, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Der Oppositionelle

Georg Ledebour (1850–1947): Linksliberaler, Sozialdemokrat, Linkssozialist
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

„Du stehst allein“, so Kurt Tucholsky 1925 zu Georg Ledebours 75. Geburtstag. Das war satirisch zugespitzt, denn bis ins Schweizer Exil während des NS-Regime unterhielt Ledebour politische Verbindungen. Begonnen hatte der hier Porträtierte als Links- und Sozialliberaler mit Affinität zum englischen Parlamentarismus und den Gewerkschaften. Als Sozialdemokrat in der Aufstiegsperiode nach dem Sozialistengesetz rückte Ledebour rasch ins Zentrum der Partei: als Redner nicht nur in deren Bildungswesen und Autor im Zentralorgan „Vorwärts“. Nach dem Tod des SPD-Patriarchen Wilhelm Liebknecht 1900 übernahm Ledebour dessen Berliner Reichstagswahlkreis und gewann ihn stets, mit Rekordergebnissen bis über 80 %. Fast wäre er und nicht Philipp Scheidemann nach dem Tod August Bebels 1913 einer der beiden Vorsitzenden der SPD-Reichstagsfraktion geworden. Als USPD-Mitglied seit 1917 verlor Ledebour an Einfluss, trotz Höhepunkts öffentlicher Wirkung in der Revolution 1918/19, zumal er 1920 die Vereinigung mit der KPD ebenso ablehnte wie 1922 jene mit der SPD.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-86331-741-6
ISBN-Online
978-3-7489-4709-7
Verlag
Metropol Verlag, Berlin
Reihe
Historische Demokratieforschung
Band
25
Sprache
Deutsch
Seiten
488
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
  2. Georg Ledebour – zur Einführung Kein Zugriff Seiten 11 - 20
    1. 1. Der familiäre Hintergrund Kein Zugriff
    2. 2. Kindheit und Ausbildung Kein Zugriff
    3. 3. Von Hannover nach England (1876–1882): Prägende Jahre eines jungen liberalen Demokraten Kein Zugriff
    4. 4. Das englische Vorbild: Liberalismus, Parlamentarismus und Rechtsstaat Kein Zugriff
    5. 5. Ledebour und die Musen Kein Zugriff
    6. 6. Der Sozialreformer: Streiter für die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine (1882–1886) Kein Zugriff
    7. 7. Gescheiterter Versuch: Demokratische Partei und „Demokratische Blätter“ (1884–1886) Kein Zugriff
    8. 8. Mitarbeiter und Redakteur der „Berliner Volks-Zeitung“ Kein Zugriff
    9. 9. Der enttäuschte Linksliberale: Die Entlassung als Redakteur und der Beitritt zur Sozialdemokratie (1890/91) Kein Zugriff
    10. 10. Wechsel zur SPD 1891: Das Übergangsfeld zwischen Linksliberalismus und Sozialdemokratie Kein Zugriff
    1. 1. Kein einfacher Neustart: Ledebour als Genosse in der SPD Kein Zugriff
    2. 2. Der Lehrer: Arbeiterbildungsschule und Leseklub „Karl Marx“ Kein Zugriff
    3. 3. Zwischen Kommentar und Konflikt: Redakteur in der sozialdemokratischen Parteipresse Kein Zugriff
      1. 4.1. Ledebours Beiträge als freier Mitarbeiter (1891–1893/94) Kein Zugriff
      2. 4.2. Ledebour als Rezensent (1894/95) Kein Zugriff
    4. 5. Die „Freie Volksbühne“ und ihre Spaltung (1890–1892) Kein Zugriff
    5. 6. Zwischen Corpora und Wahlverein– Gedanken über eine Organisationsreform der Berliner Sozialdemokratie Kein Zugriff
    6. 7. Die Affäre mit Lou Andreas-Salomé (1891–1894) Kein Zugriff
