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Das Plattformverfahren

Ausbalancierte Rechtsdurchsetzung mittels Verfahrensgrundsätzen
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Das Werk widmet sich nicht den Begründungen und Voraussetzungen der Verantwortung von Plattformen für die Inhalte ihrer Nutzer. Es geht den nächsten Schritt und stellt die rechtliche Gestaltung der Content Moderation in den Mittelpunkt: Plattformverfahren statt Plattformhaftung. Dafür wird Moderation als Verfahren im rechtlichen Sinn verstanden und systematisiert. Dazu gehört ihr Verfahrensrecht u.a. aus DSA, UrhDaG, P2B-VO, TCO-VO und den Verträgen der Plattformbetreiber. Die Plattformen müssen nicht nur Recht durchsetzen, sondern einem komplexen Zusammenspiel aus Kommunikations- und Schutzinteressen gerecht werden. Dabei helfen die im Buch vorgeschlagenen optimierenden Verfahrensgrundsätze u.a. zur Anhörung oder Beschleunigung.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-7560-2302-8
ISBN-Online
978-3-7489-4952-7
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Normsetzung und Entscheidungsverfahren – Schriftenreihe des Weizenbaum-Instituts für normative Wissenschaften
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
400
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 22 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Von materiellem Recht zu Content-Moderation als Verfahren
      1. I. Plattformen als Intermediäre
      2. II. Konflikte um Verantwortlichkeit und Moderation
      3. III. Prozeduralisierung als Lösungsweg?
    2. C. Ziel und Reichweite der Untersuchung
    3. D. Gang der Untersuchung
    4. E. Forschungsstand
  3. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Verfahrenseinleitung und Beteiligtenstruktur
      2. II. Sachverhaltsermittlung und erste Entscheidung
      3. III. Entscheidungsüberprüfung
      4. IV. Fazit
      1. I. Notwendigkeit der Einordnung
      2. II. Verfahrenstheoretische Definition
      3. III. Einordnung des Plattformverfahrens
        1. 1. Staatliche Gerichtsverfahren
        2. 2. Schiedsverfahren
        3. 3. (Dritt-)Entscheidungsverfahren eigener Art
      4. V. Fazit
        1. 1. Formelles oder materielles Recht
        2. 2. Prozedurales Recht
      1. II. Verfahrenstheoretisch-begriffliche Einordnung
        1. 1. Gesetze
        2. 2. Rechtsprechung
        3. 3. Verträge
        4. 4. Soft Law
        5. 5. Quellenvielfalt und ihre Konsequenzen
        1. 1. Offenheit wider Programmierung
        2. 2. Herrschaft wider ihre Begrenzung
      2. V. Fazit
      1. I. Interessenbegriff
        1. 1. Anknüpfungspunkte der Grundrechtsbindung
          1. a) Mittelbare Drittwirkung 2.0 – Grundrechtsschutz durch Verfahren
          2. b) Unmittelbare Drittwirkung
          3. c) Vermittelnd – Grundrechte als (un)mittelbare Verfahrensdeterminante
        2. 3. Abgrenzung zu den Verfahrensgrundrechten
        3. 4. Fazit und Auswirkungen
        1. 1. Plattformen
        2. 2. Aktive Nutzer
        3. 3. Potenziell verletzte Rechteinhaber
        4. 4. Unverletzte dritte Verfahrensbeteiligte
        5. 5. Allgemeininteressen
        6. 6. Fazit
      2. IV. Das mehrpolige Interessengeflecht der Plattformumgebung
      3. V. Fazit
      1. I. Verfahrenstheoretischer Zielbegriff
      2. II. Befriedung sozialer Konflikte
        1. 1. Rechtsdurchsetzung im weiteren Sinn
        2. 2. Rechtliche Nebenziele
        1. 1. Streben nach ausgeglichener Durchsetzung
        2. 2. Verfahrensgestaltung als Knotenpunkt der Interessensteuerung
      3. V. Fazit
      1. I. Klassifizierung und Systematisierung des Plattformverfahrens
      2. II. Das Plattformverfahren als isolierbarer Forschungsgegenstand
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Präzisere Kategorisierung durch das Zwei-Ebenen-Modell
      2. II. Die verfassungsrechtliche Ebene
        1. 1. Beschreibungsleistung und Strukturmerkmal
        2. 2. Optimierungsvehikel wissenschaftlicher Rechtspolitik
        3. 3. Prinzipiencharakter
      3. IV. Keine unmittelbare Übertragbarkeit
      4. V. Fazit
      1. I. Grundsatzdenken abseits des staatlichen Gerichtsprozesses
        1. 1. Eilverfahren und einstweiliger Rechtsschutz
        2. 2. Rechtsbehelfe
        3. 3. Fazit
      2. III. Fazit: Verfahrensgrundsätze im weitesten Sinn
      1. I. Vorhandene Anknüpfungspunkte
        1. 1. Ermöglichung durch weites Begriffsverständnis
        2. 2. Induktives Analyse- und Beschreibungswerkzeug
        3. 3. Optimierung des Interessenausgleichs
      2. III. Relevante Einsatzmöglichkeiten
      3. IV. Fazit
      1. I. Verfahrenstheoretische Auseinandersetzung
      2. II. Ein Fundament für das Grundsatzdenken im Plattformverfahren
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Die Anhörung außerhalb des Plattformverfahrens
          1. a) Information vor der ersten Entscheidung
          2. b) Information nach der ersten Entscheidung
          3. c) Informationsübermittlung und -austausch im Überprüfungsverfahren
          1. a) Verfahrensinitiierung
          2. b) Stellungnahme des aktiven Nutzers bis zur ersten Entscheidung
          3. c) Stellungnahmen bis zur zweiten Entscheidung
        1. 3. Berücksichtigung der Äußerung durch Entscheidungsbegründung
        2. 4. Fazit
        1. 1. Sachverhaltsermittlung und Entscheidungsqualität
        2. 2. Anhörungseffekt und Frustrationseffekt
            1. aa) Die Intensität von Inhaltslöschungen und Accountsperren
            2. bb) Vernachlässigung von Nutzerinteressen
          1. b) Vorschlag für eine alternative Anhörungsausgestaltung
        3. 4. Fazit
      2. IV. Fazit: Der Anhörungsgrundsatz im Plattformverfahren
        1. 1. Beschleunigung und Konzentration
        2. 2. Eilverfahren und einstweiliger Rechtsschutz
        3. 3. Fazit
        1. 1. Beschleunigte Verfahrensgestaltung und -führung
        2. 2. Explizit zeitbezogene Vorgaben und Fristen
            1. aa) Technologiebedingte Risiken versus Schutzvorkehrungen
            2. bb) Referenzmaterial versus Kennzeichnung
            3. cc) Inhaltskategorien mit automatisiertem Vertrauens- oder Misstrauensvorschuss
            1. aa) Vertrauenswürdige Hinweisgeber
            2. bb) Vertrauenswürdige Rechteinhaber
            3. cc) Vertrauenswürdige Nutzer?
