Sache / Dinge
Eine ästhetische Leitdifferenz in der Medienkultur der Weimarer Republik- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Medienpluralismus ist das zentrale Kennzeichen der Kultur der Weimarer Republik. Dramatisch beschleunigte medientechnische Entwicklungen führen zu einem Bewusstsein von Medienkonkurrenz, auf das neben bildender Kunst, Oper und Theater auch die Literatur mit produktiven Verwandlungen, mit avantgardistischen Tendenzen oder Krisen reagiert. U. a. in der feuilletonistischen Kritik, in Manifesten und poetologischen Reflexionen der Weimarer Republik werden immer wieder zwei antagonistische ästhetische Prinzipien genannt: auf der einen Seite Sache, Sachlichkeit, Versachlichung, auf der anderen Seite Ding, Dinglichkeit, Verdinglichung. Die Wörter Sache und Ding werden heutzutage wie in der zeitgenössischen Semantik der 1920er und 1930er Jahre nahezu gleichbedeutend gebraucht. In der philosophischen und ästhetischen Theoriebildung seit der Aufklärung werden sie jedoch gegensätzlich verwendet. Die Sache liegt im objektiven Blick, das Ding jedoch geht über die Sache hinaus und stellt ihren Objektstatus infrage.
Der Band liefert neue Interpretationen zu kanonischen Texten und zu Autoren wie Ernst Jünger, Erich Kästner, Irmgard Keun, Siegfried Kracauer, Fritz Lang oder Rainer Maria Rilke.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-86916-639-1
- ISBN-Online
- 978-3-96707-225-9
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 392
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Leitdifferenz und Pluralismus Kein Zugriff Seiten 11 - 30
- Beschreiben oder zitieren (reden lassen). Beobachtungen zu Versachlichung und Verdinglichung in der Literatur der Moderne Kein Zugriff Seiten 31 - 52
- Reflexive Emotionalität. Strategien der Versachlichung und Verdinglichung von Gefühlen in der Lyrik der Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 53 - 74
- Von der Widerständigkeit des Dings. Rilkes Entstaltung poetischer Gegenständlichkeit Kein Zugriff Seiten 75 - 105
- Versachlichung bei Rilke Kein Zugriff Seiten 106 - 126
- Tangente 1932. Hermann Broch und die Neue Sachlichkeit Kein Zugriff Seiten 127 - 140
- Auf dem »Tanzplatz des Todes«. Krieg, Angst und Medienanthropologie in Ernst Jüngers Frühwerk Kein Zugriff Seiten 141 - 162
- Großstadt, Collage und Körper in der Weimarer Republik. Irmgard Keun und Klaus Mann als Fallbeispiele zwischen Versachlichung und Verdinglichung Kein Zugriff Seiten 163 - 184
- »Ich ziehe das Wachstuchverdeck zurück und die Schreibmaschine blickt mich an.« Schreibmaschinen in der Literatur der Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 185 - 195
- Versachlichung, Verdinglichung und die Auseinandersetzung mit der Metropole Berlin Kein Zugriff Seiten 196 - 218
- Verdinglichung im Film der Weimarer Republik. Eine Spurensuche Kein Zugriff Seiten 219 - 239
- Emil vergisst die Schere nicht. Kästners Neue Sachlichkeit im Film Kein Zugriff Seiten 240 - 256
- Versachlichung und Stasis als Zeichen der Kontrolle in Fritz Langs M (1931) Kein Zugriff Seiten 257 - 277
- Künstlerfilme von Hans Cürlis. Von schaffenden Händen und sich erschaffenden Werken Kein Zugriff Seiten 278 - 291
- Film als Ding der Unmöglichkeit. Überlegungen im Ausgang von László Moholy-Nagys Lichtrequisit Kein Zugriff Seiten 292 - 302
- Die »Freude am Gegenständlichen« Funktionale Ästhetik und Materialkunst Kein Zugriff Seiten 303 - 319
- Die Wörter, die Dinge & die Bilder. Der Diskurs vom Neuen Sehen in der Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 320 - 335
- Zwischen den Genres. Ernst Kreneks Jonny spielt auf als Oper der Intermedialität Kein Zugriff Seiten 336 - 352
- Die Sache mit dem Ding. Versachlichung und Verdinglichung als ästhetische Verfahren im Werk von Erich Kästner, in den Illustrationen von Erich Ohser und Walter Trier sowie den Literaturcomics von Isab... Kein Zugriff Seiten 353 - 372
- Bibliografie Kein Zugriff Seiten 373 - 392





