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Monographie Kein Zugriff

Die Freiheit der Soziologie

Der Grundbegriff der Moderne und die soziologische Theoriebildung
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Für die Soziologie ist »die Freiheit« ein Grundlagenproblem. Zum einen ist die Selbst- und Fremdzuschreibung von Freiheit ein allgemeines Merkmal sozialer Interaktionen. Zum anderen stehen die Feststellung neuer und wachsender Freiheitsräume sowie die Einforderung »wahrer Freiheit« im Zentrum der Semantik der Moderne. Beide Phänomene – die Allgemeinheit der Freiheit und ihre Schlüsselstellung in der Moderne – bedürfen einer soziologischen Erklärung. Die Analyse der grundsätzlichen Möglichkeiten, sich der Freiheitsproblematik soziologisch anzunehmen, ist in der gegenwärtigen Soziologie jedoch eine Leerstelle. Der Autor untersucht anhand von vier systematisierenden, die Erkenntnis-, Sozial- und Gesellschaftstheorien betreffenden Analysen das Wechselverhältnis von Freiheit und soziologischer Theoriebildung. Die Positionen Karl Poppers, Jürgen Habermas’, Niklas Luhmanns und des späten Michel Foucault stehen dabei für jeweils einen Idealtypus soziologischer Freiheitstheorie.

Über die theoriespezifische und theorievergleichende Diskussion und Systematisierung entwickelt die Arbeit eine neuartige Perspektive, die das Feld der soziologischen Theoriebildung über mögliche Problematisierungen der Freiheit ordnet.

Zudem formuliert sie freiheitstheoretische Grundprobleme, die sich aus der unterscheidungstheoretischen Verhältnisbestimmung der Freiheit zu ihren Gegenbegriffen Notwendigkeit, Kontingenz, Bindung und Zwang ergeben. Die rekonstruktiv entwickelte allgemeine soziologische Methode der Paradoxieanalyse erweist sich hier als hilfreiches Mittel, um diese Grundprobleme und ihre jeweilige Lösung zu analysieren. Mit dem vorliegenden Buch betreten wir auf instruktive Weise Neuland.

