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Unbedingte Demokratie

Fragen an die Klassiker neuzeitlichen politischen Denkens
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2011

Zusammenfassung

Die Politische Ideengeschichte stand lange Zeit unter der Vorherrschaft neukantianischer Ansätze. Die Klassiker wurden vor allem daraufhin befragt, wie sie das Politische in einem ihm selbst vorausgehenden Vernunft- und Wertehorizont zu begründen und dabei insbesondere die Souveränität des Staates zu legitimieren vermögen. Die Beiträge des Bandes stellen demgegenüber die Frage, inwiefern die klassisch-neuzeitlichen Theorien des Politischen bereits Elemente eines radikaldemokratischen Denkens vorwegnehmen, das den Fokus auf die Selbstinstituierung einer Gesellschaft legt, die auf keine externen Gründe zurückgeführt werden kann. Das Politische gilt dann als autonome, sich nicht auf bestimmte Institutionen beschränkende Auseinandersetzung um die jeweilige Gestalt einer Gesellschaft, die von keinem Punkt aus überblickt und gesteuert werden kann. Konzepte wie volontée générale, sensus communis, Gesellschaftsvertrag, Konflikt, Staat, Demokratie, Revolution und Gewaltenteilung werden im Sinne einer „rettenden Kritik“ neu angeeignet und gegen die Legitimations- und Selbstimmunisierungsrhetoriken eines Kapitalparlamentarismus verteidigt, in dessen Rahmen „Demokratie“ immer mehr zu einer medialen Inszenierung verkommt.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2011
Copyrightjahr
2011
ISBN-Print
978-3-8329-6238-8
ISBN-Online
978-3-8452-3213-3
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Zeitgenössische Diskurse des Politischen
Band
1
Sprache
Deutsch
Seiten
245
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 12 Reinhard Heil, Andreas Hetzel, Dirk Hommrich
  3. Demokratie und Menschenrechte Kein Zugriff Seiten 13 - 30 Raymond Geuss
  4. Génélycologie. Auf der Fährte von Hobbes’ Leviathan in Foucaults und Agambens Analytiken der Macht Kein Zugriff Seiten 31 - 54 Andreas Oberprantacher
  5. Demokratie und Besitzindividualismus. Étienne Balibar liest John Locke Kein Zugriff Seiten 55 - 80 Andreas Hetzel
  6. »Wir, Demokraten«? Über die Schwierigkeit der Philosophen, ein politisches »Wir« zu artikulieren Kein Zugriff Seiten 81 - 94 Alain Brossat
  7. Enteignung des Ursprungs. Philippe Lacoue-Labarthe und Jean-Luc Nancy als Leser Rousseaus Kein Zugriff Seiten 95 - 118 Felix Trautmann
  8. Das Prinzip der Volkssouveränität im Kampf um die amerikanische Verfassung Kein Zugriff Seiten 119 - 140 Georg Zenkert
  9. Kant und das Ereignis der Revolution Kein Zugriff Seiten 141 - 150 Oliver Flügel-Martinsen
  10. Marx – Marxismus – Postmarxismus: »Radikale Demokratie« in der Krise Kein Zugriff Seiten 151 - 174 Micha Hintz
  11. Jenseits des Arendtschen Marxismus: Lefort über Gleichheit und Demokratie Kein Zugriff Seiten 175 - 198 Wim Weymans
  12. Žižek, Laclau und das Ende des Postmarxismus Kein Zugriff Seiten 199 - 214 Warren Breckman
  13. Simulationsmodelle des Politischen – Zum Verhältnis von Politik und Postmoderne. Jean Baudrillard als ein Klassiker der radikalen Demokratietheorie ä contre-cœur Kein Zugriff Seiten 215 - 240 Marc Ziegler
  14. Autoren Kein Zugriff Seiten 241 - 245

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