
Gewalt und Heldentum
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Helden - Heroisierungen - Heroismen, Band 16
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Heldenerzählungen berichten von Gewalt, dem vorsätzlichen Übergriff auf den Körper eines anderen gegen dessen Willen. In der Gewalttat kulminieren Mut und Entschlossenheit, Regelverachtung und Handlungsmacht, sie erscheint als Bewährungsprobe des Individuums. Gewalt zwingt die Beteiligten, sich zur ihr zu verhalten und zu positionieren – Täter wie Opfer, Beteiligte wie Beistehende, Zeitgenossen wie Nachkommende. In diesem Band strukturieren drei Perspektivierungen – zur Heroisierung, zum Ertragen und zur Vermeidung von Gewalt – literatur-, geschichts-, und kulturwissenschaftliche sowie soziologische Zugänge zum Beziehungsgeflecht von Heldentum und physischer Gewaltausübung. Ein einleitender Aufsatz identifiziert theoretische Schnittstellen. Mit Beiträgen von Ronald G. Asch, Cornelia Brink, Ulrich Bröckling, Olmo Gölz, Joachim Grage, Felix K. Maier, Vera Marstaller, Christoph Mauntel, Sotirios Mouzakis, Friederike Pannewick, Jan Philipp Reemtsma, Sven Reichardt und Cornel Zwierlein.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95650-817-2
- ISBN-Online
- 978-3-95650-818-9
- Verlag
- Ergon, Baden-Baden
- Reihe
- Helden - Heroisierungen - Heroismen
- Band
- 16
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 240
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Das Heroische und die Gewalt. Überlegungen zur Heroisierung der Gewalttat, ihres Ertragens und ihrer Vermeidung. Einleitung Seiten 9 - 30 Olmo Gölz, Cornelia Brink Download Kapitel (PDF)
- Dietrichs mißlungene Brautwerbung. Über Heldengeschichten
- Der Mörder als Held? Jacques Clément als ligistischer Staatsgründungs-Held und Märtyrer-Heroe des Papsttums, 1589
- Neue Helden für sich wandelnde Zeiten. Spätmittelalterliche Perspektiven auf das Beziehungsgeflecht von Gewalt und Heldentum
- Gewaltgemeinschaft und Heldentum in der SA. Beobachtungen zu ihren Zusammenhängen aus praxeologischer Perspektive
- Zur Erotik des Kriegsversehrten. Nationalsozialistische Maskulinitätsdiskurse im Kontext extremer Gewalterfahrungen
- Die Schule des Prügelns. Gewalt und Heldentum in Jan Guillous Jugendroman Ondskan
- Der Heroismus der Revolutionsgarden im Iran-Irak-Krieg. Von der Gewaltgemeinschaft zur Avantgarde des Martyriums
- Höhere Gewalt – neue Heldenideale für die Palastrevolution des Kaisers Theodosius (379–395)
- Pazifismus und Heroismus. Kriegsdienstverweigerung im 20. und 21. Jahrhundert
- Gewalt ohne Heldentum. Zur Poetik und Politik des ent-heroisierten Todes in der arabischen Erzählliteratur des 21. Jahrhunderts
- Das „mörderische Zwielicht“ des Heroischen: Gewalt und Heldentum
- Verzeichnis der Autorinnen und AutorenSeiten 239 - 240 Download Kapitel (PDF)




