
Aufzeichnungen aus dem Versteck
Erlebnisse eines polnischen Juden 1939-1946- Autor:innen/Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Ein einzigartiges Zeitdokument aus Privatbesitz wird nach mehr als sechzig Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – die Aufzeichnungen eines jungen Mannes über seine Verfolgung durch die Nazis im deutsch besetzen Polen. Als Zwanzigjähriger saß Frederick Weinstein (Fryderyk Winnykamień) 1943 und 1944 in einem Keller in Warschau fest. Den Raum nicht zu verlassen und nicht gesehen zu werden war seine einzige Chance, der Judenverfolgung zu entkommen. In einer Atmosphäre ständiger Bedrohung, Einsamkeit, Nichtstun und vager Hoffnung auf eine Befreiung verfaßte Weinstein einen ausführlichen Rückblick seiner Erlebnisse seit der Besetzung des Landes im September 1939. Detailliert, selbstkritisch und emotional schildert er den fortwährenden Kampf seiner Familie ums Überleben. Frederick Weinsteins Weg führte aus Łódź nach Warschau, von dort für knapp zwei Jahre in das abgelegene Provinzstädtchen Gniewoszów an der Weichsel und schließlich in das Ghetto von Warschau. Wenige Wochen nach seiner Ankunft im Sommer 1942 begannen dort die Massendeportationen der Juden in das Vernichtungslager Treblinka. Durch die Arbeit in einem Rüstungsbetrieb konnte Frederick Weinstein der Verschleppung von weit mehr als 200000 Menschen binnen acht Wochen entkommen und floh erneut – in das Kellerversteck jenseits der Ghettomauern. Schonungslos beschreibt der jugendliche Autor in seinen Aufzeichnungen die eskalierende, den Betroffenen oftmals widersprüchlich erscheinende judenfeindliche Besatzungspolitik, die brutalen Exzesse Einzelner, denen er als Zwangsarbeiter ausgesetzt ist, die großen und kleinen Nutznießer der Judenverfolgung, die Konflikte der Verfolgten untereinander und die Spannungen innerhalb seiner ganz auf sich selbst zurückgeworfenen Familie. Frederick Weinstein hat überlebt. Aus heutiger Sicht schildert er in einem Anhang sein weiteres Schicksal bis zur Emigration in die USA 1946. Die umfangreichen Kommentare der Herausgeberinnen Barbara Schieb und Martina Voigt erläutern den historischen Hintergrund von Weinsteins Aufzeichnungen. Sie kontrastieren das autobiographische Dokument mit dem politischen Entscheidungsprozeß der nationalsozialistischen Machthaber auf regionaler wie zentraler Ebene, die dem um sein Überleben kämpfenden Frederick Weinstein damals verschlossen bleiben mußten.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2022
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-936872-70-5
- ISBN-Online
- 978-3-86732-827-2
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 579
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorbemerkungen Kein Zugriff Seiten 7 - 8Autor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 35Autor:innen: |
- Zur Ü bersetzung Kein Zugriff Seiten 36 - 38Autor:innen:
- Łódź, Herbst 1939 Kein Zugriff
- Warschau, Winter 1939/40 und Frühjahr 1940 Kein Zugriff
- Otwock, Sommer 1940 Kein Zugriff
- Warschau, September und Oktober 1940 Kein Zugriff
- Gniewoszów, Oktober 1940 bis Juni 1942 Kein Zugriff
- Warschauer Ghetto, Juni und Juli 1942 Kein Zugriff
- [B] Warschauer Ghetto, Juni 1942 bis Februar 1943 Kein Zugriff
- [C] Warschauer Ghetto, September 1942 bis Januar 1943 Kein Zugriff
- [D] Warschau-Wola, Februar bis November 1943 Kein Zugriff
- [E] Warschau-Wola, Dezember 1943 bis August 1944 Kein Zugriff
- Epilog: August 1944 bis 1946 / 2002 (Gespräch) Kein Zugriff Seiten 347 - 370
- Exkurs: Die Familie Pakman-Woop in Berlin Kein Zugriff Seiten 371 - 378Autor:innen: |
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Personenverzeichnis Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Die Autoren Kein Zugriff





