"Elend im Wunderland"
Armutsvorstellungen und Soziale Arbeit in der Bundesrepublik 1955-1975- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Armut und Wirtschaftswunder – auf den ersten Blick zwei widersprüchliche Begriffe. Auch die zeitgenössisch häufig verwendete Selbstzuschreibung einer „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“ (Helmut Schelsky) bestärkt die Annahme, dass sich zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1970er Jahre in der Bundesrepublik kaum jemand mit dem Thema Armut auseinandergesetzt hat. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sich das Armutsverständnis der bundesdeutschen Gesellschaft genau in dieser Zeit stark veränderte: Es wurde vielschichtiger, demokratischer, liberaler. Zugleich erfuhr der Sozialstaat in diesen beiden Dekaden einen Ausbau ungeahnten Ausmaßes.
An diesem Punkt setzt die Studie an. In ihrer umfangreichen Analyse konzentriert sich Meike Haunschild auf Expertendiskurse und nimmt am Beispiel von Caritas und Arbeiterwohlfahrt zentrale Debatten der Wohlfahrtspflege in den Blick. Geleitet von der Frage, wie und warum sich die Grenze zwischen gesellschaftlich akzeptierten und gesellschaftlich nicht mehr akzeptierten Formen sozialer Ungleichheit verschob, arbeitet sie Veränderungen im vorherrschenden Armutsverständnis heraus und zeigt dessen Wechselwirkung mit sozialstaatlichen Leistungen auf.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-8288-4067-6
- ISBN-Online
- 978-3-8288-6906-6
- Verlag
- Tectum, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 506
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Teilzugriff Seiten I - X Download Kapitel (PDF)
- 1. Annäherung an ein schwer greifbares Thema Kein Zugriff Seiten 1 - 16
- 2.1.1. Massenarmut als gemeinsamer Erfahrungsraum Kein Zugriff
- 2.1.2. Sozialpolitik und gesellschaftliche Leitbilder Kein Zugriff
- 2.2.1. Die Sozialreform auf der politischen Agenda Kein Zugriff
- 2.2.2. Der Grundkonflikt: Freiheit versus Sicherheit Kein Zugriff
- 2.3.1. Einfluss von Wissenschaft und Presse Kein Zugriff
- 2.3.2. Die politische Debatte Kein Zugriff
- 2.3.3. Auswirkungen und Reaktionen Kein Zugriff
- 2.4. Armutsvorstellungen vor dem Hintergrund von Erfahrung und Erwartung Kein Zugriff
- 3.1.1. Ursprünge der Armenfürsorge Kein Zugriff
- 3.1.2. Vom Armenwesen zur Wohlfahrtspflege Kein Zugriff
- 3.1.3. Von der Wohlfahrtspflege zum Wohlfahrtsstaat Kein Zugriff
- 3.1.4. Niedergang und Neuanfang Kein Zugriff
- 3.2.1. Die Caritas: Wohlfahrtspflege als Ausdruck des Glaubens Kein Zugriff
- 3.2.2. Die Arbeiterwohlfahrt: Wohlfahrtsspflege mit aufklärerischem Anspruch Kein Zugriff
- 3.2.3. Der Städtetag: Kommunen als Umsetzer und Finanzierer Kein Zugriff
- 3.3. Soziale Arbeit und Prozesse der Professionalisierung Kein Zugriff
- 3.4. Armutsvorstellungen und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ Kein Zugriff
- 4.1.1. Die Familie als ‚Keimzelle‘ der Gesellschaft Kein Zugriff
- 4.1.2. Der Streit um das Subsidiaritätsprinzip Kein Zugriff
- 4.2.1. „Wandel der Not – Wandel der Sozialarbeit“ Kein Zugriff
- 4.2.2. Altenhilfe: Von der ‚Schaukelstuhlideologie‘ zur sozialen Teilhabe Kein Zugriff
- 4.2.3. Soziale Hilfen für Frauen: Vom Objekt zum Subjekt Kein Zugriff
- 4.3. Armutsvorstellungen und die Pluralisierung der Gesellschaft Kein Zugriff
- 5.1. Öffentliche Wahrnehmung von Obdachlosen vor und nach ‚1968‘ Kein Zugriff
- 5.2.1. Die ‚Bewahrungsidee‘: Einfluss und Einflussverlust der Fürsorgeelite Kein Zugriff
- 5.2.2. Gemeinwesenarbeit: Methodischer Ansatz einer politischen Generation Kein Zugriff
- 5.3.1. Kirche, Studenten, Caritas Kein Zugriff
- 5.3.2. Randgruppenthematik im DCV vor ‚1968‘ Kein Zugriff
- 5.3.3. Studentische Caritas zwischen Religion und Politik Kein Zugriff
- 5.4. Armutsvorstellungen und Generationswechsel Kein Zugriff
- 6.1.1. Bildebene: Frauen, Kinder, Wartende Kein Zugriff
- 6.1.2. Sprachebene: Von Stiefkindern und Dunkelheit Kein Zugriff
- 6.1.3. Symbolebene: Wohlstandsobjekte als Armutsindikatoren Kein Zugriff
- 6.2.1. Weihnachten – „Konjunktur der milden Herzen“ Kein Zugriff
- 6.2.2. Vom Almosen zum modernen Spendenwesen Kein Zugriff
- 6.3. Armutsvorstellungen und ikonografische Prägung Kein Zugriff
- 7. „Elend im Wunderland“ – eine Bilanz Kein Zugriff Seiten 467 - 474
- 8.1. Abkürzungen Kein Zugriff
- 8.2.1. Archivalische Quellen Kein Zugriff
- 8.2.2. Interviews Kein Zugriff
- 8.2.3. Periodika Kein Zugriff
- 8.2.4. Websites Kein Zugriff
- 8.2.5. Gedruckte Quellen und Literatur Kein Zugriff