    7. 8. Im Hafen der Ehe Kein Zugriff
      1. 9.1. Agrarfrage und Landagitation (1894/95) Kein Zugriff
      2. 9.2. Sozialdemokratie und Wahlbeteiligung in Preußen Kein Zugriff
      3. 9.3. Der „Revisionismusstreit“ Kein Zugriff
    8. 10. Leitender Redakteur der „Sächsischen Arbeiter-Zeitung“ in Dresden (1898–1900) Kein Zugriff
    9. 11. Auf dem Weg in den Reichstag (1898–1900) Kein Zugriff
    10. 12. Der Wahlkämpfer (September/Oktober 1900) Kein Zugriff
      1. 1.1. Die ersten Schritte als Abgeordneter für Berlin VI Kein Zugriff
      2. 1.2. Die Arbeit in der Reichstagsfraktion Kein Zugriff
      1. 2.1. Verbrechen wider die Menschheit – die blutige Niederschlagung des „Boxeraufstands“ Kein Zugriff
      2. 2.2. Ledebours Bewertung des Zweiten Burenkrieges (1899–1902) Kein Zugriff
      3. 2.3. Der Genozid an den Herero und Nama (1904–1909) – Folge der deutschen Landnahme? Kein Zugriff
    1. 3. Die „Hottentottenwahl“ vom 25. Januar 1907 Kein Zugriff
    2. 4. „Die deutsche Kolonialpolitik“ (1907) Kein Zugriff
    3. 5. Die Koordinaten seiner Position zur Kolonialpolitik: Menschenrechte, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Freihandel Kein Zugriff
    4. 6. „Ledebourski“ – der Streiter für die Minderheitenrechte der Polen Kein Zugriff
    5. 7. Flottenpolitik und Kriegsgefahr – die Marokkokrisen 1906/07 und 1911 Kein Zugriff
    6. 8. Britische Vorbilder und deutsche Rückständigkeiten – Parlamentarismus, Innenpolitik und Verfassung Kein Zugriff
    7. 9. Massenstreikdebatten und Wahlrechtskämpfe Kein Zugriff
    8. 10. Gegen das elendste aller Wahlsysteme Kein Zugriff
    9. 11. Verständigung – nicht gefährliche Konkurrenz: Die Beziehungen zu Großbritannien Kein Zugriff
    10. 12. Der Wahltriumph vom Januar 1912 – und eine Zwischenbilanz Kein Zugriff
    1. 1. SPD am Scheideweg: Die Vorgeschichte des 4. August 1914 Kein Zugriff
    2. 2. Das Drama des 4. August – vergeblicher Widerstand auf der Straße und in der Fraktion Kein Zugriff
      1. 3.1. Der schwierige Weg in die Fraktionsopposition Kein Zugriff
      2. 3.2. Ledebours Rücktritt aus dem Fraktionsvorstand (9. 1. 1915) und die Folgen Kein Zugriff
      3. 3.3. Von der internen Opposition zum „Gebot der Stunde“ (März – Juni 1915) Kein Zugriff
      4. 3.4. „Das Gebot der Stunde“ und die offene Opposition (Juni – Dezember 1915) Kein Zugriff
      5. 3.5. Spaltung der Fraktion seit Dezember 1915 und Bildung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft (SAG) am 24. März 1916 Kein Zugriff
    3. 4. Die Zimmerwalder Konferenz (5.–8. September 1915) und ihre Auswirkungen Kein Zugriff
      1. 5.1. Opposition zwischen Konkurrenz und Kooperation Kein Zugriff
      2. 5.2. Der Parteispaltung entgegen (Mai 1916 – Januar 1917) Kein Zugriff
      3. 5.3. Die Reichskonferenz der Opposition in Berlin (7. Januar 1917) Kein Zugriff
      4. 5.4. Die Gründung der USPD in Gotha (6.–8. April 1917) Kein Zugriff
      1. 6.1. Für eine radikale Parlamentarisierung: Der Verfassungsausschuss 1917 Kein Zugriff
      2. 6.2. Von Moabit bis Stockholm: Massenaktionen gegen den Krieg (April – Oktober 1917) Kein Zugriff
