
Ich kam als Gast in euer Land gereist…'
Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933–1956- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Die hier dokumentierten Familiengeschichten zeigen das widerspruchsvolle Schicksal deutscher Hitlergegner in der Sowjetunion der Stalinzeit. Die Deutschen kamen als Arbeitssuchende Anfang der 1930er Jahre oder nach 1933 als politisch Verfolgte in das Land ihrer Träume und Hoffnungen. Sie waren Facharbeiter, Journalisten, Lehrer, Mediziner, Künstler, Architekten – die Frauen unter ihnen immer mitgedacht. Ab 1936 wurden sie Opfer staatlichen Terrors: Ob vom NKWD ermordet oder in Straflager deportiert, auf lange Jahre nach Sibirien und Kasachstan verbannt oder in Kinderheime zwangsweise eingewiesen – die Familienschicksale gleichen mehrfach zerrissenen Lebenslinien. Der Rückweg nach Deutschland war abgeschnitten; die Antifaschisten wurden zu doppelt Verfolgten. Auch das Ende von Krieg und Faschismus brachte vielen Exilanten nicht die erhoffte Freiheit: Erst in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre konnte das Gros der in der Verbannung Lebenden ausreisen. Für sie war es die lang ersehnte Rückkehr in die Heimat, für ihre in der Sowjetunion sozialisierten Kinder ein schwerer Neubeginn im fremden Land. Ergänzt werden die Familienporträts durch Informationen zu historischen Hintergründen des Staatsterrors. Allen gezeigten Fotos und Dokumenten liegen bisher unbekannte Materialien aus dem Familienbesitz der Betroffenen und aus deutschen und russischen Archiven zugrunde. Gesammelt und aufbereitet wurden sie von Hinterbliebenen der Opfer und Historikern – Initiatoren eines 2008 gegründeten Arbeitskreises zum Gedenken an die im sowjetischen Exil verfolgten deutschen Antifaschisten unter dem Dach der Berliner VVN-BdA. Der Band erscheint begleitend zu einer gleichnamigen zweisprachigen Ausstellung, die in mehreren Bundesländern sowie parallel in Russland und der Kasachischen Republik gezeigt wird.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2010
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-86732-177-8
- ISBN-Online
- 978-3-86732-808-1
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 272
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Editorial Kein Zugriff
- Zur Einführung: Zerrissene Lebenslinien. Familienschicksale in den Jahren des Exils (Von Inge Münz-Koenen) Kein Zugriff Seiten 7 - 13
- Der Mut der Frauen (Von Carola Tischler) Kein Zugriff
- Unterwegs. Postkartengrüße – Momentaufnahmen vom Leben der Rippergers im Sowjetland Im Archipelag der Familienerinnerungen Die Familie Daniel in der Sowjetunion (Von Gerd Kaiser) Kein Zugriff
- Kommunistenverfolgung in der Sowjetunion – Konstruktion einer Anklage (Von Inge Münz-Koenen) Kein Zugriff
- Samuel Glesel: »... dass ich ehrlich und mit ganzer Kraft für die Partei und die Sowjetunion gewirkt und gestritten habe« (Von Anja Schindler) Kein Zugriff
- »Wir sind stolz darauf, dass wir alle den Ehrennamen des Stossarbeiters tragen.« (Von Anja Schindler) Kein Zugriff
- Anni Sauer über ihre Verhaftung, Lagerzeit und Verbannung (Ausgewählt und zusammengestellt von Michael Dewey) Kein Zugriff
- Karl Fehler: »Mein Leben war nicht von Glück und Erfolg begleitet.« (Eingeleitet von Anja Schindler) Kein Zugriff
- Die Frauen der Familie Remmele – drei Generationen (Von Inge Münz-Koenen) Kein Zugriff
- Emigrantenkinder zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg. Ein Foto und seine Geschichte (Von Anja Schindler) Kein Zugriff
- »Er wollte leben, wie die Russen leben« – ein Bilderbuch und seine Geschichte (Von Inge Münz-Koenen) Kein Zugriff
- Der sinnlose Tod von Adolf Boss oder wie der »Große Terror« medizinische Initiativen und Kompetenzen vernichtete (Von Carola Tischler) Kein Zugriff
- Bruno Schmidtsdorf – die abgebrochene Karriere (Von Günter Agde) Kein Zugriff
- »Aus dem Leben geschleudert« – die Architekten Oswald und Werner Schneidratus (Von Hans Coppi) Kein Zugriff
- Familie Meyer-Korth (Von Andreas Herbst) Kein Zugriff Seiten 163 - 167
- Rotbannerorden und Haftpsychiatrie – die Genfer GRU-Residentin Rachel Dübendorfer (Von Bernd-Rainer Barth) Kein Zugriff
- Texte der thematischen Tafeln (zusammengestellt von Wladislaw Hedeler) Kein Zugriff
- »Gut angekommen« Kein Zugriff
- »Du lebst noch?« Kein Zugriff
- Akmola – das weiße Grab Kein Zugriff
- Täter im Parteiauftrag Kein Zugriff
- Kommentiertes Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 222 - 242
- Glossar Kein Zugriff Seiten 243 - 250
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 251 - 253
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff Seiten 254 - 254
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 255 - 255
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 256 - 256
- Die Ausstellungstafeln im Überblick Kein Zugriff Seiten 257 - 268
- Impressum Kein Zugriff Seiten 269 - 272





