Nachhaltige Agrarpolitik als reflexive Politik
Plädoyer für einen neuen Diskurs zwischen Politik und Wissenschaft- Autor:innen:
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- Verlag:
- 2008
Zusammenfassung
Der Agrarsektor ist wegen seiner Produkte, Umwelt- und Raumrelevanz zentral für eine nachhaltige Entwicklung. Formen, Kriterien und Erfolgsbedingungen nachhaltiger Landwirtschaft sind jedoch umstritten. Dieses Buch analysiert empirisch, wie divergierende Gesellschaftsmodelle und Naturkonzepte die gesellschaftliche und wissenschaftliche Problemwahrnehmung prägen, und entwickelt das Konzept einer reflexiven Agrarpolitik, die solche Differenzen für Lernprozesse nutzt. Es zeigt, wie Globalisierung, Umweltkrise und gesellschaftliche Anforderungen die Agrarpolitik weltweit pluralisieren und zu einem Paradigmenwechsel führen. Eine modellgestützte Wirkungsanalyse beleuchtet mögliche regionale Auswirkungen auf Landnutzung, Umwelt und Einkommen. Interviews mit Landwirt/inn/en bringen vielfältige Wahrnehmungen des Wandels, Natur- und Arbeitsverständnisse zutage. Eine Diskursanalyse zeigt die Mehrdeutigkeit agrarpolitischer Embleme. Weitere Beiträge diskutieren die Zukunft der Semi-Subsistenz-Betriebe und den WTO-Diskurs. Als Praxisbeispiel für reflexive Agrarpolitik dient die partizipative Modellierung der Zusammenhänge von Zuckermarktreform, Handelsliberalisierung und Entwicklungspolitik.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2008
- ISBN-Print
- 978-3-89404-556-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6726-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 332
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1. Einleitung. Von der „Agrarwende“ zur reflexiven Agrarpolitik Kein Zugriff Seiten 9 - 24
- 2. Sozial-ökologische Entwicklungsprobleme von Landwirtschaft und Agrarpolitik. Eine Annäherung Kein Zugriff Seiten 25 - 40
- 3. Nachhaltigkeit, Reflexivität und Verständigungsaufgaben. Konzeptionelle Ausgangsüberlegungen Kein Zugriff Seiten 41 - 66
- 4. Nachhaltige Agrarpolitik zwischen Pfadabhängigkeit und Paradigmenwandel. Die Bedeutung von Institutionen und politischem Prozess in der Gemeinsamen Agrarpolitik Kein Zugriff Seiten 67 - 94
- 5. Probleme und Herausforderungen der Landwirtschaft aus Sicht agrarpolitischer Akteure in Deutschland. Themen und Paradigmen Kein Zugriff Seiten 95 - 114
- 6. Auswirkungen agrarpolitischer Szenarien auf Landnutzung, Umweltqualität und betriebliche Einkommen Kein Zugriff Seiten 115 - 138 Rainer M. Sodtke
- 7. Die „Agrarwende“. Zur Bedeutung von Emblemen in agrarpolitischen Konflikten Kein Zugriff Seiten 139 - 156
- 8. Landwirtschaft und Agrarpolitik im Wandel. Konflikte und Kontroversen in der Wahrnehmung von Landwirtinnen und Landwirten Kein Zugriff Seiten 157 - 180
- 9. ‚Natur’ und ‚Arbeit’ in der Landwirtschaft. Eine (re)produktionstheoretische Interpretation Kein Zugriff Seiten 181 - 212
- 10. Zwischen Markt, Multifunktionalität und Marginalisierung. Die Zukunft der Semi-Subsistenz in Osteuropa Kein Zugriff Seiten 213 - 228
- 11. Frames und Paradigmen im WTO-Diskurs. Ergebnisse einer Akteursbefragung bei den WTO-Ministerkonferenzen in Cancún und Hongkong Kein Zugriff Seiten 229 - 254
- 12. Kooperative Bearbeitung von Verständigungsaufgaben Kein Zugriff Seiten 255 - 276
- 13. Nachhaltige Agrarpolitik als kontroverses Diskursfeld. Naturkonzepte und gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen in den agrarpolitischen Paradigmen Kein Zugriff Seiten 277 - 302
- Literatur Kein Zugriff Seiten 303 - 324
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Kein Zugriff Seiten 325 - 326
- Schlagwortverzeichnis Kein Zugriff Seiten 327 - 332





