Der Weg der europäischen Philosophie
Eine Gewissenserforschung. Bd. 2: Nachantike Philosophie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Es ist an der Zeit, Geschichte der Philosophie nicht mehr nur als geschätztes, aber unverbindliches Bildungsgut zu erzählen, sondern zu prüfen, was die Philosophie auf ihrem Weg durch die Geschichte Europas den Menschen „angetan“ hat, im Guten wie im Bösen. Dieses Ziel setzt sich Hermann Schmitz in einem zweibändigen Werk, indem er diesen Weg analytisch und kritisch von Homer bis Merleau-Ponty nachzeichnet. Der zweite Band setzt beim Urchristentum ein, das zum archaischen Denken hinter die demokritisch-platonische (psychologistisch-reduktionistisch-introjektionistische) Vergegenständlichung zurückspringt, damit aber schon bei Augustinus, der durch ein im Dienst eigenen Glücks bloß utilitaristisches Verhältnis zur Welt neuzeitliches Denken tendenziell vorwegnimmt, keine Rolle mehr spielt. Dieser Vergegenständlichung kommt in der Scholastik, im Zuge des Universalienproblems und des Verständnisses von Einheit, der Singularismus zu Hilfe, der sich bei Wilhelm von Ockham radikal durchsetzt. Singularismus ist die Überzeugung, dass alles ohne Weiteres einzeln ist. Er ebnet den Weg zum Konstellationismus, der die Welt als Netzwerk einzelner Faktoren deutet. Singularismus als Konstellationismus ist zusammen mit dem demokritisch-platonischen Paradigma der Schlüssel theoretischer und technischer Weltbemächtigung, seit die Menschen diese von Bacon an in die eigenen Hände genommen haben. Kant ist der erste, dem der Singularismus so selbstverständlich ist, dass er ihn nicht mehr zu verständigen und zu rechtfertigen braucht. Erst nach Kant bemerkt ein Philosoph (Fichte), dass jeder, der „Wer bin ich?“ fragt, mit dem Erfragten nicht bei den objektiven oder neutralen Tatsachen unterkommt. Da aber alle Tatsachen für objektiv gehalten werden, scheint dieses Erfragte in eine rätselhafte Schwebelage über oder zwischen allen Tatsachen zu geraten. Damit beginnt das (noch nicht abgeschlossene) ironistische Zeitalter im Zeichen der (romantischen) Ironie und Ichangst. zum heimlichen Leitmotiv der Philosophie wird die Alternative von Aushalten (Existenzphilosophie) und Abweisen der Paradoxie, begleitet von Wiederbelebung der neuplatonischen Vieleinigkeit im Deutschen Idealismus (besonders bei Hegel), in der Lebensphilosophie und beim späten Heidegger.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-86086-1
- ISBN-Online
- 978-3-495-86087-8
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 853
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- Überleitung Kein Zugriff Seiten 15 - 22
- Der Leib im Bann der Mächte Kein Zugriff
- Der christliche Wartestand Kein Zugriff
- Nuancen Kein Zugriff
- Beherrschen, Benützen und Genießen Kein Zugriff
- Isolierung und Uniformierung Kein Zugriff
- Rette sich, wer kan Kein Zugriff
- Systematische Vorbereitung Kein Zugriff
- Die Frühzeit Kein Zugriff
- Die Hochscholastik Kein Zugriff
- Die Spätscholastik Kein Zugriff
- Die Quantifizierung der Bestimmtheit Kein Zugriff
- Das Sein und das Nichts Kein Zugriff
- Die Skalierung der Bestimmtheit Kein Zugriff
- Die Materie Kein Zugriff
- Thomas und Aristoteles Kein Zugriff
- Die distinctio formalis Kein Zugriff
- Die Mannigfaltigkeitslehre Kein Zugriff
- Die Qualifizierung der Bestimmtheit Kein Zugriff
- Die letzten Differenzen Kein Zugriff
- Der Singularismus Kein Zugriff
- Die Kappung der Zusammenhänge Kein Zugriff
- Die Universalien Kein Zugriff
- Das Subjekt Kein Zugriff
- Das Sein Kein Zugriff
- Der Mensch Kein Zugriff
- Meister Eckhart und Wilhelm von Ockham Kein Zugriff
- Die Folgen Kein Zugriff
- Gott: das Nicht-andere (non aliud) Kein Zugriff
- Gott: das Könnist (possest) Kein Zugriff
- Die geschichtliche Stellung der Philosophie des Paracelsus Kein Zugriff
