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Intuition und Wissenschaft

Interdisziplinäre Perspektiven
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2018

Zusammenfassung

Wissenschaft setzt, folgt man dem Theologen Heinrich Schmidinger, als Minimalqualifikationen rationale Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit voraus. Damit ist sie an Methoden gebunden, die jenseits des subjektiven Überzeugtseins operieren und ihre Glaubwürdigkeit darin zum Ausdruck bringen, dass sie verallgemeinerbar sind. Intuition, ein höchst persönlicher und im Grunde irrationaler Erkenntnismodus, hält diesen wissenschaftlichen Kriterien nicht stand. Und dennoch stößt man sowohl in den Geistes- als auch in den Naturwissenschaften immer wieder auf Formen intuitiven Erkennens. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster fachlicher Herkunft – von der Wissenschafts- und Ideengeschichte sowie der Philosophie und Epistemologie über die Rechts-, Musik und Literaturwissenschaften bis zur Medizin und Naturwissenschaft – gehen im vorliegenden Band dem spannungsreichen Verhältnis von Intuition und Wissenschaft nach. Drei Fragestellungen stehen dabei im Zentrum der Beiträge: 1) Welche Rolle spielt Intuition im Entwicklungsgang der einzelnen Wissenschaften, was kann aus wissenschaftshistorischer und epistemologischer, also externer Perspektive zur Intuition in den Wissenschaften gesagt werden? 2) Was positionieren sich einzelne Wissensfelder und Wissenschaftsdisziplinen zur Intuition? Welche Definitionen bieten sie an? Wie sieht die interne Perspektive aus, gibt es eine »angewandte Intuition« in den Wissenschaften? 3) Kann Intuition eine Rolle als Bindeglied zwischen wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Erkenntnisformen und Vorstellungswelten spielen?


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2018
Copyrightjahr
2018
ISBN-Print
978-3-8452-9107-9
ISBN-Online
978-3-8452-9107-9
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
420
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Intuition und Wissenschaft – eine Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 20
    Autor:innen:
  3. Intuition bei Tieren? Kein Zugriff Seiten 21 - 34
    Autor:innen:
  4. Unbeobachtbare Entitäten in der Physik. Intuition, Anschaulichkeit und Common Sense Kein Zugriff Seiten 35 - 60
    Autor:innen:
  5. The Uses of Truth Kein Zugriff Seiten 61 - 86
    Autor:innen:
  6. Intuitive und diskursive Vorstellungen. Überlegungen zu einem Spannungsverhältnis in der theoretischen Philosophie Immanuel Kants Kein Zugriff Seiten 87 - 98
    Autor:innen:
  7. Intuition in der Wissenschaft des Spatens: Alte und neue Methoden einer archäologischen Hermeneutik Kein Zugriff Seiten 99 - 118
    Autor:innen:
  8. Intuition – Reflexionen anhand einiger Beispiele aus der Wissenschaftsgeschichte Kein Zugriff Seiten 119 - 146
    Autor:innen:
  9. Konkretes Erkennen. Plädoyer aus der Wissenschaftsgeschichte für ein Denken mit den Händen Kein Zugriff Seiten 147 - 168
    Autor:innen:
  10. Künstlerische trifft naturwissenschaftliche Intuition. Daniele Del Giudices »Atlante Occidentale« als Plädoyer für ein intuitives Sehen Kein Zugriff Seiten 169 - 186
    Autor:innen:
  11. Intuition und Rationalität. Anmerkungen zum (aktuellen) Verhältnis von Kunst und Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 187 - 208
    Autor:innen:
  12. Der künstlerischen Intuition auf der Spur. Jan Vermeer und sein intuitives Farbverständnis Kein Zugriff Seiten 209 - 218
    Autor:innen:
  13. Intention, Intuition, Illusion: Notizen zu Mitteln und Zielen von Kunstfälschern am Beispiel der Fälschung des »Sidereus Nuncius« von Galileo Galilei, Venedig 1610. Ein Erfahrungsbericht Kein Zugriff Seiten 219 - 234
    Autor:innen:
  14. Zwischen angewandter Intuition und entfesseltem Schreibstil. Oswald Spengler und »Der Untergang des Abendlandes« Kein Zugriff Seiten 235 - 252
    Autor:innen:
  15. Seelentätigkeiten im Mienenspiel erkennen. Intuitive Erkenntnisgewinnung in der Physiognomik Piderits Kein Zugriff Seiten 253 - 268
    Autor:innen:
  16. Die Rolle der Intuition im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess Kein Zugriff Seiten 269 - 282
    Autor:innen:
  17. Varianten idealtypischer Begriffsbildung in der Psychopathologie Kein Zugriff Seiten 283 - 298
    Autor:innen:
  18. Existentielle Intuition. Pflichtenkollisionen, Karl Jaspers’ Existenzphilosophie und Ferdinand von Schirachs »Terror« Kein Zugriff Seiten 299 - 314
    Autor:innen:
  19. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung im Strafverfahren Kein Zugriff Seiten 315 - 328
    Autor:innen:
  20. Irrationale Strafrechtsbegründung in der NS-Diktatur. Zur Genese von Begriff und Konzept des »gesunden Volksempfindens« Kein Zugriff Seiten 329 - 350
    Autor:innen:
  21. Erkenntnismodus oder Methode? Wissenschaftshistorische Überlegungen zum epistemischen Stellenwert der Intuition Kein Zugriff Seiten 351 - 394
    Autor:innen:
  22. Wenn spirituelle Intuitionen Philosophie werden. Klaus Hemmerle und seine trinitarische Ontologie Kein Zugriff Seiten 395 - 406
    Autor:innen:
  23. Das Wagnis der Intuition. Eine kurze Geschichte der Philosophie Kein Zugriff Seiten 407 - 416
    Autor:innen:
  24. Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 417 - 420

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