
Regulierung des Irregulären
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Zwischen 2006 und 2009 wurde die so genannte ›24-Stunden-Pflege‹ – Pflege und Betreuung für ältere Menschen in Privathaushalten rund um die Uhr – in Österreich rechtlich reguliert. Damit wurde den in diesem Feld Beschäftigten und Beschäftigenden erstmals die Möglichkeit eröffnet, ein Arbeitsverhältnis auf Angestellten- oder Selbständigenbasis zu unterhalten. Der in Österreich seit den 1990er Jahren bestehende irreguläre Markt für Carework, auf dem vorwiegend Migrantinnen slowakischer Herkunft und Angehörige von pflegebedürftigen in Arbeitgeber-Arbeitnehmer- Beziehungen agieren, sollte auf diese Weise regularisiert werden – ein politisches Anliegen, das sich als relativ erfolgreich erwies. Das Buch untersucht aus rechtssoziologischer Perspektive, wie die betreffenden Akteure die Regulierung der ›24-Stunden-Pflege‹ in ihrem Alltag umsetzen. Die Arbeit bedient sich hierfür Pierre Bourdieus fragmentarischer Rechtssoziologie und entwickelt diese mit Hilfe neuerer praxistheoretischer Strömungen entscheidend weiter. In enger Verzahnung von Theorie und Empirie werden auf dieser Grundlage zum einen die Beschaffenheit rechtskonformer Handlungsorientierungen, zum anderen die Möglichkeiten und Grenzen regulativen Rechts in ethnisierten, vergeschlechtlichten, gering formalisierten und gering bezahlten Beschäftigungen im Privathaushalt untersucht. Das Buch richtet sich an Rechtssoziolog/innen, die an Prozessen der Rechtskonformität interessiert sind, an Kulturtheoretiker/innen, die sich mit Rechtspraxen im Alltag beschäftigen wollen und nicht zuletzt an Wissenschaftler/innen aus der Migrations- oder Wohlfahrtsstaatenforschung, der Arbeitssoziologie, den Gender Studies oder den Pflegewissenschaften.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-95832-094-9
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2661-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 332
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- Einleitung: Recht und Care Kein Zugriff Seiten 9 - 20
- Das konservativ-korporatistische Care-Regime Kein Zugriff
- Die Krise der privaten Erbringung von Care Kein Zugriff
- Die irreguläre Beschäftigung von MigrantInnen Kein Zugriff
- Die (rechts-)politische Auseinandersetzung um die ›24-Stunden-Pflege‹ (2006–2009) Kein Zugriff
- Rechtliche Ausformungen der Regulierung Kein Zugriff
- Spuren der Regularisierung – eine quantitative Annäherung Kein Zugriff
- Zwang, Anerkennung, Legitimität Kein Zugriff
- Rechtspraxeologie Kein Zugriff
- Integrierte Perspektiven – Rechtsregel und soziale Regelmäßigkeit Kein Zugriff
- Zwischenfazit: Die Regulierung des Irregulären Kein Zugriff
- Weiterführende Fragen Kein Zugriff
- Problemzentriertes Interview Kein Zugriff
- Feldphase und Datendokumentation Kein Zugriff
- Auswertung der Daten Kein Zugriff
- Das Reziprozitätsprinzip Kein Zugriff
- Das Recht auf soziale Absicherung Kein Zugriff
- Recht und Ordnung Kein Zugriff
- Die Bekräftigung der Verbotsnorm Kein Zugriff
- Das Sanktionsrisiko Kein Zugriff
- Sanktionsbereitschaft im sozialen Umfeld Kein Zugriff
- Das Spiel mit der ›Amnestie‹ Kein Zugriff
- Das Spiel mit der Inkrementalität der Regulierung Kein Zugriff
- Soziale Inferiorität Kein Zugriff
- Der Wert einer kontinuierlichen Versorgung mit Care Kein Zugriff
- Soziale Gerechtigkeit Kein Zugriff
- Die gesellschaftliche Aufwertung von Carework Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Zur Ambivalenz von Regulierung und Konformität im Care-Regime Kein Zugriff
- Ausblick Kein Zugriff
- : Liste der Tabellen und Abbildungen Kein Zugriff
- : Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- : Transkriptionsregeln Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 331 - 332



