
Die Ökonomie der Zeit
Studien zu Nietzsche und Foucault- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die gesellschaftliche Orientierung an einer offenen Zukunft ist eng verbunden mit ökonomischen Subjektivierungsformen und Machtverhältnissen. Das vorliegende Buch thematisiert im Zuge einer neuen Deutung von Friedrich Nietzsche und Michel Foucault die ambivalente Form dieser modernen Ökonomie der Zeit.
Ausgehend vom Begriff der Verschuldung wird der Zusammenhang von Zeit, Ökonomie und Macht in Nietzsches Genealogie der Moral untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Subjekte einen Bezug zur Zukunft und zu sich als berechenbaren Akteuren einüben. Die Ambivalenz dieses ökonomischen Zeitregimes, das nicht nur repressive Funktion hat, sondern auch ein befreiendes Moment enthält, zeigt anschließend eine Deutung von Foucaults Analytik der Macht.
Mit Foucault wird einerseits dargestellt, wie der kapitalistische Produktivitätsimperativ sich mit spezifischen Subjektivierungspraktiken verbindet, und andererseits hervorgehoben, dass das Versprechen einer offenen Zukunft auch Freiheitsspielräume erweitert und die Möglichkeit von Widerstand wachhält. Das Verhältnis von Freiheit und Macht leitet schließlich eine kritische Befragung neoliberaler Zeitregime an. In der Gegenwartsgesellschaft ist die Ökonomie der Zeit eng verknüpft mit der Dynamik der Finanzialisierung und einer Lebensform der Verschuldung. Vor diesem Hintergrund gewinnt Nietzsches Genealogie an neuer Aktualität.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-95832-313-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1458-7
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 284
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 11
- Nietzsche lesen Kein Zugriff
- Genealogische Kritik als aufklärerische Praxis Kein Zugriff
- Vom Subjekt zu Formen der Subjektivierung Kein Zugriff
- Die Zeitökonomie des Versprechens Kein Zugriff
- Das Gewissen Kein Zugriff
- Der Fetischcharakter des Zeitbegriffs Kein Zugriff
- Zur Ambivalenz des souveränen Individuums Kein Zugriff
- Zur Ambivalenz der Subjektivierungsform der Verschuldung Kein Zugriff
- Latente Grausamkeit Kein Zugriff
- Eine Art zweiter Unschuld Kein Zugriff
- Kritik an Nietzsche: Zahlungsversprechen als gesellschaftliche Form Kein Zugriff
- Das Zeitregime des verschuldeten Subjekts: Nietzsches genealogische Perspektive Kein Zugriff
- Foucaults Anschlüsse an Nietzsche Kein Zugriff
- Genealogie der modernen Gesellschaft Kein Zugriff
- Mikrophysik der Macht Kein Zugriff
- Ökonomie und Disziplinarmacht Kein Zugriff
- Zur Ambivalenz des produktiven Subjekts Kein Zugriff
- Zeitregime der Disziplinarmacht Kein Zugriff
- Linearität, Zukunftsorientierung und Abstraktion der Zeit Kein Zugriff
- Der »Zusammenhang zwischen Lebenszeit und politischer Macht« Kein Zugriff
- Die Zeit des Staates: Zur Form polyzentrischer Macht Kein Zugriff
- Heterochronien und Widerstandsmomente Kein Zugriff
- Das Zeitregime des produktiven Subjekts: Foucaults genealogische Perspektive Kein Zugriff
- »Radikaler Journalismus«: Zur Form zeitdiagnostischer Sozialphilosophie Kein Zugriff
- Neoliberale Gouvernementalität Kein Zugriff
- Humankapital als Subjektivierungsform Kein Zugriff
- Zeit, Ökonomie und Subjektivierung im Neoliberalismus Kein Zugriff
- Von der Disziplinargesellschaft zur Unternehmensgesellschaft Kein Zugriff
- Gouvernementale Prekarisierung Kein Zugriff
- Risiko: Eine systemtheoretische Perspektive Kein Zugriff
- Unbestimmtheit des Geldes Kein Zugriff
- Konstellationen der Finanzialisierung Kein Zugriff
- Neoliberale Gouvernementalität und Finanzialisierung Kein Zugriff
- Nietzsches Aktualität in der Gegenwartsgesellschaft Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung. Nietzsche und Foucault als Denker einer offenen Zukunft Kein Zugriff Seiten 251 - 265
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 266 - 266
- Literatur Kein Zugriff Seiten 267 - 284




