
Jenseits des Terrazentrismus
Die Rolle des Literaturkritikers in der Aufklärung- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die Welt vom Wasser aus: in der kartographischen Medialisierung der Meere bildete sich eine neue Sicht auf die Welt heraus.
Auf den Meeren formte sich die Welt zur Einheit. Unter den Instrumenten und Medien, die seit dem beginnenden 19. Jahrhundert die Verdichtung transozeanischer Bewegungen möglich und wahrnehmbar machten, trugen Karten entscheidende Bedeutung. Seekarten, die sich den Präzisionsmaßgaben einer messenden und standardisierenden Geographie verschrieben, erlaubten es europäischen Seefahrern, Küsten zu erreichen, die sich vormals nur unter kaum vertretbarem Risiko ansteuern ließen. Zugleich ermöglichten Karten, die die Meere zur Herstellung von Übersicht in Atlanten, in Zeitschriften oder etwa an den Wänden von Kontoren zeigten und in immer neue Relationen zum kontinentalen Festland setzten, die Ausbildung einer Vorstellung von der Welt als eines durch die Ozeane verbundenen Möglichkeitsraums.
»Jenseits des Terrazentrismus« lädt dazu ein, die Formierung der globalen Welt vom Wasser aus zu betrachten – und von dessen Medialisierung in Karten. In geschichts-, literatur- und medienwissenschaftlichen Beiträgen regt das Buch eine maritim reflektierte Globalisierungsforschung an, die das Geschehen auf und die Beschäftigung mit den Meeren als konstitutiv für die Herausbildung von Globalität begreift.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5141-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4820-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 312
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung. Jenseits des Terrazentrismus – Globalität aus Salzwasser Kein Zugriff Seiten 7 - 34 Iris Schröder, Felix Schürmann, Wolfgang Struck
- Strömungsreisen. Erfahrungen mariner Zeitlichkeiten in der Kartographie des Nordatlantiks Kein Zugriff Seiten 35 - 56 Julia Heunemann
- Datenmeere. Ozeanographie im Archiv Kein Zugriff Seiten 57 - 86 Felix Lüttge
- Von nautischen Netzwerkern und reziproken Datenströmen. Kooperative Praktiken in der Seekartographie des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 87 - 118 Frederic Theis
- Orientieren, navigieren, rückversichern: Praktiken maritimen Kartenwissens auf einem Handelssegler im ausgehenden 19. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 119 - 134 Ruth Schilling
- Petermanns Inseln: Karten, Wissenschaft und die Politik des Pazifik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 135 - 172 Iris Schröder
- »Die Bouvets liegen vor uns!« Die Kartierung einer besonders abgelegenen und unbewohnbaren Insel im Südatlantik durch die Deutsche Tiefsee-Expedition 1898/99 Kein Zugriff Seiten 173 - 202 Sybilla Nikolow
- Die gelehrten Poeten des Meeres, oder: Wie die See in den Atlas kam Kein Zugriff Seiten 203 - 234 Wolfgang Struck, Elena Stirtz
- Menschverdrängendes Meer. Von Rahmensprengungen und spekulativen Linien Kein Zugriff Seiten 235 - 266 Elena Stirtz
- Vom Kopf der Schlange zur Einheit der Welt: Kartierungen verschwimmender Übergänge an der Kongo-Mündung, 1859–1887 Kein Zugriff Seiten 267 - 302 Felix Schürmann
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 303 - 306
- Index Kein Zugriff Seiten 307 - 312




