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Das nächtliche Wir

Traumwissen und Traumkunst nach dem Jahrhundert der Psychologie
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Zur Veränderung von Traumwissenschaft und Traumkunst seit 1950 angesichts der Verwissenschaftlichung von Traum und Virtual Reality: das träumende Selbst zwischen Individuum und Kollektiv

Stand im Zentrum der Psychoanalyse seit Beginn des 20. Jahrhunderts die sprachlich vermittelte Deutung individueller Träume, so tritt in den Schlaflaboren der Neurowissenschaften, aber auch in den Traumstatistiken der experimentellen Psychologie das Interesse am individuellen Traum deutlich zurück. Seit dem Aufkommen hochimmersiver Medien wie Computerspielen und Virtual Reality können technisch erzeugte alternative Welten zugleich mit ähnlicher Intensität erlebt werden wie Träume. In dieser neuen Konstellation setzt sich der produktive Austauschprozess zwischen Wissenschaften und Künsten fort, wie er in den ersten beiden Bänden dieser Reihe unter dem Titel »Das nächtliche Selbst« für das »Jahrhundert der Psychologie« (1850–1950) beschrieben wurde. Dabei lässt sich in theoretischen Ansätzen, vor allem in Literatur und Film, in Videoinstallationen und VR-Anwendungen beobachten, dass nun zunehmend auch überindividuelle und kollektive Aspekte des Traums in den Blick rücken. Die Traumkultur der Gegenwart scheint so im Zeichen einer Verschiebung vom nächtlichen Selbst zum nächtlichen Wir zu stehen.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2024
Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-8353-5535-4
ISBN-Online
978-3-8353-8670-9
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
422
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 46
    Autor:innen:
    1. Das ethnologische Interesse am Traum: Von Carlo Levi zu Ernesto De Martino Kein Zugriff Seiten 49 - 70
      Autor:innen:
    2. Der Traum als Medium spiritueller Kommunikation in Léonora Mianos ›La saison de l’ombre‹ (2013) Kein Zugriff Seiten 71 - 92
      Autor:innen:
    3. Der unterworfene Traum. Onirischer Kollektivismus bei Charlotte Beradt und Sophie Bruneau Kein Zugriff Seiten 93 - 117
      Autor:innen:
    4. »Zermürbt von Alpträumen«. Träume der Nazitäter in Romanen von Olivier Guez, Jonathan Littell und Daša Drndić Kein Zugriff Seiten 118 - 142
      Autor:innen:
    5. Traum und Traumgemeinschaften bei Hélène Cixous Kein Zugriff Seiten 143 - 166
      Autor:innen:
    1. ›States of altered virtuality‹. Historische Schnittstellen zwischen Traumtheorie und Virtual Reality Kein Zugriff Seiten 169 - 183
      Autor:innen:
    2. Traum, Kino und Virtualität am Beginn des digitalen Zeitalters. Zu Joseph Rubens ›Dreamscape‹ (1984) Kein Zugriff Seiten 184 - 202
      Autor:innen:
    3. Traum und Virtualität in Filmen des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 203 - 232
      Autor:innen:
    4. Traum – Film – Immersion. David Lynchs ›Mulholland Drive‹ (USA/F 2001) Kein Zugriff Seiten 233 - 254
      Autor:innen:
    5. Die Virtualität des Traums als ›sandige‹ Realität Kein Zugriff Seiten 255 - 272
      Autor:innen:
    6. Die Vervielfältigung der Wirklichkeit. Immersive Technologien, virtuelle Realitäten und Träume in der Gegenwartskunst Kein Zugriff Seiten 273 - 290
      Autor:innen:
    7. Virtuelle Traumerfahrung: plurale Selbste und geteilte Emotionen in Ed Atkins’ Video-Welten Kein Zugriff Seiten 291 - 318
      Autor:innen:
    1. Am Rand des Traums – das Erwachen. Zu Jacques Lacans Herangehensweise an das Träumen Kein Zugriff Seiten 321 - 344
      Autor:innen:
    2. Ein sich selbst deutender Traum. Wilfred Bions Entwurf eines Erzählens zwischen Traum und Traumtheorie Kein Zugriff Seiten 345 - 364
      Autor:innen:
    3. Fritz Morgenthaler. Traumdeutung als strenge Kunst betrachtet Kein Zugriff Seiten 365 - 383
      Autor:innen:
    4. Serielle Traumdeutung als Autobiographik des Unbewussten. Zum Werk Detlev von Uslars Kein Zugriff Seiten 384 - 405
      Autor:innen:
    5. Posttraumatische Alpträume aus wissenschaftlicher, phänomenologischer und klinischer Perspektive Kein Zugriff Seiten 406 - 422
      Autor:innen:

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