Vier mögliche Soziologien der Freiheit werden skizziert und miteinander verglichen. Der Leser gelangt dabei zu interessanten Einsichten auch über die jeweils zugrundeliegende Theoriearchitektonik samt ihrer Probleme und Widersprüche.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-958-32077-2
ISBN-Online
978-3-8452-7788-2
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
376
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
    1. Eine Divergenzthese Kein Zugriff
    2. Der analytische Rahmen – Vier Grundtypen der Soziologie der Freiheit Kein Zugriff
      1. Die heuristische Paradoxieanalyse Kein Zugriff
      2. Die konstruktivistische Paradoxieanalyse Kein Zugriff
      3. Die Paradoxien der Freiheit Kein Zugriff
    3. Zum Aufbau der Untersuchung Kein Zugriff
      1. Kausalität des Geistes versus Logik der Situation Kein Zugriff
      2. Methodologischer Kollektivismus versus methodologischer Individualismus Kein Zugriff
      1. Poppers Begriff der schöpferischen Freiheit Kein Zugriff
      2. Poppers machttheoretischer Freiheitsbegriff Kein Zugriff
      1. Die normative Relevanz der Freiheit Kein Zugriff
        1. Das schwache individualistische Freiheitsparadox Kein Zugriff
        2. Das starke individualistische Freiheitsparadox Kein Zugriff
        3. Poppers Auflösung der Paradoxien: Vernunft und demokratischer Staat Kein Zugriff
      1. Habermas’ Positionierung im Positivismusstreit Kein Zugriff
      2. Die frühe Konsenstheorie der Wahrheit Kein Zugriff
      3. Hinwendung zum metaphysischen Realismus und »schwachen Naturalismus« Kein Zugriff
        1. Die kommunikationstheoretische Drei-Welten-Theorie Kein Zugriff
        2. Die ontologische Drei-Welten-Theorie Kein Zugriff
      4. Handlungstypologie und System/ Lebenswelt-Unterscheidung Kein Zugriff
      1. Freiheit versus Notwendigkeit, Kontingenz und Bindung: Erste Beobachtungsebene Kein Zugriff
      2. Freiheit versus Notwendigkeit und Kontingenz: Zweite Beobachtungsebene Kein Zugriff
        1. Motivebene Kein Zugriff
        2. Handlungs- und Situationsebene Kein Zugriff
        1. Adornos »Negative Dialektik« als Vorbild und Abgrenzungspunkt und die Paradoxieanalyse als Methode von »Der philosophische Diskurs der Moderne« Kein Zugriff
        2. Die Paradoxie der Subjektphilosophie im Rahmen von Vernunftvertrauen und ‑skepsis Kein Zugriff
        3. Die Paradoxie der totalen Vernunftkritik Kein Zugriff
        4. Eine paradoxiefreie Konzeption kommunikativer Vernunft und Freiheit? Kein Zugriff
        1. Differenzierungs- und Gesellschaftstheorie Kein Zugriff
        2. Das individualistische Freiheitsparadox und seine Auflösung Kein Zugriff
        3. Verdinglichung und Verödung. Die These des Freiheitsverlusts und die zwei Thesen des Sinnverlusts Kein Zugriff
        4. Das strukturelle Freiheitsparadox und seine Auflösung Kein Zugriff
      1. Habermas’ Urzustand der Moderne Kein Zugriff
      1. »Operation/Beobachtung« – Erkennen als reales Beobachten und der zentrale Stellenwert der Paradoxieanalyse Kein Zugriff
      2. »System/Umwelt« – Der Beobachter als reales, spezifisch operierendes System Kein Zugriff
      3. »Problem/Lösung« – Der Wahrheitsanspruch der Systemtheorie und die Methode funktionaler Analyse Kein Zugriff
        1. Donald MacKay: Freiheit als relative Gewissheit (und nicht als absolute Illusion) Kein Zugriff
        2. Heinz von Foerster: Wahlfreiheit als metaphysische Entscheidung (trotz synthetischem Determinismus) Kein Zugriff
        3. Niklas Luhmann: Freiheitszuschreibung als funktionale Notwendigkeit Kein Zugriff
        1. Luhmanns Radikalisierung der Parsonsschen Problemformulierung Kein Zugriff
        2. Zwei Fassungen des Problems doppelter Kontingenz Kein Zugriff
      1. Gesellschaftstheorie 1: Teiltheorien des gesellschaftlichen Operierens als Theorien der kommunikativen Problematisierung und Lösung des Problems doppelter Kontingenz Kein Zugriff
      2. Gesellschaftstheorie 2: Teiltheorien der Beobachtung der Gesellschaft Kein Zugriff
        1. Zeittheorie und temporale Zeitdiagnose Kein Zugriff
        2. Zeittheorie, Handlungstheorie und handlungsbezogene temporale Zeitdiagnose Kein Zugriff
        3. Risikosoziologischer Einschub: Kommunikative Zukunft als Gefahr und Glückschance? Zu kommunikativem und kommuniziertem Schaden und Nutzen Kein Zugriff
        4. Zeittheorie, Handlungstheorie, temporale Zeitdiagnose und Freiheitssemantik Kein Zugriff
        1. Vertrauen Kein Zugriff
        2. Das symbolisch generalisierte Medium der Moral Kein Zugriff
        3. Einschub: Freiheit als Kontingenzformel der Moral? Freiheit als universelle Kontingenzformel der Kommunikation! Kein Zugriff
        4. Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien Kein Zugriff
      3. Sachliche Gesellschaftsstruktur und Freiheitssemantik Kein Zugriff
      4. Luhmanns Urzustand der Moderne Kein Zugriff
      1. Die moderne, liberale Gouvernementalität Kein Zugriff
        1. Die Vermeidung potentieller Schäden durch Interessenkonflikte: Freiheit durch Sicherheit als Schutz vor Zwang Kein Zugriff
        2. Die Vermeidung potentieller allgemeiner Schäden: Sicherheit durch Freiheit Kein Zugriff
      2. Gouvernementalität und Subjektivierung Kein Zugriff
      1. Die normative Relevanz der Freiheit: Das ›Ethos der Moderne‹ und die ›unbestimmte Arbeit der Freiheit‹ Kein Zugriff
      2. Die kognitive Relevanz der Freiheit: Analyse der ›strategischen Spiele zwischen Freiheiten‹ Kein Zugriff
    1. Foucaults Urzustand der Moderne: Die Geburt einer Haltung und die strategischen Spiele im Liberalismus Kein Zugriff
  2. Freiheit und Gesellschaft. Ich sehe was, was Du nicht siehst? Kein Zugriff Seiten 355 - 358
  3. Danksagung Kein Zugriff Seiten 359 - 360
  4. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 361 - 376

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