
Die Vierhundert Pforzheimer
Entstehung, Popularisierung und Dekonstruktion einer Heldenlegende- Autor:innen:
- Reihe:
- Figurationen des Heroischen, Band 7
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
2022 jährt sich zum vierhundertsten Mal die Geburt eines deutschlandweit in allen Medien gefeierten Heldenkollektivs: die vierhundert Pforzheimer Bürger. Der Opfertod der vierhundert Pforzheimer Bürger, die 1622 in der Schlacht bei Wimpfen im Dreißigjährigen Krieg den Rückzug ihres geschlagenen Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach deckten, war bis ins 20. Jahrhundert ein wichtiges Datum im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Das bürgerliche Heldenkollektiv wurde im 18. und 19. Jahrhundert deutschlandweit in Dramen, politischen Reden, Gedichten, Erzählungen und bildkünstlerischen Werken zum frühen Kronzeugen eines Verfassungspatriotismus stilisiert, bevor es in der Moderne als Fiktion entlarvt wurde. Abgesehen von einigen noch heute prominenten Autoren wie Ernst Ludwig Posselt und Georg Büchner sind die meisten literarischen und bildkünstlerischen Zeugnisse inzwischen weitgehend vergessen. Dennoch ermöglicht die Rekonstruktion, dichte Beschreibung und Deutung des Heldenkollektivs unabhängig von seinem historischen Wahrheitsgehalt genaue Einblicke in Genese, Funktion und Dekonstruktion einer Heldenlegende, die weit über die regionalen Aspekte hinausgeht. Somit liefert die Fallstudie einen wichtigen Beitrag zur Heldenforschung.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5252-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4918-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Figurationen des Heroischen
- Band
- 7
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 143
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Das Schlachtennarrativ in periodischen Berichten: Wochenzeitungen und Messrelationen Kein Zugriff
- Konstruktionen und Deutungen in akzidentellen Publikationen: Flugblätter und Flugschriften Kein Zugriff
- Der Übergang ins kollektive Gedächtnis: Chroniken Kein Zugriff
- Der Heldentod des württembergischen Prinzen Magnus Kein Zugriff
- Das Wunder von Wimpfen – ein Engel oder die Muttergottes? Kein Zugriff
- Die Erfindung der Vierhundert Pforzheimer Kein Zugriff
- Der Heldenmacher und -erfinder: Ernst Ludwig Posselt Kein Zugriff
- Der Propagator: Christian Friedrich Daniel Schubart Kein Zugriff
- Der Gewährsmann: Ernst Ludwig Deimling Kein Zugriff
- Die Mittler: Friedrich Dominicus Ring und Johann Friedrich Molter Kein Zugriff
- Der Zweifler: Johann Georg Schlosser Kein Zugriff
- Wilhelm Vogels »vaterländisches Schauspiel« von 1809 Kein Zugriff
- Zweihundertjahrfeier als Staatsakt (1822) Kein Zugriff
- Die Einweihung des Denkmals für die Vierhundert Pforzheimer (1834) Kein Zugriff
- 6. Georg Büchners Schulrede: ›Helden-Tod der vierhundert Pforzheimer‹ (1829/30) Kein Zugriff Seiten 67 - 79
- A. v. Tromlitz’ Roman ›Die Vierhundert von Pforzheim‹ (1830) Kein Zugriff
- Carl Fernands »Vaterländisches Heldenlied« (1838) Kein Zugriff
- Lyrische Bearbeitungen (1820–1850) Kein Zugriff
- Bildkünstlerische Gestaltungen Kein Zugriff
- Die Pforzheimer Vierhundert als Hintergrundfolie Kein Zugriff
- Neubelebung als nationaler Haltungsheroismus Kein Zugriff
- Inanspruchnahmen des Heldenkollektivs zwischen 1918 und 1945 Kein Zugriff
- 9. Ausblick und Fazit Kein Zugriff Seiten 115 - 116
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 117 - 136
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 137 - 138
- Nachbemerkung Kein Zugriff Seiten 139 - 140
- Register Kein Zugriff Seiten 141 - 143




