
Freiheit?
Eugène Delacroix, die Revolution von 1830 und die Politik der Bilder- Autor:innen:
- Reihe:
- Ästhetik um 1800, Band 17
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Wer an Revolutionen denkt, hat »Die Freiheit führt das Volk« von Delacroix vor Augen. Johannes Grave wirft einen neuen Blick auf das Gemälde und zeigt, wie Bilder Freiheit erfahrbar machen können. Dem Gemälde »Die Freiheit führt das Volk« ist eine merkwürdige Ambivalenz eigen. Einerseits hat sich Eugène Delacroix’ Bild als affirmative Ikone der Julirevolution von 1830 im kollektiven Gedächtnis festgesetzt. Andererseits ist seine frühe Rezeption kontrovers und keineswegs vorbehaltlos enthusiastisch. Den Weg zu einem besseren Verständnis dieser Zwiespältigkeit kann die auf den ersten Blick überraschende Idee eines zeitgenössischen Kunstkritikers bahnen: Als Gustave Planche 1831 den besonderen Wert des Gemäldes zu begründen versuchte, betonte er, dass dessen Qualität erst nach längerer Betrachtung hervortrete. Wie ändert sich der Blick auf das Bild einer Momentaufnahme, wenn es lange angeschaut wird? Was folgt daraus, wenn Delacroix – der Lessings »Laokoon« aus eigener Lektüre kannte – einen Moment der revolutionären Dynamik stillstellt? Und wie verhält sich das Bild dabei zu seinem zentralen Thema: der Freiheit? Am Beispiel von Delacroix’ Gemälde lässt sich nachvollziehen, wie Freiheit – über konventionelle allegorische Darstellungen hinaus – durch die dem Bild eigene Zeitlichkeit auf einzigartige Weise greifbar werden kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5673-3
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8693-8
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Ästhetik um 1800
- Band
- 17
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 160
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- I. Zeitfragen Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- II. Deutungsfragen Kein Zugriff Seiten 11 - 17
- III. Die Julirevolution und ihre Darstellung durch Delacroix Kein Zugriff Seiten 18 - 24
- IV. Soziale Typen und eine ›allégorie réelle‹ Kein Zugriff Seiten 25 - 31
- V. Bildeinheit und kompositorische Spannungen Kein Zugriff Seiten 32 - 36
- VI. Die ›Freiheit‹ im Netz der Bilder Kein Zugriff Seiten 37 - 45
- VII. Werkgenese: Von der Einheit zum Widerstreit Kein Zugriff Seiten 46 - 54
- VIII. Ambivalente Anleihen Kein Zugriff Seiten 55 - 64
- IX. Bildzeit und Betrachtungszeit Kein Zugriff Seiten 65 - 71
- X. Unterbrechungen Kein Zugriff Seiten 72 - 82
- XI. Ambivalenzen der Freiheiten Kein Zugriff Seiten 83 - 93
- XII. Von der Darstellung der Freiheit zur Freiheit der Betrachter Kein Zugriff Seiten 94 - 99
- XIII. Zur Aktualität eines sperrigen Bildes Kein Zugriff Seiten 100 - 103
- XIV. Postscriptum: Im neuen Licht. Die jüngste Restaurierung des Bildes Kein Zugriff Seiten 104 - 106
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 107 - 158
- Dank Kein Zugriff Seiten 159 - 159
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 160 - 160