      1. 7.1. Vom Munitionsarbeiterstreik bis zur Revolution (Januar – November 1918) Kein Zugriff
      2. 7.2. Militärische Niederlage und Oktoberreformen Kein Zugriff
      3. 7.3. Revolution und Opposition: Der 9. November 1918 und Ledebours Absage an eine gemeinsame Revolutionsregierung Kein Zugriff
      4. 7.4. Dauerstreit: Im Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Kein Zugriff
      1. 1.1. Der Kampf um die Richtung der Revolution Kein Zugriff
      2. 1.2. Reichsrätekongress, Weihnachtskämpfe und Austritt der USPD aus dem Rat der Volksbeauftragten Kein Zugriff
    1. 2. Zwischen Aufstand und demokratischem Aufbruch Kein Zugriff
    2. 3. Verhaftung und „Ledebour-Prozess“ – Opposition von der Anklagebank aus Kein Zugriff
    3. 4. Nationalversammlung, zweite Revolutionswelle und Gegenrevolution (1919/20) Kein Zugriff
      1. 5.1. Von der sozialistischen Opposition zur revolutionären Massenpartei: Die USPD von Februar 1919 – Juni 1920 Kein Zugriff
      2. 5.2. Bevormundung durch Moskau – Die Spaltung der USPD (1919/20) Kein Zugriff
      3. 5.3. Das Schulprogramm der USPD (1919/20) Kein Zugriff
      4. 5.4. Das Scheitern der USPD als „dritter Kraft“ (Oktober 1920 – September 1922) Kein Zugriff
      1. 6.1. Auftakt und Bruch mit der Rest-USPD (1922–1924) Kein Zugriff
      2. 6.2. Der Sozialistische Bund (1924–1931) Kein Zugriff
      1. 7.1. Von der Opposition gegen die Tolerierungspolitik bis zur SAP-Gründung Kein Zugriff
      2. 7.2. Ledebour und der Weg der SAP 1931/32 Kein Zugriff
      3. 7.3. Rückblick auf die Revolution: Ledebours Darstellung der deutschen Revolution in der „Sozialistischen Arbeiter-Zeitung“ Kein Zugriff
      4. 7.4. Hitler ante portas: Aufruf zur Aktionseinheit der Arbeiterbewegung Kein Zugriff
    1. 1. Der Weg ins Exil Kein Zugriff
    2. 2. Das Leben in Bern Kein Zugriff
    3. 3. Korrespondenzen aus dem Exil Kein Zugriff
    4. 4.1. Deutsche Grenzfragen: Für Recht und Menschlichkeit (1945) Kein Zugriff
    5. 4.2. Für eine geeinte Arbeiterbewegung. Zur Gründung der SED (1945–1947) Kein Zugriff
    6. 4. Letzte Wortmeldungen Kein Zugriff
    7. 5. Würdigungen und Glückwünsche zu Lebzeiten Kein Zugriff
    8. 6. Tod und Erinnerung Kein Zugriff
  3. SCHLUSS Kein Zugriff Seiten 456 - 463
  4. Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 464 - 474
  5. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 475 - 477
  6. Personenregister Kein Zugriff Seiten 478 - 488

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Geschichte allgemein"
Cover des Buchs: Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus
Sammelband Kein Zugriff
Sabine Graf, Julia Kahleyß, Henning Steinführer
Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus
Cover des Buchs: Schwierige Justiz
Monographie Kein Zugriff
Marco De Paolis, Paolo Pezzino
Schwierige Justiz
Cover des Buchs: Das Alte Europa zwischen Krieg und Frieden
Monographie Kein Zugriff
Eduard A. Wiecha
Das Alte Europa zwischen Krieg und Frieden
Cover der Ausgabe: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft Jahrgang 73 (2025), Heft 12
Ausgabe Kein Zugriff
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
Jahrgang 73 (2025), Heft 12