
Marcel Proust und die Frauen
18. Publikation der Marcel Proust Gesellschaft- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Ohne die Frauen ist Prousts Schreiben nicht zu verstehen. Bereits in der Eingangsszene der Recherche ist Imagination mit Weiblichkeit verknüpft, wenn der Träumer eine Frau halluziniert, die aus einer falschen Lage seines Schenkels heraus geboren wird, so wie Eva einer Rippe Adams entsprungen ist. Schließlich identifiziert sich der Erzähler selbst mit einer Frau, wenn er mit dem Buch, das er im Begriff zu schreiben ist, »schwanger« geht. Das Weibliche ist so nicht nur Bestandteil des Romans, sondern konstitutiv für Prousts Schreiben selbst, das man eine écriture au féminin nennen könnte.
Wie kein anderer vor und nach ihm erforscht Proust zudem das Rätsel weiblichen, genauer lesbischen Begehrens. Albertine ist kein Mann in weiblicher Verkleidung, sondern Figur des Femininen par excellence – Figur des Flüchtigen, Opaken, Fragmentarischen und somit Inbegriff von Prousts Modernität.
Der vorliegende Band versammelt die Beiträge des internationalen wissenschaftlichen Symposions, das die Marcel Proust Gesellschaft 2017 in München veranstaltet hat. Nicht nur biografische Quellenforschung, sondern Prousts weibliches Schreiben und sein Schreiben des Weiblichen stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2019
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-458-17799-9
- ISBN-Online
- 978-3-458-76235-5
- Verlag
- Insel Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 238
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Cover Kein Zugriff
- Titel Kein Zugriff
- Impressum Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Fangen wir beim Kopf an: Einleitende Überlegungen zur Titelillustration Kein Zugriff Seiten 10 - 16Autor:innen:
- Frauengeschichten Kein Zugriff Seiten 17 - 32Autor:innen:
- Élisabeth Greffulhe und das Streben nach Geltung Kein Zugriff Seiten 33 - 55Autor:innen:
- Die Rolle Gilbertes in der Recherche Kein Zugriff Seiten 56 - 67Autor:innen:
- Das allegorische Geschlecht Kein Zugriff Seiten 68 - 86Autor:innen:
- »Je ne peux pas téléphoner sans cela je ne vous aurais ennuyée d’une lettre« - Proust, die Demoiselles du téléphone und Anna de Noailles: Korrespondenz(en) Kein Zugriff Seiten 87 - 105Autor:innen:
- Girlkultur - Telefonistinnen im Zwischenraum Kein Zugriff Seiten 106 - 121Autor:innen:
- Proust und die »Amazone«, Natalie Clifford Barney Kein Zugriff Seiten 122 - 142Autor:innen:
- Die Geburt der Recherche aus der Liebe zur Mutter Blicke auf Jeanne Proust Kein Zugriff Seiten 143 - 159Autor:innen:
- Elstirs »Miss Sacripant«: Ein Bild von einem Mann Kein Zugriff Seiten 160 - 174Autor:innen:
- Miss Sacripant: Betrachtung und Ermittlung Kein Zugriff Seiten 175 - 178Autor:innen:
- Le bruissement du fleuve oder die Resonanzen des (Un-)Nahbaren. Impressionen des Flusses und die Antizipation des Weiblichen in Marcel Prousts À la recherche du temps perdu Kein Zugriff Seiten 179 - 196Autor:innen:
- Poetik auf dem Kopf. Das Häubchen von Françoise Kein Zugriff Seiten 197 - 209Autor:innen:
- Gomorrha - ein imaginäres Genre oder Sexualtheorie? Kein Zugriff Seiten 210 - 231Autor:innen:
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 232 - 232
- Zu den Autoren dieses Bandes Kein Zugriff Seiten 233 - 237
- Dank Kein Zugriff Seiten 238 - 237
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 238 - 238





