Arzneimittelversuche an Heimkindern zwischen 1949 und 1975
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- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
In der jungen Bundesrepublik Deutschland wurden Arzneimittel an Heimkindern getestet, um sozial erwünschtes Verhalten oder Sedierung zu erreichen. In teils systematischen Versuchen wurden neben Neuroleptika etwa Präparate gegen Bettnässen, zur Gewichtsreduktion oder Triebdämpfung eingesetzt. Sylvia Wagner recherchierte dazu in Prüfberichten, Dokumenten aus pharmazeutischen Unternehmen und Bewohnerakten einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie zeichnet ein bedrückendes, doch authentisches Bild dieser bisher kaum untersuchten Problematik – von Opfern und Tätern, ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen und Gegebenheiten. Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Medizingeschichte. Es wirft Licht auf ein verdrängtes Kapitel der deutschen Nachkriegszeit und trägt zur Aufarbeitung von Gewalt in der damaligen Heimerziehung bei.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-86321-532-3
- ISBN-Online
- 978-3-86321-520-0
- Verlag
- Mabuse Verlag, Frankfurt am Main
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 248
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 15 - 20
- 2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Heimunterbringung Kein Zugriff
- 2.2 Das Heimsystem der BRD als „Totale Institution“ Kein Zugriff
- 2.3 Arzneimittelprüfungen an Heimkindern bis 1945 Kein Zugriff
- 2.4 Verkehr und Prüfung von Arzneimitteln sowie rechtliche Bestimmungen Kein Zugriff
- 3 Fragestellungen Kein Zugriff Seiten 49 - 50
- 4.1 Definition „Arzneimittelprüfungen“ für den untersuchten Zeitraum Kein Zugriff
- 4.2 Quellen und methodisches Vorgehen für Prüfungen mit Neuroleptika Kein Zugriff
- 4.3 Quellen und methodisches Vorgehen für Arzneimittelprüfungen in den Rotenburger Anstalten Kein Zugriff
- 5.1.1 Die Wirkgruppe der Neuroleptika Kein Zugriff
- 5.1.2 Pipamperon (Dipiperon®) – Viersen-Süchteln Kein Zugriff
- 5.1.3 Chlorpromazin (Megaphen®) – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.4 Chlorpromazin/Promethazin/Reserpin (Megaphen comp®) – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.5 Reserpin (Serpasil®) und Reserpin/Methylphenidat (Serpatonil®) – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.6 Periciazin (Aolept®) – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.7 Thioridazin (Melleretten®) – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.8 Haloperidol – Schleswig Kein Zugriff
- 5.1.9 Perphenazin (Decentan®) – Franz Sales Haus u. a. Kein Zugriff
- 5.1.10 Periciazin, Propericiazin (B 1409) – Bayer Archivalien Kein Zugriff
- 5.1.11 Propericiazin (8909 R. P.) – Bayer Archivalien Kein Zugriff
- 5.1.12 Penfluridol (R16341) – Rheinisches LKH Düsseldorf Kein Zugriff
- 5.1.13 Weitere Dokumente zum Einsatz von Neuroleptika Kein Zugriff
- 5.1.14 Hinweise auf weitere Arzneimittelprüfungen Kein Zugriff
- 5.2.1 Hintergrund Kein Zugriff
- 5.2.2 Arzneimittelprüfungen in den Rotenburger Anstalten Kein Zugriff
- 5.2.3 Fallbeispiele Kein Zugriff
- 6.1 Grundlagen: Rechtliche und ethische Bestimmungen von Arzneimittelprüfungen Kein Zugriff
- 6.2 Die Frage der Information und Einwilligung Kein Zugriff
- 6.3.1 Nutzen der Prüfungen für die Probanden Kein Zugriff
- 6.3.2 Risiken der Prüfungen für die Probanden Kein Zugriff
- 6.3.3 Nutzen-Risiko-Analyse der Prüfungen Kein Zugriff
- 7.1 Diskussion rechtlich-ethischer Aspekte Kein Zugriff
- 7.2 Therapeutischer oder nicht-therapeutischer Versuch? Motivation der Beteiligten zu den Prüfungen Kein Zugriff
- 7.3 Soziologische und diskursanalytische Aspekte Kein Zugriff
- 7.4 Schlussbetrachtungen Kein Zugriff
- Persönliche Stellungnahme von Prof. Hanfried Helmchen zur damaligen Situation Kein Zugriff
- 9.1 Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff
- 9.2 Tabellenverzeichnis Kein Zugriff
- 9.3 Personenregister Kein Zugriff
- 9.4 Register der Wirkstoffe und Präparate Kein Zugriff
- 9.5 Quellenverzeichnis Kein Zugriff
- 9.6 Literaturverzeichnis Kein Zugriff





