
Memorial
Erinnern ist Widerstand- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 15.05.2025
Zusammenfassung
Im Oktober 2022 erhält die Menschenrechtsorganisation MEMORIAL den Friedensnobelpreis. Noch am selben Tag wird die Beschlagnahmung des Büros in Moskau angeordnet. Nach der Razzia prangt überall auf Möbeln und Materialien der Buchstabe «Z»: ein Mahnmal. Der Welt ist das Netzwerk MEMORIAL durch seine beispiellose Aufklärungsarbeit bekannt, Moskau jedoch sieht in ihm vor allem eins: Einen Störfaktor, den es auszuschalten gilt. Es ist nicht der erste Angriff auf das Gedächtnis der Nation, den die Organisation erlebt und erfolgreich abwehrt. Hier schildert sie die Chronik ihrer Kämpfe. Memorial ist die unverstummte Stimme der kritischen Öffentlichkeit in Russland: Seit 30 Jahren kämpft die NGO für eine Aufarbeitung der totalitären Herrschaft in der ehemaligen Sowjetunion und für die Verbesserung der aktuellen Menschenrechtssituation in Russland. Dafür erhielt sie im Jahr 2022 den Friedensnobelpreis. Nachdem das Netzwerk als «ausländische Agentenorganisation» diffamiert und offiziell aufgelöst wurde, führen die Mitglieder ihren mutigen Einsatz im Exil fort. Einige von ihnen haben in Berlin die Organisation Zukunft MEMORIAL e. V. gegründet. Doch wie kann die Arbeit weitergehen, wie die Erinnerung der Zukunft gestaltet werden? Um diese Frage zu beantworten, hat Zukunft Memorial über ein Dutzend Expertinnen und Experten aus den Bereichen historische Forschung, Publizistik und Literatur um sich versammelt: Gemeinsam erinnern Aleida Assmann, Anne Applebaum, Karl Schlögel, Gerd Koenen, die Literaturnobelpreisträgerinnen Herta Müller und Swetlana Alexijewitsch u.a. an die Aktionen und Erfolge der mutigen Dissidentinnen und Dissidenten. Der Streit um das kritische Gedächtnis Russlands wird fortgeführt – obwohl und gerade weil das erste Opfer des Kriegs bekanntlich die Wahrheit ist.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2025
- Erscheinungsdatum
- 15.05.2025
- ISBN-Print
- 978-3-406-83216-1
- ISBN-Online
- 978-3-406-83218-5
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 192
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort der Herausgeber Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Irina Scherbakowa — Memorial. Dreißig Jahre Kampf für das Erinnern Kein Zugriff Seiten 11 - 36
- Jan Rachinsky — Nobelpreisrede Kein Zugriff Seiten 37 - 44
- Bilder aus der Memorial-Sammlung Kein Zugriff Seiten 45 - 90
- Aleida Assmann — Die Zukunft beginnt mit Erinnern! Kein Zugriff Seiten 91 - 96
- Karl Schlögel — Eine andere Dialektik der Aufklärung Kein Zugriff Seiten 97 - 100
- Herta Müller — Die Angst glüht und der Mund gefriert Kein Zugriff Seiten 101 - 104
- Nicolas Werth — «Es kommt eine neue Generation» Kein Zugriff Seiten 105 - 113
- Anne Applebaum — Es gibt ein anderes Russland Kein Zugriff Seiten 114 - 116
- Gerd Koenen — Im Widerschein des Krieges. Gedanken zur Rolle von Memorial im Exil Kein Zugriff Seiten 117 - 131
- Tomas Venclova — «Es ist ein Versagen der Menschheit, dass es in Russland keinen Prozess wie in Nürnberg gab» Kein Zugriff Seiten 132 - 138
- Wsewolod Retschyzkyj — «Memorial wird gebraucht, um zwischen beiden Völkern wieder gute Beziehungen herzustellen » Kein Zugriff Seiten 139 - 146
- Jonathan Littell — «Russland ist viel mehr als Putin und sein Regime» Kein Zugriff Seiten 147 - 165
- Adam Michnik — «Ich bin ein seltener Vogel – ein echter Anti-Putin-Russophiler» Kein Zugriff Seiten 166 - 172
- Swetlana Alexijewitsch — «Man muss den Leuten helfen zu bestehen. Damit sie in diesen Zeiten nicht den Halt verlieren, nicht zerbrechen» Kein Zugriff Seiten 173 - 184
- Myroslaw Marynowytsch — «Ich glaube daran, dass Gott die Menschheit nicht verlassen hat » Kein Zugriff Seiten 185 - 189
- Verzeichnis der Autoren, Herausgeber und Personen Kein Zugriff Seiten 190 - 192




