
Alles Rassismus?
Ressentiment in der Einwanderungsgesellschaft- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Rassismuskritik ist allgegenwärtig. Aber was geschieht, wenn Vorwürfe systematisch überzogen und alltägliche Banalitäten mit der gleichen Verve beanstandet werden wie rassistisch motivierte Straftaten? Verliert dann nicht die Kritik ihre Wirkung und das Phänomen seine Konturen? Levent Tezcan legt eine pointierte Polemik gegen eine aufgeregte Debatte vor, die die Gemüter in Dauerschleife erhitzt. Alles Rassismus geht der Frage nach, warum rassische Unterscheidungen auch jenseits von fremdenfeindlichen Diskursen Konjunktur haben. Die medialisierte Rassismuskritik bietet sich derzeit als neue Großerzählung an, in der sich Subjekte als Marginalisierte gegenüber den Privilegierten in Stellung bringen und die Hautfarbe zum neuen Referenzpunkt wird. Tezcan stellt den zunehmenden Gebrauch von rassischen Unterscheidungen in den Zusammenhang der Affektökonomie westlicher Gesellschaften, in der eine Verschiebung von Stärke und Schwäche stattfindet. Gerecht sind nun die Vulnerablen, denen zur Sichtbarkeit verholfen werden soll, nicht zuletzt durch die Forderung nach Migrantenquoten. Gefördert wird aber tatsächlich, so die provokante These des Buches, vor allem das Ressentiment – und zwar bei den Minderheiten wie bei der Mehrheit. Die eigentliche Gefahr für die demokratisch verfassten Gesellschaften geht aber nicht vom »alltäglichen Rassismus« und seinen Mikroaggressionen aus, sondern von einer rassistischen Politik, die in Europa wieder auf dem Vormarsch ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-9175-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9768-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 184
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Reden über Rasse Kein Zugriff
- Rasse oder ›race‹, »Weiße« und »Nichtweiße« – begriffstaktische Entscheidungen Kein Zugriff
- Wer hat eine Hautfarbe? Türken jedenfalls nicht! Kein Zugriff
- Unruhige Zugehörigkeiten: Migrant / Postmigrant / Einheimische u. a. Kein Zugriff
- Warum nicht bedingungslos, warum irgendwie? Kein Zugriff
- Wen gibt es noch alles in der »Völkerschau«? Kein Zugriff
- Von der verkannten Kraft des Bindestrichs Kein Zugriff
- Herkunft, Zugehörigkeit und das mobile Territorium Kein Zugriff
- Der »globale Süden« Kein Zugriff
- Affekte bei Tisch Kein Zugriff
- Integration durch Konflikte Kein Zugriff
- Geschichte und Gemeinwesen Kein Zugriff
- Gemeinschaftsglaube Kein Zugriff
- Ethnos und Demos Kein Zugriff
- Exkurs: Kulinarische Zugehörigkeiten aus dem Alltag der Einwanderungsgesellschaft Kein Zugriff
- Genealogien der Verwundbarkeit Kein Zugriff
- Schwäche als Tugend: »Kulturelle Aneignung« Kein Zugriff
- Subtile Formen des Willens zur Macht Kein Zugriff
- »Weiße Privilegien« und Ressentiment Kein Zugriff
- Sichtbarkeit, Sensationslogik, Skandalisierungen Kein Zugriff
- Gesicht und Stimme Kein Zugriff
- Quoten Kein Zugriff
- Exkurs: Ein Türke auf Wohnungssuche – hüben wie drüben Kein Zugriff
- Diskriminierung Kein Zugriff
- Statt eines Fazits: Migrationsgesellschaft bejahen Kein Zugriff Seiten 167 - 174
- Dank Kein Zugriff Seiten 175 - 184




