Das Sterben Senecas
277 Todesfälle und die Rolle des Arztes in der frühen römischen Kaiserzeit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
In der Debatte über gesetzliche Neuregelungen der Sterbehilfe, die in bestimmten Fällen mit dem Willen von Patienten Ärzten und Pflegepersonal erlaubt werden soll, vertreten vor allem Altertumswissenschaftler, Medizinethiker und Medizinhistoriker die Auffassung, dass in der Antike, vor allem in der frühen römischen Kaiserzeit, ärztliche (Selbst-)Tötungsassistenz keine Seltenheit war. Ein konkreter Beweis für die Gültigkeit dieser Hypothese steht aber noch aus. Steht zum Beispiel der Tod des Augustus in Zusammenhang mit ärztlicher Tötungsassistenz? Standen den Mördern der Kaisersöhne Germanicus und Drusus ärztliches Wissen und ärztliche Beihilfe zur Verfügung? War an der Ermordung des Kaisers Claudius tatsächlich ein Arzt beteiligt? Hat sich der Philosoph und Staatsmann Seneca von seinem Leibarzt Annaeus Statius die Adern öffnen und zum Zwecke der Selbsttötung den Schierlingsbecher reichen lassen? Holte Nero tatsächlich ärztlichen Rat ein, bevor er seinen Stiefbruder Britannicus kurz vor dessen 14. Geburtstag vergiften ließ?
Carsten F. G. Reinhardt analysiert zur Beantwortung dieser Frage 277 unnatürliche Todesfälle dieser Zeit sowie die soziokulturellen Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns im römischen Kaiserreich. Anhand historischer Quellen und gestützt auf heutiges medizinisches Wissen ergründet der Autor, ob eine ärztliche Tötungsassistenz im Falle Senecas und anderer namentlich bekannter unnatürlicher Todesfälle des Untersuchungszeitraums nachweisbar ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-8288-4013-3
- ISBN-Online
- 978-3-8288-6821-2
- Verlag
- Tectum, Baden-Baden
- Reihe
- Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Geschichtswissenschaft
- Band
- 35
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 522
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Teilzugriff Seiten I - XIV Download Kapitel (PDF)
- Einleitung: Zur Begründung einer medizingeschichtlichen Untersuchung über von Ärzten geleistete Assistenz bei Tötungen und Selbsttötungen in der frühen römischen Kaiserzeit Kein Zugriff Seiten 1 - 24
- 1.0.1. Zur Quellengrundlage Kein Zugriff
- 1.0.2. Zum Forschungsstand bezüglich des Sterbens Senecas Kein Zugriff
- 1.0.3. Zur Methodik Kein Zugriff
- 1.1.1 Kontext der Darstellung Kein Zugriff
- 1.1.2 Inhalt und Gliederung der Darstellung des Tacitus Kein Zugriff
- 1.1.3.1 Die „Einleitung“: Tac. ann. 15, 60, 2 Kein Zugriff
- 1.1.3.2 Die unmittelbare Vorgeschichte von Senecas Suizid Kein Zugriff
- 1.1.3.3 Senecas Selbsttötungsbemühungen Kein Zugriff
- 1.1.3.4 Zusammenfassende Beurteilung Kein Zugriff
- 1.2.1 Die Causa Seneca bei Sueton Kein Zugriff
- 1.2.2 Die Causa Seneca bei Cassius Dio Kein Zugriff
- 1.3.1 Zur Vorgeschichte Kein Zugriff
- 1.3.2 Zu den Bemühungen Senecas, sich selbst zu töten Kein Zugriff
- 1.3.3 Fazit Kein Zugriff
- 2.0.1 Zur Eingrenzung des Untersuchungszeitraums Kein Zugriff
