Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2008
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Seite 4 - 4
Inseln locken als Ort der Einsamkeit. Sie produzieren Sehnsüchte, zuweilen aber auch Ängste und Horrorszenarien. Als «letzter Grund» werden sie zur Projektion von Eutopia, von Wunschräumen als Wunschzeiten (Doren), als Inseln der Fortunaten:...
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Seite 5 - 10
West-Berlin war kein Ort, sondern ein Zustand, Traumpotential in besonderer Verdichtung, Turbulenz auf einer Nadelspitze und erhöhte Temperatur als Dauerzustand. Geschlossene Gesellschaften – ob gewünscht oder erzwungen – neigen zur Exaltation...
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Seite 11 - 29
Peter Gente ist ausgestiegen. Der Gründer des Merve Verlags macht in Thailand Ferien für immer. Schon vor einigen Jahren begann das Ende von etwas, als die Verlegerin Heidi Paris freiwillig aus dem Leben schied. Zum Glück gibt es Nachfolger, die...
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Seite 30 - 43
Unerwartet und mitten im Schaffen starb Heinz Dieter Kittsteiner, Mitglied der Gründungsredaktion der «Zeitschrift für Ideengeschichte». Die Redaktion hatte er verlassen, um sich ganz dem geplanten Hauptwerk, einer auf mehrere Bände angelegten...
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Seite 44 - 52
«Sich abfinden und gelegentlich auf Wasser sehn!» Der Ratschlag, den Gottfried Benn in seiner Berliner Novelle Der Ptolemäer (1947) gibt, ist für einen Inselbewohner leicht zu beherzigen. Auf einer vollständig umspülten Landmasse ist der Blick...
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Seite 53 - 57
Das dem morphologischen System der deutschen Sprache assimilierte Lehnwort «Insulaner» (aus lat. insulanus) bezeichnet im allgemeinen einen Eiländer oder Inselbewohner. In der Regel begegnet es in einem Kompositum, das dieses Eiland in der...
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Seite 58 - 65
Sie sind 1941 in Berlin geboren und haben in den späten sechziger Jahren an der Freien Universität studiert. Später sind Sie immer wieder zum Forschen in die Stadt zurückgekehrt. Welche Kindheitserinnerungen haben Sie an das Berlin der...
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Seite 66 - 76
Für einen Gast-Hamburger enthält der nach Aby Warburg benannte Preis eine Geste der symbolischen Eingemeindung in die intellektuelle Ökumene, deren Grundriß Warburg seiner Vaterstadt hinterlassen hat. Diese Geste deutet in meinen Augen auch...
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Seite 77 - 92
Thomas Rowlandson (1756 –1827) gilt heute als einer der bekanntesten englischen Karikaturisten aus der vorvorletzten Jahrhundertwende.Geboren 1756, besuchte er ab 1772 die Royal Academy in London, wo er, nach einem längeren Aufenthalt in Paris,...
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Seite 93 - 109
Als im vergangenen Jahr das Historische Wörterbuch der Philosophie (HWPh) 50 Jahre nach Beginn der Planung mit dem Registerband abgeschlossen wurde, feierte man und blickte zurück. In die individuellen Erinnerungen einer abtretenden Generation...
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Seite 110 - 113
Zu den empirischen wie methodischen Schlüsselproblemen der Zeitgeschichte gehört die ideengeschichtliche Erbschaft, die das 19. dem 20. Jahrhundert überantwortet hat. Weniges, was in den Jahren des Nationalsozialismus geschichtsmächtig wurde,...
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Seite 114 - 117
Mit Skepsis beobachtete der Soziologe Niklas Luhmann (1927–1998) in seinem Fach das «Fischen in den Reservoirs der Tradition» und das «Wiederaufwärmen und Immer-wieder-Abnagen der Knochen der Klassiker». Mit ironischem Vergnügen würde er...
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Seite 118 - 120
Lynn Hunts Studie gehört zu jenen Büchern, die man von ihrem Ende her lesen muß. Denn in chronologischer Abfolge ließe sich die Arbeit der in Los Angeles lehrenden Historikerin als Bericht über den Durchbruch der Menschenrechte im Zeitalter der...
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Seite 121 - 123
Bei keinem anderen Autor des 20. Jahrhunderts klafft zwischen Schicksal und Nachruhm ein solch tiefer Graben wie bei Walter Benjamin. Kurze Zeit, nachdem er sich in der Nacht vom 26. auf den 27. September 1940 auf der Flucht vor seinen...
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Seite 124 - 124
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