- Die Konkordanz Kein Zugriff
- Begriffe aus vielsagenden Eindrücken Kein Zugriff
- Salz, Schwefel und Quecksilber Kein Zugriff
- Bacon Kein Zugriff Seiten 211 - 217
- Der Körper Kein Zugriff
- Der Staat Kein Zugriff
- Der Dualismus Kein Zugriff
- Die Subjektivität Kein Zugriff
- Gott Kein Zugriff
- Der Elementarismus Kein Zugriff
- Gott Kein Zugriff
- Einheit und Vielheit Kein Zugriff
- Was wollte Leibniz? Kein Zugriff
- Der Darwinismus der Möglichkeiten Kein Zugriff
- Das vollkommene Wesen Kein Zugriff
- Das notwendige Wesen Kein Zugriff
- Das zwiespältige Wesen Kein Zugriff
- Die Monaden Kein Zugriff
- Das Kontinuum Kein Zugriff
- Die Wende Kein Zugriff
- Locke und Descartes Kein Zugriff
- Locke und Platon Kein Zugriff
- Humes Rache an Locke Kein Zugriff
- Humes Methode Kein Zugriff
- Die geschichtliche Stellung der Philosophie Kants Kein Zugriff
- Der transzendentale Idealismus Kein Zugriff
- Die kopernikanische Wende und der kritizistische Immanentismus Kein Zugriff
- Die Entstehung der Kritik der reinen Vernunft Kein Zugriff
- Die transzendentale Ästhetik Kein Zugriff
- Die transzendentale Analytik Kein Zugriff
- Die transzendentale Dialektik Kein Zugriff
- Das Sittengesetz Kein Zugriff
- Die Triebfeder der Sittlichkeit Kein Zugriff
- Das Verhältnis der praktischen zur Transzendentalphilosophie Kein Zugriff
- Ästhetik Kein Zugriff
- Ich Kein Zugriff
- Die rezessive Entfremdung der Subjektivität Kein Zugriff
- Die Wissenschaftslehre Kein Zugriff
- Schelling Kein Zugriff Seiten 450 - 459
- Die Frühromantik und Stirner Kein Zugriff Seiten 460 - 470
- Die Denkform der Philosophie Hegels Kein Zugriff
- Die Motivation der Philosophie Hegels Kein Zugriff
- Wissenschaft der Logik Kein Zugriff
- Die Entwicklung der Logik Hegels Kein Zugriff
- Das System Kein Zugriff
- Die Dialektik der Standpunkte Kein Zugriff
- Kierkegaard Kein Zugriff Seiten 520 - 530
- Schopenhauer Kein Zugriff Seiten 531 - 540
- Nietzsche im Gefolge des Christentums Kein Zugriff
- Nietzsche im Gefolge der Frühromantik Kein Zugriff
- Die vornehme Moral Kein Zugriff
- Die Erkenntnistheorie Kein Zugriff
- Die ewige Wiederkehr Kein Zugriff
- Empiriokritizismus Kein Zugriff
- Die rezessive Entfremdung der Subjektivität Kein Zugriff
- Der Singularismus Kein Zugriff
- Gegen die Introjektion Kein Zugriff
- Frege Kein Zugriff
- Russell Kein Zugriff
- Carnap Kein Zugriff
- Charakteristik Kein Zugriff
- Quine Kein Zugriff
- Strawson Kein Zugriff
- Philosophie des Geistes Kein Zugriff
- Bergson Kein Zugriff
- Dilthey Kein Zugriff
- Die Grundzüge des Systems Kein Zugriff
- Kritik Kein Zugriff
- Die Errungenschaften Kein Zugriff
- Intentionalität Kein Zugriff
- Singularismus Kein Zugriff
- Bewusstsein Kein Zugriff
- Intersubjektivität Kein Zugriff
- Evidenz und Wahrheit Kein Zugriff
- Sinnlichkeit und Verstand Kein Zugriff
- Die Wesensschau Kein Zugriff
- Max Scheler Kein Zugriff
- Nicolai Hartmann Kein Zugriff
- Die rezessive Entfremdung der Subjektivität Kein Zugriff
- Die existenziale Analytik Kein Zugriff
- Die Preisgabe der existenzialen Analytik Kein Zugriff
- Langeweile und Zuspitzung Kein Zugriff
- Das Geschehen der Wahrheit Kein Zugriff
- Heideggers Seinsverständnis Kein Zugriff
- Die Entkräftung des Seins Kein Zugriff
- Die Seinsgeschichte Kein Zugriff
- Der eschatologische Neuplatonismus Kein Zugriff
- Subjektivität Kein Zugriff
- Ansichsein Kein Zugriff
- Der Andere Kein Zugriff
- Existenzialismus Kein Zugriff
- Hermeneutik synästhetischer Charaktere Kein Zugriff
- Phénoménologie de la Perception Kein Zugriff
- Le Visible et l’Invisible Kein Zugriff
- Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 811 - 823
- Glossar Kein Zugriff Seiten 824 - 828
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 829 - 834
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 835 - 853





