
Kunst, Wahrheit und Gefühl
Schelling, Hegel und die Ästhetik des angelsächsischen Idealismus- Autor:innen:
- Reihe:
- Alber-Reihe Philosophie
- Verlag:
- 2005
Zusammenfassung
Das Buch rekonstruiert die Entwicklung der Gefühlsästhetik des angelsächsischen Idealismus von 1800 bis 1938. Unter dem Eindruck des frühen Schelling wollen die Romantiker Coleridge, Wordsworth und Emerson den idealistischen Wahrheitsanspruch an die Kunst mit der Gefühlsästhetik der englischen Aufklärung verbinden.Durch eine Befruchtung mit der Ästhetik Hegels und durch den Kunsthistoriker Ruskin entsteht daraus bei dem Second-Oxford-Hegelianer Bosanquet tatsächlich eine hochrangige und originelle Ästhetik des Gefühls. Dewey und A. Bradley benennen jedoch ihr zentrales Problem: Wenn das Kunstwerk als adäquate physische Verkörperung eines intensiven individuellen Gefühls aufgefasst wird, degradiert man dann die Kunst nicht ebenso zur Privatsache ohne öffentliches Interesse wie die mentalistische Kunstauffassung des Italieners Croce? Nach zwei vergeblichen Anläufen löst der Third-Oxford-Hegelianer Collingwood dieses Problem in seiner späten Gefühlsästhetik ›Principles of Art‹ von 1938. Allerdings muss er sich dazu so sehr der pragmatischen Ästhetik Deweys annähern, dass die idealistische Tradition der angelsächsischen Gefühlsästhetik hier endet.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2005
- ISBN-Print
- 978-3-495-48177-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-99707-9
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Alber-Reihe Philosophie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 618
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
- 1. Ein erster Einstieg
- 2. Die Wurzeln in der englischen Aufklärung
- 3. Der Triumph des Schönen in der deutschen Ästhetik seit Winckelmann
- 4. Die Stationen der Gefühlsästhetik des angelsächsischen Idealismus
- 1. William Wordsworth und die verborgene Würde des bäuerlichen Alltags
- 2. Friedrich Wilhelm Josef Schelling und der Hauch des Lebens im Kunstwerk
- 3. Samuel Taylor Coleridge und die Leblosigkeit von Wachsfiguren
- 4. Schellings Ästhetik als Steinbruch für Coleridge
- 5. Ralph Waldo Emerson und die Schönheit einer Eisenbahn
- 6. Edgar Allan Poe und die Sehnsucht der Motte nach dem Stern
- 7. Schelling und die englische Romantik im Licht des Second-Oxford-Hegelianismus
- 1. Die metaphysisch ausgezeichneten substantiell schönen Kunstwerke
- 2. Ästhetisch Schönes in der Natur und ästhetisch schöne profane Kunstwerke
- 3. Das substantiell Schöne, der Darstellung des Wahren verpflichtet
- 4. Das substantiell schöne Kunstwerk als erstes versöhnendes Mittelglied zwischen Geist und Natur
- 5. Das Hegelsche Ideal als Ideal ohne Vorbildfunktion
- 1. Die Entstehung des Oxford-Idealismus
- 2. Der ästhetische Moralismus des frühen John Ruskin
- 3. Erste Schritte zu einer pragmatischen Auffassung von Kunst beim späten John Ruskin
- 4. Kunst so gar nicht zum Anfassen bei Benedetto Croce
- 1. Die älteste Programmskizze der Ästhetik des Second-Oxford-Hegelianismus beim frühen Bernard Bosanquet
- 2. Das Kunstwerk als expressive Einheit von Gestalt und Gehalt nach Andrew C. Bradley
- 3. Die Gefühlsästhetik des späten Bernard Bosanquet
- 4. Das in schwieriger Weise schöne Kunstwerk beim späten Bernard Bosanquet
- 5. Dewey undWollheim über Bosanquets Ästhetik
- 1. Das Monadismusproblem des frühen Robin George Collingwood
- 2. Die mentalistische Kunstphilosophie des frühen Robin George Collingwood
- 3. Die erste pragmatistische Ästhetik von John Dewey
- 4. Die Gefühlsästhetik des späten Robin George Collingwood
- 5. Götterdämmerung
- BibliographieSeiten 590 - 610 Download Kapitel (PDF)
- RegisterSeiten 611 - 618 Download Kapitel (PDF)




