
Viel Lärm um nichts
Eine Wahrnehmungsgeschichte des Nichtstuns in der Bundesrepublik- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Sehnsucht, Stigma, Protest. Nichtstun bedeutet niemals, nur nichts zu tun Im Sprechen über das Nichtstun verständigen sich Menschen nicht nur über ihr Verhältnis zu Arbeit und Zeit. Vielmehr werden dabei Ideen vom menschlichen Zusammenleben, Einstellungen zu Wohlstand und Konsum sowie Moderne- und Zukunftsvorstellungen ausgelotet. Hinter Slogans wie »Recht auf Faulheit« oder Auseinandersetzungen über Gammler, Punks und glückliche Arbeitslose verbergen sich stets auch Dynamiken sozialen Ausschlusses und politischer Selbstverständigung. Yvonne Robel zeichnet die wiederkehrenden Sehnsüchte, Ängste und Selbstermächtigungen nach, die die Wahrnehmung des Nichtstuns in der Bundesrepublik seit den 1950er Jahren prägen. Sie arbeitet heraus, wie Phänomene des Nichtstuns vor allem seit den 1980er Jahren als Lebensstil eingestuft, mit gesundheitsbezogenen Präventionsgedanken angereichert und mit einem veränderten Stellenwert des Individuums verbunden wurden. Dabei handelt es sich um die Vorgeschichte einer Gegenwart, in der Muße, Faulheit und Müßiggang zu omnipräsenten Idealen in der neoliberalen Leistungsgesellschaft zu geraten scheinen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5608-5
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8617-4
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 426
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Gewendete Meistererzählungen Kein Zugriff
- Konjunkturen öffentlicher Aufmerksamkeit auf der Spur Kein Zugriff
- Auf Archivsuche nach dem Nichtstun Kein Zugriff
- Chronologisch-überlappendes Erzählen Kein Zugriff
- Das verlorene Paradies Kein Zugriff
- Muße und Freizeit Kein Zugriff
- Bertrand Russells »Lob des Müßiggangs« reloaded? Kein Zugriff
- Hilfe zur Muße fern alter Pfade Kein Zugriff
- Heilmittel gegen die Krankheit(en) des Wiederaufbaus Kein Zugriff
- Zur schöpferischen Faulheit Kein Zugriff
- Die Passivität des Konsums Kein Zugriff
- Faulheit als »Kunst« und »Mut zur Selbstbeschränkung« Kein Zugriff
- Dolce far niente Kein Zugriff
- Der natürliche und sorglose Süden Kein Zugriff
- Neokoloniale Träume vom Paradies Kein Zugriff
- Mit ferner Hilfe zu einem Leben in Sorglosigkeit? Kein Zugriff
- Kontinuitäten der Stigmatisierung und Kriminalisierung Kein Zugriff
- Sichtbare Strafen für »Arbeitsscheu« und Müßiggang? Kein Zugriff
- Das Arbeitshaus als Auslaufmodell Kein Zugriff
- Die Schließung des Arbeitshauses Brauweiler 1969 – ein Ausdruck von Liberalisierung? Kein Zugriff
- Jugendliche Nichtstuer unter Beobachtung Kein Zugriff
- Feldforschungen unter »Gammlern« Kein Zugriff
- Passives, unpolitisches und temporäres Nichtstun Kein Zugriff
- Gammeln als Wohlstandsphänomen? Kein Zugriff
- »Gammler« als Avantgarde gegen die Leistungsgesellschaft? Kein Zugriff
- Automationsgesänge Kein Zugriff
- Demokratisierung des Müßiggangs Kein Zugriff
- Im öffentlichen Blickfeld: reiche Nichtstuer Kein Zugriff
- Die Angst vor der zerstörerischen Muße Kein Zugriff
- Begrenzte wissenschaftliche Expertise Kein Zugriff
- Politische und wissenschaftliche Regelungsansprüche Kein Zugriff
- Die Freizeitpädagogik als gefragtes, aber zwiespältiges Expert:innentum Kein Zugriff
- Muße als in Verruf geratenes Gut? Kein Zugriff
- Faulheit und Müßiggang als Befreiung der geknebelten Freizeit? Kein Zugriff
- Der Mangel an Zeit Kein Zugriff
- Eigenzeiten und Eigenrhythmen Kein Zugriff
- Zeit(en) nach Plan in Ratgebern Kein Zugriff
- Nichtstun als Selbstführung Kein Zugriff
- Nichtstun als individuelle Gesundheitsvorsorge Kein Zugriff
- Tu nix! Kein Zugriff
- ›Authentische‹ Nichtstuer im Neuen Deutschen Film Kein Zugriff
- Emanzipationsversprechen aus der Ferne: »Der Papalagi« Kein Zugriff
- Von bekannten Inhalten zu alternativen Formen Kein Zugriff
- Die Wiederentdeckung Lafargues Kein Zugriff
- Vom Lob zum Recht Kein Zugriff
- Ansätze einer widerständigen Theorie des Müßiggangs Kein Zugriff
- Abkehr vom Leistungsdenken als Nährboden für Faulheit? Kein Zugriff
- Per Ausstieg in den Müßiggang Kein Zugriff
- Erzwungene totale Freizeit Kein Zugriff
- Die Wiederentdeckung der Arbeitslosen von Marienthal Kein Zugriff
- Passionierte Arbeitslose? Kein Zugriff
- Eine verhaltene Aneignung der Faulheit? Kein Zugriff
- Punk als öffentlich sichtbares Phänomen Kein Zugriff
- Passivität als Provokation? Kein Zugriff
- Angst vor der Zukunft Kein Zugriff
- Langeweile als Gesellschaftsphänomen Kein Zugriff
- Verpuffter Protest gegen die Arbeitsgesellschaft? Kein Zugriff
- Der Ruf nach Entschleunigung Kein Zugriff
- Im Kollektiv gegen die Schnelligkeit Kein Zugriff
- Verantwortungsvoll zu einem ökologischen Verständnis von Zeit Kein Zugriff
- Muße mit neuen Akzenten? Kein Zugriff
- Abschied vom Verzicht? Kein Zugriff
- Ratschläge für eine entschleunigte Lebenspraxis Kein Zugriff
- Bekennende Nichtstuer neuen Typs – eine postmoderne leisure class? Kein Zugriff
- Nichtstun als Profession Kein Zugriff
- Proaktiv, aber unpolitisch faul Kein Zugriff
- Die neuen Glücklichen Arbeitslosen Kein Zugriff
- Vom »Recht auf Faulheit« in die Zukunft der Nichtarbeit Kein Zugriff
- Mit Bartleby zum inneren Generalstreik Kein Zugriff
- Demonstrieren fürs Nichtstun Kein Zugriff
- 7. Fazit Kein Zugriff Seiten 377 - 384
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 385 - 421
- Abbildungsnachweise Kein Zugriff Seiten 422 - 422
- Dank Kein Zugriff Seiten 423 - 424
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 425 - 426




