff
- Die Entstehung einer regionalen Wildnisliteratur Kein Zugriff
- Edward Abbey – ›Desert Solitaire‹ (1968) Kein Zugriff
- Charles Bowden – ›Blue Desert‹ (1986) Kein Zugriff
- Der magische Realismus der Chicano-Literatur – Rudolfo Anaya Kein Zugriff
- Zivilisatorische Realität und naturreligiöse Tradition Kein Zugriff
- Leslie Marmon Silko – ›Ceremony‹ (1977) Kein Zugriff
- Richard Nelson – ›The Island Within‹ (1989) Kein Zugriff
- Ökofeminismus Kein Zugriff
- Margaret Atwood – ›Surfacing‹ (1972) Kein Zugriff
- Linda Hogan – ›Solar Storms‹ (1995) Kein Zugriff
- Eine »amerikanische Religion« Kein Zugriff
- Annie Dillard – ›Pilgrim at Tinker Creek‹ (1974) Kein Zugriff
- Peter Matthiessen – ›The Snow Leopard‹ (1978) Kein Zugriff
- Zivilisationsflucht Kein Zugriff
- James Dickey – ›Deliverance‹ (1970) Kein Zugriff
- Jon Krakauer – ›Into the Wild‹ (1996) Kein Zugriff
- Last Frontiers Kein Zugriff
- Barry Lopez – ›Arctic Dreams‹ (1996) Kein Zugriff
- Rudy Wiebe – ›A Discovery of Strangers‹ (1994) Kein Zugriff
- Coda – Die Wildnis in uns selbst Kein Zugriff Seiten 239 - 246
- Dank Kein Zugriff Seiten 247 - 248
- Schriftenverzeichnis Kein Zugriff
- Bildnachweise Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




