
Revolution im Leseland
Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Auch anhand von Zeitzeugenberichten, Dokumenten und zahlreichen Fotos kommt eine wenig bekannte, aber erstaunlich positive Seite der deutschen Einheit in den Blick. Nach dem Mauerfall 1989 standen auch die Bibliotheken der DDR vor einer radikalen Neuausrichtung. Gerade den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken gelang jedoch – mit Unterstützung aus dem Westen – eine rasche und beispiellose Modernisierung. Die Lücken in den Sammlungen wurden geschlossen, die Gebäude saniert und mit zeitgemäßer Informationstechnologie ausgestattet. Diese Erneuerungsoffensive löste einen Schub aus, von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Auch in personeller Hinsicht verlief die Umgestaltung bemerkenswert: Zwar wurde das Personal auf Leitungsebene streng evaluiert, aber anders als in vielen Bereichen der Hochschulen gab es keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost. Die Personalstärke der Belegschaften blieb relativ konstant – auch wenn die Übernahme der Angestellten in das bundesdeutsche Tarifsystem konfliktträchtig war und viele Erwartungen enttäuschte. Immerhin blieb der Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Während andernorts nur von Versäumnissen und Verlierern die Rede ist, belegt dieses Buch: Die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur im Osten, sondern auch im Westen gehören zu den Gewinnern der Einheit.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-6073-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9302-8
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 198
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Zwischen Abgrenzung und Austausch – bibliothekarische Kontakte in der Zeit der deutschen Teilung Kein Zugriff Seiten 11 - 20
- Verfallserscheinungen – Situation am Ende der DDR-Zeit Kein Zugriff Seiten 21 - 34
- Die Vereinigung nimmt Fahrt auf Kein Zugriff Seiten 35 - 44
- Vom Plan zum Verbund Kein Zugriff Seiten 45 - 52
- Kaufrausch Kein Zugriff Seiten 53 - 64
- Neue Räume, neue Technik Kein Zugriff Seiten 65 - 70
- Widerrechtlich entzogenes Bibliotheksgut Kein Zugriff Seiten 71 - 78
- Personalveränderungen in DDR-Bibliotheken nach 1989/90 Kein Zugriff Seiten 79 - 96
- Die Welle von Evaluationen Kein Zugriff Seiten 97 - 110
- Mentalitäts- und andere Konflikte Kein Zugriff Seiten 111 - 122
- Kotransformation des gesamtdeutschen Bibliothekssystems Kein Zugriff Seiten 123 - 128
- Resümee Kein Zugriff Seiten 129 - 132
- Schwierige Aufgaben, große Möglichkeiten: Sachverständigenbericht über die Universitätsbibliothek Leipzig aus dem Jahr 1991 Kein Zugriff
- Die Belegschaft wählt ihren Direktor ab – Zeitzeugengespräch mit Katrin Lehmann, Bibliothekarin an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Kein Zugriff
- Dossier über die Abberufung des Weimarer Bibliotheksdirektors im Jahr 1990 Kein Zugriff
- Der Personalumbau an der Deutschen Staatsbibliothek – Zeitzeugengespräch mit Daniela Lülfing, der ehemaligen Direktorin des Hauses Unter den Linden Kein Zugriff
- Aufgaben »auf unbestimmte Zeit« wahrnehmen – Zeitzeugengespräch mit Peter Hoffmann, dem ehemaligen Direktor der UB Rostock Kein Zugriff
- Nachsatz Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Register Kein Zugriff