- 2.0.2 Zur Charakterisierung der Quellenlage Kein Zugriff
- 2.0.3 Zum Forschungsstand Kein Zugriff
- 2.0.4 Zur Methodik Kein Zugriff
- 2.1.1 Unsicherheiten bezüglich der Todesart Kein Zugriff
- 2.1.2 Unsicherheiten bezüglich der Tötungsmittel Kein Zugriff
- 2.1.3.1 Das Ableben des Augustus Kein Zugriff
- 2.1.3.2 Das Ableben des Drusus Kein Zugriff
- 2.1.3.3.1 Das Ende des Augustus Kein Zugriff
- 2.1.3.3.2 Das Ende des Germanicus Kein Zugriff
- 2.1.3.3.3 Das Ende des Drusus Kein Zugriff
- 2.1.4 Ausschluss ärztlicher Tötungsassistenz unter Tiberius Kein Zugriff
- 2.2.1 Ärztliche Tötungsassistenz in der Zeit Caligulas? (37 – 41 n. Chr.) Kein Zugriff
- 2.2.2 Ärztliche Tötungsassistenz unter Claudius? (41 – 54 n. Chr.) Kein Zugriff
- 2.2.3.1 Der Fall des Kaisers Claudius Kein Zugriff
- 2.2.3.2 Der Fall des Iunius Silanus Kein Zugriff
- 2.2.3.3 Der Fall des Britannicus Kein Zugriff
- 2.2.4 Die „Giftmorde“ Agrippinas und Neros unter medizinischem Aspekt Kein Zugriff
- 2.3.1 Der politische Hintergrund Kein Zugriff
- 2.3.2 Die medizingeschichtlichen Implikationen Kein Zugriff
- 2.3.3.1 Der Fall Neros Kein Zugriff
- 2.3.3.2 Der Fall des Titus Kein Zugriff
- 2.3.3.3 Der Fall des Domitianus Kein Zugriff
- 2.4 Fazit Kein Zugriff
- 3.0.1 Zur Quellengrundlage Kein Zugriff
- 3.0.2 Zum Forschungsstand Kein Zugriff
- 3.0.3 Zur Methodik Kein Zugriff
- 3.1.1 Der Blickwinkel Plinius` d. Ä. Kein Zugriff
- 3.1.2 Der Blickwinkel Martials Kein Zugriff
- 3.1.3 Der Blickwinkel Juvenals Kein Zugriff
- 3.1.4.1 Philo von Alexandrien Kein Zugriff
- 3.1.4.2 Flavius Josephus Kein Zugriff
- 3.1.4.3 Die Verfasser des NT Kein Zugriff
- 3.1.5 Fazit Kein Zugriff
- 3.2.1 Die lex Cornelia de sicariis et veneficiis Kein Zugriff
- 3.2.2. Die Straftatbestandsdefinition der lex Cornelia de sicariis et veneficiis Kein Zugriff
- 3.2.3 Die Praxis der römischen Strafjustiz Kein Zugriff
- 3.2.4 Gesamtbeurteilung des Risikos der Verwicklung von Ärzten in Strafprozesse Kein Zugriff
- 3.3.1.1 Fremdtötungen Kein Zugriff
- 3.3.2.2 Selbsttötungen Kein Zugriff
- 3.3.1.3 Ärztliche Tötungsassistenz Kein Zugriff
- 3.3.2.1 Lucan Kein Zugriff
- 3.3.2.2 Annaeus Mela Kein Zugriff
- 3.3.2.3 Thrasea Paetus Kein Zugriff
- 3.3.2.4 Arria und das liberum arbitrium mortis Kein Zugriff
- 3.3.2.5 Fazit: Der „Freitod“ als Idealvorstellung eines selbstbestimmten Lebens? Kein Zugriff
- 3.3.3.1 Aulus Cornelius Celsus Kein Zugriff
- 3.3.3.2 Scribonius Largus Kein Zugriff
- 3.3.3.3 Pedanius Dioskurides Kein Zugriff
- 3.3.3.4.1 Zur Frage der Identität Kein Zugriff
- 3.3.3.4.2 Das Bild der Aposteln als (Wunder-) Heiler Kein Zugriff
- 3.3.3.4.3 Das Bild von Jesus von Nazareth als Heiler Kein Zugriff
- 3.3.3.4.4 Der „Evangelist“ Lukas als hellenistischer Arzt Kein Zugriff
- 3.3.3.4.5 Das Ideal des barmherzigen Samariters Kein Zugriff
- 3.4 Fazit Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 477 - 484
- Verzeichnis der Quellen Kein Zugriff Seiten 485 - 488
- Internetartikel ohne Verfassernamen Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 521 - 522