          1. c) Inhaltsabhängige Eilverfahren – Priorisierung nach Verletzungsgrad
          2. d) Zwischenfazit: Besondere Geschwindigkeit, besonderer Schutz
        3. 4. Einstweilige Verfahrensmechanismen – Verzögerung und Aufschub
        4. 5. Fazit
        1. 1. Das Dilemma der Verfahrensbeschleunigung
        2. 2. Angepasste Geschwindigkeit – Mut zur Frist?
        3. 3. Verschwendete Nutzerkapazitäten
        4. 4. Regulierungsfreundliche Technik?
        5. 5. Fazit
      1. IV. Fazit: Der Beschleunigungsgrundsatz des Plattformverfahrens
      1. I. Verfahrensfairness außerhalb des Plattformverfahrens
          1. a) Direkte und indirekte Verfahrens(struktur)vorgaben
            1. aa) Externe Stellen der Selbstregulierung
            2. bb) Partizipative Moderationsmodelle
            3. cc) Entscheiderwechsel im Überprüfungsverfahren
          2. c) Zwischenfazit
          1. a) Zugänglichkeit und Verfahrensablauf
          2. b) Entscheidungsfindung und -konsistenz
          3. c) Zwischenfazit
        1. 3. Fazit
      2. III. Interessenlage und Optimierungsansätze
      3. IV. Fazit: Der Grundsatz des fairen Verfahrens im Plattformverfahren
        1. 1. Feststellung des Verfahrensmissbrauchs
        2. 2. Folgen des Verfahrensmissbrauchs
        3. 3. Fazit
          1. a) Betroffene Verfahrenselemente
          2. b) Feststellungs- und Entscheidungsvorgang
            1. aa) Quantitativer Indikator
            2. bb) Qualitativer Indikator
            3. cc) Zurechnungsindikator
          3. d) Zwischenfazit
          1. a) Posteriorisierung, Captchas und Warnungen
          2. b) Unwirksamkeit und Entfall einzelner Verfahrenshandlungen
          3. c) Ausschluss vom gesamten Verfahren
          4. d) Verlust von verfahrensbezogenen Privilegien
          5. e) Ausschluss von der Plattform (Accountsperre)
          6. f) Zwischenfazit
        1. 3. Externe Ansprüche
        2. 4. Fazit
      1. III. Interessenlage und Optimierungsansätze
      2. IV. Fazit: Bekämpfung von Verfahrensmissbrauch im Plattformverfahren
      1. I. Entscheidungsüberprüfung außerhalb der Plattformumgebung
          1. a) Überprüfungsverfahren als grundlegender Bestandteil
            1. aa) Bilaterales und trilaterales Modell
            2. bb) Formell-reaktives Modell versus kommunikative Sachverhaltsaufklärung
            1. aa) Kontroll- und Korrekturfunktion
            2. bb) Kassations- und Reformationsfunktion (put back)
            3. cc) Teilweiser Devolutiveffekt und menschliche Überprüfung
            4. dd) Kein zwingender Suspensiveffekt
          2. d) Zwischenfazit
          1. a) Verfahren vor Schlichtungs- und Streitbeilegungsstellen
          2. b) Behördliche Verfahren
          3. c) Gerichtsverfahren und put back-Ansprüche
          4. d) Zwischenfazit
        1. 3. Fazit
        1. 1. Notwendigkeit akzeptierter interner Überprüfungsverfahren
        2. 2. Regulatorische Beachtung eines plattforminternen Suspensiveffekts
        3. 3. Präzisierter Kontrollmaßstab
        4. 4. Verfahrensverzögerte Plattformhaftung?
        5. 5. Rechtsfolgen von Put back-Ansprüchen
        6. 6. Fazit
      2. VI. Fazit: Entscheidungsüberprüfung als Grundsatzmechanismus des Plattformverfahrens
    1. F. Weitere Verfahrensgrundsätze
    2. G. Fazit des dritten Teils
  6. SchlussbetrachtungSeiten 353 - 356 Download Kapitel (PDF)
  7. Zusammenfassung in ThesenSeiten 357 - 362 Download Kapitel (PDF)
  8. LiteraturverzeichnisSeiten 363 - 386 Download Kapitel (PDF)
  9. LinkverzeichnisSeiten 387 - 400 Download Kapitel (PDF)

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