Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2019
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Seite 4 - 4
«Herr M. fühlt sich durch eine Reihe von Bemerkungen, die ein Deutscher (N.), über Japan gemacht hat, in seinem japanischen Selbstbewusstsein gekränkt und erwidert darauf.» So lautet der erste Satz aus Karl von Löwiths Manuskript...
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Seite 5 - 15
Herr M. fühlt sich durch eine Reihe von Bemerkungen, die ein Deutscher (N.) über Japan gemacht hat, in seinem japanischen Selstbewusstsein gekränkt und erwidert darauf. Er weist die ungerechten «Vorurteile» zurück, die dieser Europäer...
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Seite 16 - 20
Ende 1987 widmete die Bayerische Staatsbibliothek München dem berühmten japanischen Schriftsteller Mori Ôgai (1862-1922) eine Austellung, in der neben anderen Zeugnissen seines Lebens auch verschiedene Dokumente seiner zur Zeit seines Aufenthalts...
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Seite 21 - 30
Kurz nach seiner Ankuft in Japan, wohin ihn das Schicksal des Exils vertrieben hatte, stieß der Philosoph Karl Löwith in einer «amerikanisch-japanischen» Zeitung auf das Referat eines Vortrags, den ein vom Dritten Reich nach Japan entsandter...
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Seite 31 - 44
Die Moderne kommt aus Japan. Jedenfalls, wenn man dem Gründungsdirektor des New Yorker Museum of Modern Art Alfred H. Barre folgt, der auf dem vielleicht berühmtesten Schaubild der Kunstgeschichte die Moderne mit dem Jahr 1890 beginnen ließ und...
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Seite 45 - 52
Als der Nationalökonom, Philosoph und Georgeanter Kurt Singer im Sommer 1931 zur Schiffsreise nach Japan aufbricht, ahnt er nicht, dass bald darauf seine Karrierechancen in Deutschland zerstört werden würden und der Wunsch nach einer Rückkehr...
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Seite 53 - 61
Länger als Kurt Singer und Karl Löwith, nämlich fast neun Jahre (1938-48), lebte ein deutscher Psychologe in Japan, der in der Bundesrepublik Bekanntheit als einer der ersten Lehrer des Zen-Buddhismus gewann: Karlfried Graf Dürckhiem. Für ihn...
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Seite 62 - 72
Versuche, Heideggers Denken angemessen zu verstehen, verweisen im Falle von Sein und Zeit auf Aristoteles, Luther oder die Marburger Theologie. Beim späten Heidegger beginnt indes die Sache nach Quellen, die außerhalb dessen stehen was Heidegger...
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Seite 73 - 86
Michel Foucault zog sich 1978 für einige Wochen in einem Zen-Tempel am Fuß des Fuji zurück. Martin Heidegger dachte lange über das Wesen der japanischen Sprache nach. Und Roland Barthes entdeckte im «Reich der Zeichen» das semiologische...
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Seite 87 - 106
Ende 1850, kurze Zeit nachdem die kontinentaleuropäischen Revolutionen gegen die dynastische Ordnung der Restaurationszeit niedergeschalgen waren und die Hoffnungen auf eine demokratische Wende am Boden zerstört schienen, hob der englische...
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Seite 107 - 112
Neuseeland war für den aus Nazideutschland geflüchteten Dichter Kal Wolfskehl nach Stationen in der Schweiz und Italien im Sommer 1938 der Ankuftsort einer One-way-Schiffreise mit Touristenvisum. Das über vier Jahre andauernde italienische...
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Seite 113 - 122
Nicht erst, seitdem es von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gewählt wurde, hat das «Postfaktische» einen festen Platz in der Gegenwartsdiagnose. Der parallele Aufstieg des englischen Äquivalents, post truth, das die...
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Seite 123 - 124
Von dem Altphilologen Wolfang Schadewaldt geht die Anekdote, dass er 1934 Martin Heidegger eines Tages, nachdem dieser bereits vom Rektorenamt der Freiburger Universität zurückgetreten war, zufällig in der Straßenbahn traf und mit den Worten...
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Seite 125 - 127
Carlo Ginzburgs jüngstes Buch widmet sich zwei Autoren, die ferner von einander kaum gedacht werden können: dem Florentiner Niccolò Machiavelli (1469-1527), der glaubte, die Fürsten führen zu können, indem er ihr Handeln als Staatskunst...
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Seite 128 - 128
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