Literarische Tagebücher
Komplexes diarisches Erzählen bei Rainald Goetz, Navid Kermani, Wolfgang Herrndorf und Terézia Mora- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Das grenzsprengende Potenzial literarischer Tagebücher Veröffentlichte Tagebücher von Schriftsteller:innen sind Texte, die sich allzu klaren Zuordnungen entziehen. Sie bewegen sich zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, unmittelbarer Niederschrift und Nachbearbeitung sowie Authentizität und Fiktion. In vielen Fällen haben die Werke mehr mit kunstvoll arrangierten Romanen gemein als mit der Idee eines Tagebuchs, in dem am Abend der abgelaufene Tag bilanziert wird. Obwohl literarische Tagebücher schon von jeher Gattungsgrenzen überwunden haben, konnte sich mit dem Schreiben im Internet und dem Aufkommen diarischer Formen wie Blogs die Vielfalt der Gattung nochmals steigern. Warum trägt Rainald Goetz’ "Abfall für alle" trotz eines radikalen, an Minuten und sogar Sekunden orientierten Echtzeitversprechens die Bezeichnung Roman? Was leistet das textuelle Wuchern in Navid Kermanis voluminösem "Dein Name"? Welche Funktion kommt den Erzählschleifen in Wolfgang Herrndorfs "Arbeit und Struktur" zu? Und wie erschafft Terézia Mora in "Fleckenverlauf" auf der Suche nach einem neuen Romanstoff nebenbei selbst Literatur? Auch wird betrachtet, welche Rolle begleitenden Poetikvorlesungen und Filmen zukommt, warum alle Autor:innen mit Begeisterung andere Tagebücher lesen und welche Folgen der Rhythmus des täglichen Schreibens mit sich bringt.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-68930-171-2
- ISBN-Online
- 978-3-68930-172-9
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 311
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- 1.1 Übergänge und Grenzen im Tagebuch Kein Zugriff
- 1.2 Zum Begriff Liminalität Kein Zugriff
- Veröffentlichungsabsicht Kein Zugriff
- Grad der Edition Kein Zugriff
- Literarische Qualität Kein Zugriff
- Fiktionalisierung des Ichs Kein Zugriff
- Grad der Reflexion Kein Zugriff
- Zeitlichkeit und Rhythmus Kein Zugriff
- Inter- und Intratextualität Kein Zugriff
- Narration Kein Zugriff
- 1.5 Zum Textkorpus Kein Zugriff
- Zur Programmatik des Textes Kein Zugriff
- Zur Poetik des Augenblicks in den Einträgen Kein Zugriff
- Lineare Tagesabfolge und serielle Wiederholungen Kein Zugriff
- Zwischen Neuanfang und Fortsetzung: Werkperspektive Kein Zugriff
- Zur intertextuellen Programmatik Kein Zugriff
- Zum Begriff des Archives in der Literaturwissenschaft Kein Zugriff
- Der Text als selbstreflexives Tagebuch-Archiv Kein Zugriff
- Sprünge der (Erzähl-)Ordnung Kein Zugriff
- Zum Konzept der Metalepse Kein Zugriff
- Beispielhafte Analyse metaleptischer Phänomene Kein Zugriff
- Zwischen Experiment und Erzähltext Kein Zugriff
- Außen und Innen – Rekapitulation und Ausblick Kein Zugriff
- Innen – Poetik des Augenblicks in Tradition des Schreibens von Jean Paul Kein Zugriff
- Außen – Rhythmus Kein Zugriff
- Offene Enden Kein Zugriff
- Erzählte Archive Kein Zugriff
- Baustein- und Ruinenmetaphorik Kein Zugriff
- Roland Barthes: das Tagebuch zwischen Buch und Album Kein Zugriff
- Der Text als lebendige Ruine? Kein Zugriff
- Metaleptische Phänomene Kein Zugriff
- Der Berichterstatter: rhetorische Metalepsen Kein Zugriff
- Der Romanschreiber und seine Ehefrau: diskursive Metalepsen Kein Zugriff
- Rückkopplungen und Geister: ontologische Metalepsen Kein Zugriff
- Die Figuren im Zusammenspiel Kein Zugriff
- Echtzeitinszenierung Kein Zugriff
- Augenblicke, Rückblicke und Vorausblicke Kein Zugriff
- Erzähl- und Zeitschleifen Kein Zugriff
- Zwischen Kontemplation und Prozession Kein Zugriff
- Ästhetik der Akkumulation: Inter- und Intratextualität Kein Zugriff
- Ideengeber: Akkumulation von Fremdtexten Kein Zugriff
- Zum Werkbegriff Kein Zugriff
- Zur narrativen Ebenenstruktur Kein Zugriff
- Sprachverlust und Manie: diskursive Metalepsen Kein Zugriff
- Unklare Realitätsebenen: ontologische Metalepsen Kein Zugriff
- Liminale Phänomene Kein Zugriff
- Entdeckung und Kreation Kein Zugriff
- Entdeckung – Augenblickspoetik Kein Zugriff
- Kreation – Erzählrhythmus Kein Zugriff
- Intertextualität und Schreibkrise Kein Zugriff
- Sammeln – der Text als Tagebucharchiv Kein Zugriff
- Ordnen – zur Funktion von Listen Kein Zugriff
- Mediale und narrative Sprungbewegungen Kein Zugriff
- Alternative Abläufe – diskursive Metalepsen Kein Zugriff
- Ontologische Metalepsen und Träume Kein Zugriff
- Zeitlichkeit / Rhythmus Kein Zugriff
- Inter- und Intratextualität Kein Zugriff
- Narrative Phänomene Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen für Gattung Tagebuch und Ausblick Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 297 - 311





