
Erstrittene Freiheit zwischen Kaiser und Fürstenherrschaft
Die frühneuzeitliche Autonomiestadt und der Fall Einbeck- Autor:innen:
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- Verlag:
- 13.09.2023
Zusammenfassung
Städte zwischen Kaiser und Fürst: Ein dritter Städtetyp in der Frühen Neuzeit, betrachtet am Beispiel Einbecks und des Sächsischen Städtebundes. Lange galt die Frühe Neuzeit in stadthistorischer Sicht als »Städtetal« - eine Zeit mit nur wenigen Neugründungen. Allerdings bildeten sich bestimmte Städtetypen erst in dieser Zeit heraus. Für das Heilige Römische Reich wird zwischen Reichsstädten und Landstädten unterschieden: Unterstanden erstere unmittelbar dem Kaiser, so waren letztere einem Landesherrn untertan. Im vordergründig »reichsfernen« Norddeutschland existierte ein dritter Städtetyp, den die Zeitgenossen als civitas mixta bezeichneten und für den die Geschichtsforschung den Begriff Autonomiestadt prägte, ohne ihn genauer zu bestimmen. Diese Autonomiestädte waren kein Überbleibsel des Mittelalters, sondern etablierten sich erst im 16. Jahrhundert. Am Beispiel Einbecks und des Sächsischen Städtebunds betrachten Philip Haas und Martin Schürrer erstmals eingehend diesen Städtetyp, arbeiten dessen Strukturmerkmale heraus und zeichnen Entwicklungslinien nach. Dies geschieht unter Rückgriff auf eine Vielzahl archivalischer Quellen und unter Auswertung der gelehrten frühneuzeitlichen Publizistik. Durch Anpassung etablierter und Nutzung innovativer politischer Werkzeuge konnten sich Autonomiestädte bis weit in das 17. Jahrhundert behaupten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 13.09.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5454-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8526-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 363
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1.1 Forschungsstand Kein Zugriff
- 1.2 Quellen Kein Zugriff
- 2.1 Grundzüge der Entwicklung Einbecks: Verfassung und Bevölkerung Kein Zugriff
- 2.2 Das Fürstentum Grubenhagen und seine »Hauptstadt« Kein Zugriff
- 3.1 Die Wirtschaft: Reichtum durch Bier Kein Zugriff
- 3.2 Hanse und Sächsischer Städtebund Kein Zugriff
- 3.3 Die wehrhafte Stadt Kein Zugriff
- 3.4 Die Reformation in Einbeck und das städtische Kirchenregiment Kein Zugriff
- 3.5 Die Stadtbrände von 1540 und 1549 und deren mediale Resonanz Kein Zugriff
- 3.6 Der Schutzfürst: Pseudolandesherr, Protektor und Rohstoffgarant Kein Zugriff
- 3.7 Die herzoglichen Privilegien Einbecks (1465, 1554 und 1568) Kein Zugriff
- 4.1 Konfliktphase I: Streit um Steuern und die Rolle Einbecks im Fürstentum 1568-1570 Kein Zugriff
- 4.2 Konfliktphase II: Mehr als ein Streit um Bier – die bedrohte Autonomie 1571-1579 Kein Zugriff
- 4.3 Konfliktphase III: Streit um das Kirchenregiment und Einbecks Welt im Wandel 1580-1595 Kein Zugriff
- 5.1 Gesandtschaft nach Wien und drei kaiserliche Privilegien Kein Zugriff
- 5.2 Einbeck als halbe Reichsstadt – die civitates mixtae Kein Zugriff
- 5.3 Interventionen des Reichsoberhaupts: Die Auswirkungen der kaiserlichen Privilegien Kein Zugriff
- 5.4 Unter die Druckerpresse: Die Privilegien als Amtsdrucke und Policeymandate Kein Zugriff
- 5.5 Die Grenzen der Privilegierung: Einbecks Territorial- und Klosterpolitik Kein Zugriff
- 5.6 Was wollte der Kaiser? Kein Zugriff
- 6.1 Die Auslieferung Grubenhagens an den Herzog von Wolfenbüttel Kein Zugriff
- 6.2 Neue Herren, alte Freiheiten: Die Herzöge von Lüneburg Kein Zugriff
- 6.3 Aus der Traum: Eroberung und Besetzung im Dreißigjährigen Krieg Kein Zugriff
- 7. Das Ende der Städtefreiheit: Ein Ausblick Kein Zugriff Seiten 293 - 298
- 8. Fazit Kein Zugriff Seiten 299 - 308
- Ungedruckte Quellen Kein Zugriff
- Edierte Quellen und Literatur bis 1800 Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 316 - 356
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 357 - 358
- Personen- und Ortsregister Kein Zugriff Seiten 359 - 363




