
Sigmund Freuds figürliche Psychoanalyse
Der Moses Michelangelos und die Sammlung von Idolen- Autor:innen:
- Reihe:
- Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen, Band 39
- Verlag:
- 10.07.2023
Zusammenfassung
Sigmund Freuds Untersuchung des "Moses" von Michelangelo sowie seine Sammlung antiker Kleinskulpturen bieten, gemeinsam betrachtet, Elemente einer visuellen Psychoanalyse, die dem ikonoklastischen Grundzug dieser Wissenschaft widerspricht. Freud bezog seine Statuetten in die Behandlungspraxis ein und ließ sich auch selbst von ihnen inspirieren. Seine Sammlung, das zeigt dieser Band, ist ein Schlüssel für seine Wissenschaft des Unbewussten. Um ihre Wirkung zu nutzen, musste Freud diese Form der Behandlungspraxis verbergen, sie «verhüllen». Wenn man diese Motive berücksichtigt, ist zu erschließen, wie stark die Psychoanalyse als ein Ort der Befreiung von kulturellen Zwängen gedeutet werden kann: Freuds Beschäftigung mit dem "Moses" und seine Sammlung waren die Antipoden zum mosaischen Bilderverbot. Auf diese Weise konnte er den unterkundigen Bildern der Traumata einen Freiheitsraum vermitteln, in dem sich diese bewältigen ließen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 10.07.2023
- ISBN-Print
- 978-3-7965-4787-4
- ISBN-Online
- 978-3-7965-4789-8
- Verlag
- Schwabe, Basel / Berlin
- Reihe
- Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen
- Band
- 39
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 162
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung: Freuds «große Verhüllung» Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- 1. Reiseerfahrungen Kein Zugriff
- 2. Die schriftliche Fassung Kein Zugriff
- 3. Methodische Konsequenzen: Filmanalyse und Händescheidung Kein Zugriff
- 4. Bibelkritik als Gründungsakt der Psychoanalyse Kein Zugriff
- 1. Spuren des Sammelns bis zum Moses-Artikel Kein Zugriff
- 2. Beweggründe der Sammelleidenschaft Kein Zugriff
- 3. Bilder als lebendiges Ambiente Kein Zugriff
- 4. Einsatz der Bilder in der analytischen Praxis Kein Zugriff
- 1. Gründe der Verhüllung Kein Zugriff
- 2. Das Bildverbot und seine Überwindung Kein Zugriff
- 3. Bilder als Bedingung von Freiheit Kein Zugriff
- 4. Die Legitimität des Verdrängten Kein Zugriff
- Schluss: Eine neue Aktualität Kein Zugriff Seiten 135 - 136
- Dank Kein Zugriff Seiten 137 - 138
- Literatur Kein Zugriff Seiten 139 - 154
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff Seiten 155 - 158
- Namensregister Kein Zugriff Seiten 159 - 162




